Warme Dezembertage in Münster erwartet: Was das für die Weihnachtsmarktzeit bedeutet

Mildes Dezemberwetter: So warm wird es in Münster
Dietmar Rabich / Wikimedia Commons / “Münster, Weihnachtsmarkt an der Lambertikirche -- 2014 -- 00982” / CC BY-SA 4.0
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In Münster steht eine ungewöhnlich milde Dezemberwoche bevor. Laut aktueller Vorhersagen steigen die Werte in den kommenden Tagen zeitweise auf bis zu 14 Grad – Temperaturen, die eher an den Herbst erinnern als an die klassische Vorweihnachtszeit. Besonders zum Wochenbeginn bleibt es verbreitet grau und mild, bevor es zur Wochenmitte etwas windiger wird. Erst ab Donnerstag deutet sich eine leichte Abkühlung an, bevor die Temperaturen am Samstag wieder um die 10 Grad liegen.

Für viele Besucherinnen und Besucher der Weihnachtsmärkte bedeutet das: Handschuhe und Mützen bleiben vorerst im Schrank. Statt frostiger Kulisse und klarer Winterluft dominiert in diesem Jahr ein ungewohnt warmes Adventsgefühl.

Weihnachtsmärkte gut besucht – doch das Winterfeeling fehlt

Die milden Temperaturen müssen für Münsters Weihnachtsmärkte kein schlechtes Zeichen sein. Aus den ersten Adventstagen lässt sich bereits ablesen: Trotz des allgemeinen Konsumdrucks waren die Märkte gut besucht. Viele Menschen zieht es derzeit weniger zum großen Einkaufen, dafür aber verstärkt zum Bummeln, Treffen oder Essen mit Freunden. Genau das berichten auch Händler in der Innenstadt, die einen verhaltenen Start ins Weihnachtsgeschäft wahrgenommen haben, obwohl auf den Märkten selbst reger Betrieb herrschte.

Ob die kommenden milden Tage daran etwas ändern, bleibt offen. Branchenweit zeigt sich ein klares Muster: Regen bremst Spontanbesuche deutlich, milde Temperaturen hingegen wirken eher neutral. Das heißt: Solange es trocken bleibt, profitieren viele Märkte sogar davon, dass Besucher abends gerne länger draußen bleiben – auch ohne winterlichen Schneeglanz.

Was Studien und Erfahrungen zu Wetter und Weihnachtsmärkten zeigen

Deutschlandweit gibt es bislang nur wenige umfassende Untersuchungen, die Besucherzahlen direkt mit Temperaturen verknüpfen. Einzelne Städte liefern jedoch Erfahrungswerte, die auch für Münster relevant sein können:
Starker Regen dämpft die Besucherzahlen spürbar, während milde, trockene Tage eher stabile Frequenzen bringen. In manchen Jahren haben Städte trotz herbstlicher Witterung sogar Rekordzahlen gemeldet. Auffällig ist außerdem, dass Wochenenden und besondere Programmpunkte für die Frequenz oft entscheidender sind als zwei oder drei Grad Unterschied beim Thermometer.

Der Deutsche Wetterdienst beschreibt „optimales Weihnachtsmarkt-Wetter“ zwar als kalt und trocken, doch die Realität der vergangenen Jahre zeigt: Auch ohne Frost finden viele Weihnachtsmärkte ausreichend Zuspruch – entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aus Stimmung, Angebot und Witterung.

Blick auf die kommenden Tage: Mild, grau und immer wieder windig

Für Münster bedeutet die aktuelle Prognose:

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  • Heute: um 10 Grad, überwiegend bewölkt.

  • Montag bis Mittwoch: ungewöhnlich mild mit Höchstwerten bis 14 Grad, stellenweise windig.

  • Donnerstag: leichte Abkühlung auf rund 10 Grad, teils freundlich.

  • Freitag: stabil um 11 Grad.

  • Samstag: erneut um 10 Grad, einzelne Schauer möglich.

Damit bleibt es für einen Dezember bemerkenswert warm. Ein winterlicher Umschwung ist nach jetzigem Stand zunächst nicht in Sicht.

Was das für Münster bedeutet

Während Kinder und Romantiker weiter auf ein winterliches Adventsbild warten, könnte sich das milde Wetter für Gastronomen und Glühweinbuden durchaus positiv auswirken – zumindest unter der Woche, wenn es trocken bleibt. Ein echter Besucherknick ist durch die Temperaturen allein nicht zu erwarten. Entscheidend wird sein, wie sich das Wetter an den Adventswochenenden entwickelt und ob die Stadt im Endspurt Richtung Weihnachten noch einmal Impulse für Handel und Gastronomie erhält.

Wer dieser Tage über den Weihnachtsmarkt schlendert, erlebt Münster also eher im spätherbstlichen Modus. Doch auch ohne Frost bleibt die Vorweihnachtszeit ein starkes Zugpferd – und Münster zeigt Jahr für Jahr, dass Stimmung nicht zwingend an Schnee gebunden ist.

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