
In Münster wird es am heutigen Donnerstag laut: Beim bundesweiten Warntag werden ab 11 Uhr insgesamt 70 Sirenen im Stadtgebiet getestet. Gleichzeitig erhalten viele Menschen eine Probewarnung direkt auf ihr Smartphone. Damit soll überprüft werden, ob Sirenen, Cell Broadcast, Warn-Apps und weitere Informationswege im Ernstfall zuverlässig funktionieren.
Der Sirenentest erfolgt in drei Schritten. Zunächst ist für eine Minute ein gleichbleibender Dauerton zu hören, der für Entwarnung steht. Anschließend folgt das eigentliche Warnsignal mit einem an- und abschwellenden Heulton. Beendet wird der Probealarm erneut durch einen einminütigen Dauerton zur Entwarnung.
Wer die Sirenen heute hört, muss deshalb zunächst nichts unternehmen. Es handelt sich um einen angekündigten Probealarm. Im Ernstfall sollen Sirenen vor allem auch Menschen erreichen, die gerade kein Smartphone bei sich haben oder deren Gerät ausgeschaltet ist.
Parallel zu den Sirenen werden die Warn-App NINA und das Cell-Broadcast-System getestet. Über Cell Broadcast können Warnmeldungen ohne zuvor installierte App direkt auf geeigneten Smartphones erscheinen.
Nach Angaben der Stadt funktioniert das bei Geräten mit Android ab Version 11 sowie bei iPhones ab iOS 16.1. Das Smartphone muss eingeschaltet sein und darf sich nicht im Flugmodus befinden.
Die verschiedenen Warnwege sollen sich ergänzen: Während Sirenen zunächst Aufmerksamkeit erzeugen, können Warnungen auf Smartphones konkrete Informationen zur Gefahrenlage und zum richtigen Verhalten liefern.
In Münster werden am Warntag zudem weitere Informationswege getestet. Im Krisenfall können unter anderem Radiosender Warnungen und Verhaltensempfehlungen verbreiten. Die Feuerwehr Münster kann sich bei Bedarf direkt in das Programm von Antenne Münster einschalten. Auch diese technische Möglichkeit soll beim heutigen Warntag überprüft werden.
Der an- und abschwellende Heulton ist das eigentliche Warnsignal. Wer diesen außerhalb eines angekündigten Probealarms hört, sollte sich über die aktuelle Gefahrenlage informieren und Hinweise der Behörden beachten.
Ein gleichbleibender Dauerton bedeutet dagegen Entwarnung. Beim heutigen Test ist die Abfolge daher: Entwarnung – Warnung – Entwarnung.
Stadt und Feuerwehr nutzen den Warntag außerdem, um auf die persönliche Krisenvorsorge aufmerksam zu machen. Haushalte sollten nach bundesweiten Empfehlungen mindestens drei Tage möglichst eigenständig überbrücken können, idealerweise sogar bis zu zehn Tage.
Zur Grundausstattung gehören unter anderem Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Taschenlampen, ein batteriebetriebenes Radio, Powerbanks, notwendige Medikamente und Erste-Hilfe-Material. Auch Bargeld und wichtige Dokumente können im Krisenfall hilfreich sein.
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