Warum Autos im Münsterland liegen bleiben: ADAC zählt mehr als 44.000 Pannen

Ein schrecklicher Vorfall ereignete sich in Ochtrup, als ein Paket auf dem Gehweg explodierte und einen 58-Jährigen schwer verletzte. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus.
Foto: Thomas Wolter

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Münster. Wenn ein Auto plötzlich nicht mehr startet oder mitten auf der Straße stehen bleibt, liegt die Ursache erstaunlich oft in einem kleinen Bauteil. Die aktuelle Pannenstatistik des ADAC zeigt, dass im Jahr 2025 erneut die Batterie der häufigste Grund für liegengebliebene Fahrzeuge war. Auch im Münsterland mussten die Pannenhelfer wieder zehntausendfach ausrücken.

Zahl der Einsätze im Münsterland bleibt stabil

Nach den aktuellen Zahlen wurden im Münsterland im vergangenen Jahr 44.099 Pannenhilfen registriert. Damit bewegte sich die Zahl der Einsätze nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. 2024 waren es 44.211 Einsätze gewesen.

Auch in der größeren Region Westfalen-Lippe blieb die Zahl der Pannen hoch. Dort stieg die Gesamtzahl leicht von 338.788 auf 340.110 Einsätze. Insgesamt zeigt die Statistik damit eine weiterhin hohe Nachfrage nach mobiler Hilfe im Straßenverkehr.

Defekte Batterie bleibt größter Schwachpunkt

Der Blick auf die Ursachen der Pannen zeigt ein klares Bild. In knapp der Hälfte aller Fälle war eine entladene oder beschädigte Batterie dafür verantwortlich, dass ein Fahrzeug nicht mehr weiterfahren konnte.

Andere technische Probleme spielen eine deutlich kleinere Rolle. Etwa ein Fünftel der Einsätze hing mit Motor oder Motormanagement zusammen. Weitere Ursachen waren Störungen im Bordnetz oder Probleme mit Anlasser und Generator.

Damit bestätigt sich ein Trend, der seit Jahren zu beobachten ist. Trotz immer komplexerer Technik bleibt die klassische Starterbatterie eine der anfälligsten Komponenten eines Autos.

Mehr Einsätze bei Elektro- und Hybridautos

Mit der wachsenden Zahl elektrifizierter Fahrzeuge steigt auch deren Anteil in der Pannenstatistik. ADAC-Pannenhelfer unterstützten im vergangenen Jahr mehr als 50.000 reine Elektroautos. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von über 15 Prozent.

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Zusätzlich kamen knapp 60.000 Einsätze bei Hybridfahrzeugen hinzu. Auch hier lag die Ursache häufig nicht im Antrieb selbst, sondern bei der klassischen Starterbatterie, die weiterhin viele Fahrzeugfunktionen steuert.

Kälte sorgte für besonders viele Einsätze

Ein besonders arbeitsreicher Tag für die Pannenhelfer war der 13. Januar 2025. Starke Minusgrade führten damals zu einer ungewöhnlich hohen Zahl liegengebliebener Fahrzeuge. An diesem Tag wurden in Nordrhein-Westfalen über 5.000 Einsätze gezählt.

Über das gesamte Jahr hinweg rückten die ADAC-Helfer landesweit rund 971.000 Mal aus. Das entspricht durchschnittlich etwa 2.660 Einsätzen pro Tag.

Pannenhilfe inzwischen auch für Fahrräder

Neben Autos spielen inzwischen auch Fahrräder eine Rolle in der Statistik. In Nordrhein-Westfalen verzeichnete der ADAC im Jahr 2025 insgesamt 4.670 Einsätze bei Fahrrädern. Das bedeutet ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.

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