Wünschewagen Münster erhält Spende für letzte Herzenswünsche

Der ASB-Wünschewagen Münster erhält 4800 Euro vom Soroptimist-Club Detmold. Drei neue Wunschfahrten werden ermöglicht.
ITW Münster, CC BY-SA 2.0 DE, via Wikimedia Commons

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Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Münster darf sich über Unterstützung aus Detmold freuen: Der dortige Soroptimist-Club hat dem Wünschewagen Nordrhein-Westfalen eine Spende in Höhe von 4800 Euro übergeben. Mit dem Geld können nach Angaben des ASB drei weitere Wunschfahrten für schwerkranke Menschen finanziert werden. Das Projekt mit Sitz in Münster erfüllt seit mehr als elf Jahren letzte Herzenswünsche von Menschen in ihrer letzten Lebensphase – ob ein Besuch am Meer, im Fußballstadion oder bei Angehörigen.

Münsteraner Projekt mit landesweiter Bedeutung

Der Wünschewagen NRW ist beim ASB Münster angesiedelt und wird von dort aus für die Region Westfalen koordiniert. Seit Juli 2018 ist der Wünschewagen Westfalen aktiv, das speziell ausgestattete Fahrzeug wurde im Sommer 2019 in Münster in Dienst gestellt. Das Angebot richtet sich an Menschen, die unheilbar krank sind und sich noch einmal etwas Besonderes wünschen.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer planen jede Fahrt individuell. Ärztlich geschulte Begleitpersonen sorgen für die notwendige medizinische Betreuung während der Reise. Alle Fahrten sind für die Fahrgäste und eine Begleitperson kostenfrei. Im vergangenen Jahr wurden landesweit 376 Wunschfahrten organisiert, insgesamt legten die Fahrzeuge 87.296 Kilometer zurück. 351 Ehrenamtliche engagierten sich für das Projekt – viele davon in und um Münster.

Spende aus Detmold finanziert drei neue Wunschfahrten

Die 4800 Euro stammen aus einer Benefizaktion auf dem Detmolder Weihnachtsmarkt. Zwölf Tage lang verkauften die Mitglieder des Soroptimist-Clubs gemeinsam mit den „Land-Wirten“ Suppen und Heißgetränke für den guten Zweck. Der Erlös geht nun an den ASB Münster, der das Geld direkt für drei neue Wunschfahrten einsetzen kann. Eine Fahrt kostet im Durchschnitt rund 1500 Euro – abhängig von Strecke, medizinischem Aufwand und Betreuung.

Der Wünschewagen erfüllt dabei ganz unterschiedliche Träume: Manche möchten ein letztes Mal das Meer sehen, andere wünschen sich eine Fahrt zu einem Fußballspiel oder ein Wiedersehen mit der Familie. Das Team des ASB Münster ermöglicht auch kleinere Herzenswünsche, wenn sie im Rahmen einer palliativen Betreuung liegen.

Ehrenamtliches Engagement und Unterstützung aus dem Münsterland

Das Projekt lebt von Spenden und ehrenamtlichem Engagement. Rund 350 Freiwillige aus Westfalen begleiten, planen oder fahren die Wunschreisen – darunter Pflegekräfte, Ärztinnen, Rettungssanitäter oder Helferinnen aus anderen sozialen Berufen. Der ASB Münster wirbt regelmäßig um Unterstützung: Schon kleine Spenden tragen dazu bei, dass weitere Wünsche erfüllt werden können.

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