
In Münster und ganz Deutschland werden an diesem Wochenende wieder die Uhren umgestellt. In der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026, endet die Sommerzeit. Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Damit gibt es eine zusätzliche Stunde in der Nacht. Während die Umstellung für viele Menschen vor allem längeren Schlaf bedeutet, kann sie bei Nachtfahrten mit Bus und Bahn sowie für den eigenen Schlafrhythmus Auswirkungen haben.
Die Zeitumstellung 2026 erfolgt am Sonntag, 25. Oktober, um 3 Uhr morgens. Zu diesem Zeitpunkt endet die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), und es gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), die umgangssprachlich als Winterzeit bezeichnet wird. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte den Termin am Donnerstag, 22. Oktober. Die neue Zeit gilt bis zum 28. März 2027, wenn die Uhren erneut um eine Stunde vorgestellt werden.
Eine Besonderheit gibt es beim Datum: Der letzte Sonntag im Oktober fällt in diesem Jahr auf den 25. Oktober und damit auf den frühestmöglichen Termin. Im vergangenen Jahr wurde die Uhr noch am 26. Oktober zurückgestellt. Für den Alltag bedeutet der Wechsel, dass es morgens nach der Uhrzeit zunächst früher hell wird, am Nachmittag und Abend dafür früher dunkel. Smartphones und viele andere digitale Geräte stellen sich normalerweise automatisch um. Bei herkömmlichen Uhren muss die Zeit dagegen von Hand angepasst werden.
Für Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr bringt die Zeitumstellung eine Besonderheit mit sich: Die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr kommt in der Nacht zum Sonntag zweimal vor. Verkehrsunternehmen müssen deshalb festlegen, ob Fahrten wiederholt, verschoben oder ausgelassen werden.
Wie unterschiedlich die Regelungen ausfallen können, zeigen aktuelle Mitteilungen aus anderen Städten. In Bremen fahren die Nachtlinien nach Angaben der Bremer Straßenbahn AG sowohl um 2.30 Uhr Sommerzeit als auch um 2.30 Uhr Winterzeit. In Freiburg verkehren die Stadtbahnen während der zusätzlichen Stunde weiter, während es bei einer Nachtbuslinie eine Abweichung gibt. Einzelne Verkehrsbetriebe warnen zudem vor vorübergehend fehlerhaften Angaben in digitalen Fahrplanauskünften.
Auch in Münster verkehren am Wochenende Nachtbusse. Die Stadtwerke Münster informieren auf ihrer Internetseite über den regulären Nachtverkehr, haben dort bislang aber keine gesonderten Hinweise zur Umstellung am 25. Oktober veröffentlicht. Wer in der betreffenden Nacht unterwegs ist, sollte deshalb seine konkrete Verbindung vor Fahrtantritt prüfen.
Seit Jahren wird in der Europäischen Union über ein Ende der halbjährlichen Zeitumstellung diskutiert. Bereits 2018 legte die Europäische Kommission einen Vorschlag zur Abschaffung vor. Das Europäische Parlament unterstützte diesen Vorstoß im März 2019 und sprach sich damals für ein Ende der Umstellung im Jahr 2021 aus. Umgesetzt wurde der Beschluss jedoch nicht.
Grund dafür ist die weiterhin fehlende Einigung unter den Mitgliedstaaten. Der Rat der Europäischen Union hat bislang keinen gemeinsamen Standpunkt zu dem Vorschlag verabschiedet. Nach Angaben des Rates gibt es auch keinen verbindlichen Zeitplan für eine endgültige Entscheidung. Damit bleibt die bisherige Regelung bestehen: In sämtlichen EU-Mitgliedstaaten werden die Uhren am letzten Sonntag im März vorgestellt und am letzten Sonntag im Oktober zurückgestellt.
Ein Streitpunkt ist die Frage, welche Zeit nach einer möglichen Abschaffung dauerhaft gelten soll. Die Mitgliedstaaten müssten sich auf ein abgestimmtes Vorgehen verständigen, damit innerhalb Europas keine problematischen Unterschiede bei den Uhrzeiten entstehen. Für Deutschland ist daher derzeit nicht absehbar, wann die letzte Zeitumstellung stattfinden könnte.
Die zusätzliche Stunde bedeutet nicht für jeden Menschen automatisch eine erholsamere Nacht. Der Wechsel kann den Schlaf-Wach-Rhythmus vorübergehend verändern. Manche Menschen reagieren mit Müdigkeit, Konzentrationsproblemen oder Schlafstörungen. Die Umstellung im Herbst gilt allerdings meist als weniger belastend als der Wechsel zur Sommerzeit im Frühjahr.
Auch im Straßenverkehr macht sich die neue Uhrzeit bemerkbar. Weil es am Nachmittag früher dunkel wird, fällt ein größerer Teil des Berufsverkehrs in die Dämmerung. Besonders auf Landstraßen und in Waldgebieten kann dadurch die Gefahr von Wildunfällen zunehmen. Verkehrsteilnehmer sollten sich auf veränderte Lichtverhältnisse einstellen und bei schlechten Sichtbedingungen besonders aufmerksam fahren.
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