Zoll entdeckt sieben Arbeitnehmer mit fremden Pässen

Bei einer Zollkontrolle im Kreis Steinfurt wurden sieben Männer mit fremden Ausweisen entdeckt. Gegen alle laufen Strafverfahren.
4.500 Euro stellte der Zoll bei einer Wohnungsdurchsuchung sicher, nachdem die Bewohner versucht hatten, sich mit falschen Ausweisen zu identifizieren.

Teilen:

Steinfurt. Bei Kontrollen in zwei Unternehmen im Kreis Steinfurt hat der Zoll sieben Arbeitnehmer angetroffen, die sich nach Angaben des Hauptzollamts Münster mit fremden Ausweisdokumenten auswiesen. Gegen alle sieben Männer wurden Strafverfahren eingeleitet. 

Die Prüfungen fanden zeitgleich in zwei Betrieben aus der Logistik- und Lebensmittelbranche statt. Nach Darstellung des Zolls fiel den Einsatzkräften auf, dass die kontrollierten Männer nicht mit den Personen auf den vorgelegten Dokumenten übereinstimmten.

Fremde Pässe bei Zollkontrolle vorgelegt

Die verwendeten Ausweisdokumente gehörten laut Hauptzollamt anderen Personen, die sich legal in Deutschland aufhalten und hier arbeiten dürfen. Für die sieben kontrollierten Arbeitnehmer habe dagegen keine entsprechende Aufenthaltserlaubnis vorgelegen.

„Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort erkannten jedoch schnell, dass die Personen vor ihnen nicht zu den vorgelegten Dokumenten passen“, erklärte Verena John, Sprecherin des Hauptzollamts Münster.

Nach Angaben des Zolls wurden daraufhin gegen alle sieben Männer Strafverfahren eingeleitet. Welche konkreten Straftatbestände ihnen letztlich vorgeworfen werden und wie die Verfahren ausgehen, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Ein Mann in Abschiebehaft, einer stellt Asylantrag

Nach der Kontrolle brachte der Zoll die sieben Männer zum zuständigen Ausländeramt. Einer von ihnen kam nach Angaben der Behörde unmittelbar in Abschiebehaft. Ein weiterer Mann stellte einen Asylantrag.

Die übrigen fünf Männer sollen Deutschland nach Darstellung des Hauptzollamts möglichst schnell verlassen. Über die konkreten ausländerrechtlichen Entscheidungen der zuständigen Behörden machte der Zoll keine weitergehenden Angaben.

Zoll durchsucht Unterkünfte und findet Bargeld

Im Anschluss an die Kontrollen wurden auch die Unterkünfte der Männer durchsucht. Dort fanden die Ermittler nach eigenen Angaben die tatsächlichen Ausweisdokumente der Beschäftigten sowie eine größere Menge Bargeld.

Das Geld wurde als sogenannte Sicherheitsleistung einbehalten. Es kann nach Angaben des Zolls verwendet werden, um eine mögliche Geldstrafe aus einem späteren Strafverfahren abzusichern.

Hauptzollamt warnt Arbeitgeber vor Ausweismissbrauch

Das Hauptzollamt Münster weist darauf hin, dass Fälle mit geliehenen oder fremden Ausweisdokumenten bereits mehrfach festgestellt worden seien. Arbeitgeber sollten deshalb bei Neueinstellungen prüfen, ob Person und vorgelegte Dokumente tatsächlich zusammenpassen.

„Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollten bei der Einstellung deshalb ganz genau hinschauen und sich im Zweifel bei uns melden“, erklärte John.

Gemeinsame Anstrengungen von Stadt und Polizei

Die Stadtverwaltung und die Polizei werden die Entwicklung am Servatiiplatz eng begleiten und, wenn nötig, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eingreifen. Die Stadt wird immer dann als Ordnungsbehörde tätig, wenn geltende Regeln verletzt und die öffentliche Sicherheit durch konkrete Verhaltensweisen von Personen gefährdet wird.

Wiederholte Polizeieinsätze am Servatiiplatz

Am Servatiiplatz kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst kürzlich gerieten dort zwei Männer in einen Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Die Polizei konnte die Kontrahenten trennen und hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet.

Ermittlungskommission der Polizei im Einsatz

Eine spezielle Ermittlungskommission der Polizei kümmert sich um den Servatiiplatz. In den vergangenen acht Wochen hat diese bereits 25 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde ein 22-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der im Verdacht steht, über einen längeren Zeitraum am Servatiiplatz mit Marihuana und Kokain gehandelt zu haben

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu