Zugverkehr rund um Münster weiter gestört: Ausfälle bis Montag

Bahnchaos im Münsterland: Neue Ausfälle bis Sonntagmorgen
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Nach den Sturmschäden vom Freitag bleibt die Lage im Bahnverkehr rund um Münster auch am Samstagabend (24. Oktober 2026) angespannt. Mehrere Regionalexpresslinien sind weiterhin von Einschränkungen betroffen. Zwischen Haltern am See und Recklinghausen blockiert ein Baum in der Oberleitung die Strecke. Auf der Linie RE 7 fallen zusätzlich Züge wegen kurzfristig erkrankten Personals aus. Auch Reisende in Richtung Emden müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Nach Angaben der Fahrgastinformation zuginfo.nrw können die wetterbedingten Störungen noch bis Sonntagmorgen andauern.

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Baum in Oberleitung: RE 2 und RE 42 betroffen

Besonders wichtig für Fahrgäste aus Münster ist die Streckensperrung zwischen Haltern am See und Recklinghausen Hauptbahnhof. Dort liegt nach Angaben der Fahrgastinformation ein Baum in der Oberleitung. Die Sperrung besteht seit Freitagabend, 23. Oktober, um 22.21 Uhr. Als voraussichtliches Ende wurde zuletzt Samstag, 24. Oktober, um 23 Uhr genannt.

Die Verbindung gehört zu einer wichtigen Bahnstrecke zwischen Münster und dem Ruhrgebiet. Betroffen sind insbesondere die Linien RE 2, die Münster über Gelsenkirchen und Essen mit dem Rheinland verbindet, sowie RE 42 zwischen Münster, Gelsenkirchen und dem Niederrhein. Auch die Linie RE 41 zwischen Bochum und Haltern am See ist von der Sperrung betroffen.

Die Probleme sind Teil der umfangreichen Sturmschäden im Bahnverkehr des Münsterlandes. Bereits am Freitagabend hatten umgestürzte Bäume unter anderem die Bahnverbindungen zwischen Drensteinfurt und Hamm sowie zwischen Coesfeld und Epe beeinträchtigt. Die Auswirkungen des Sturmtiefs Luise waren auch am Samstag noch zu spüren.

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Nach dem überregionalen Störungshinweis vom Samstag um 21.54 Uhr sind neben RE 2 und RE 42 zahlreiche weitere Linien in Nordrhein-Westfalen von möglichen Verspätungen und Zugausfällen betroffen. Dazu zählen RE 4, RE 6, RE 7, RE 10, RE 19, RB 34, RB 36, RB 51 sowie die S-Bahn-Linien S 8, S 9 und S 28. Die Sammelmeldung gilt nach der übermittelten Prognose bis Sonntag, 25. Oktober, um 7.31 Uhr. Das bedeutet allerdings nicht, dass jede aufgeführte Linie auf ihrem gesamten Laufweg ausfällt.

RE 7: Mehrere Zugverbindungen nach Münster gestrichen

Zusätzlich zu den Sturmschäden kommt es auf dem RE 7 zu personell bedingten Ausfällen. Nach Angaben von zuginfo.nrw sind mehrere Fahrten wegen kurzfristiger Erkrankungen vollständig gestrichen worden. Betroffen sind unter anderem die Verbindungen von Krefeld Hauptbahnhof nach Münster Hauptbahnhof mit planmäßiger Abfahrt um 18.35 Uhr und 19.35 Uhr sowie die Fahrt von Münster nach Krefeld um 16.35 Uhr.

Die beiden aus Krefeld kommenden Züge sollten Münster planmäßig um 21.22 Uhr beziehungsweise 22.22 Uhr erreichen. Beide Verbindungen wurden als Komplettausfall gemeldet. Fahrgästen empfiehlt die Fahrgastinformation, nachfolgende reguläre Verbindungen zu nutzen. Die Einschränkungen auf dem RE 7 waren zunächst bis zum späten Samstagabend angekündigt.

Für Reisende ist dabei wichtig, zwischen den unterschiedlichen Ursachen zu unterscheiden. Während auf mehreren Bahnstrecken beschädigte Oberleitungen und umgestürzte Bäume für Probleme sorgen, hängen die genannten Ausfälle des RE 7 mit fehlendem Personal zusammen. Sie sind damit nicht unmittelbar auf den Sturm zurückzuführen.

RE 15: Zwischen Rheine und Meppen fahren Ersatzbusse

Auch nördlich von Münster bleibt der Regionalverkehr eingeschränkt. Auf der Linie RE 15 zwischen Münster, Rheine und Emden können Züge wegen einer Weichenreparatur nicht durchgehend verkehren. Die Störung besteht bereits seit dem 20. Oktober. Nach der aktuellen Prognose sollen die Einschränkungen bis Montag, 26. Oktober, um 6 Uhr dauern.

Die Züge aus Münster enden und beginnen in Rheine, während die Verbindungen aus Emden nur bis Meppen fahren. Zwischen Rheine und Meppen ist deshalb ein Schienenersatzverkehr mit Bussen des Unternehmens Husmann Reisen eingerichtet. Einzelne spätabendliche Fahrten sind laut Störungsmeldung von den Einschränkungen ausgenommen.

Zusätzlich entfallen Zugverbindungen zwischen Emden Hauptbahnhof und Emden Außenhafen. Auch dort steht ein Ersatzverkehr zur Verfügung. Reisende sollten insbesondere bei Anschlüssen in Rheine und bei längeren Fahrten Richtung Nordsee zusätzliche Zeit einplanen.

Unabhängig von der aktuellen Weichenstörung steht auf der Bahnstrecke zwischen Münster und Rheine im kommenden Jahr eine deutlich umfangreichere Unterbrechung bevor. Wie ms-aktuell.de berichtet, soll die Verbindung vom 16. Oktober bis zum 11. Dezember 2027 wegen Bauarbeiten acht Wochen lang vollständig für den regulären Personenverkehr gesperrt werden.

Was Fahrgäste am Sonntag beachten sollten

Die aktuelle Lage zeigt, dass sich im Münsterland mehrere voneinander unabhängige Störungen überlagern. Zu den unmittelbaren Folgen des Herbststurms kommen Reparaturarbeiten an der Infrastruktur und kurzfristige Personalausfälle. Dadurch können auch Reisende betroffen sein, deren Verbindung nicht unmittelbar über einen gesperrten Streckenabschnitt führt.

Wer am späten Samstagabend oder am Sonntagmorgen mit der Bahn unterwegs ist, sollte deshalb unmittelbar vor der Abfahrt den tatsächlichen Zuglauf kontrollieren. Aktuelle Auskünfte bieten zuginfo.nrw und die Reiseauskunft der Deutschen Bahn. Insbesondere bei Umstiegen zwischen Regionalexpresszügen und Ersatzbussen können sich die Reisezeiten erheblich verändern.

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