
Münster/Schwerin. Der USC Münster hat in der Volleyball-Bundesliga seine zweite Niederlage in Folge kassiert. Am Samstagabend, 31. Oktober 2026, unterlagen die Münsteranerinnen beim Tabellenführer SSC Palmberg Schwerin mit 0:3 (12:25, 19:25, 20:25). Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Matthias Pack im zweiten und dritten Satz durchaus Chancen, die Begegnung offener zu gestalten. Nach 76 Minuten stand dennoch ein klarer Erfolg für den weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter fest.
Vor 1.833 Zuschauern in der Palmberg Arena fand Münster zunächst nur schwer ins Spiel. Schwerin setzte die Gäste mit druckvollen Angriffen und einer stabilen Blockarbeit unter Druck. Der erste Satz ging deutlich mit 25:12 an die Gastgeberinnen. Anschließend steigerte sich der USC und gestaltete die Begegnung zunehmend ausgeglichener.
Im zweiten Durchgang kämpften sich die Münsteranerinnen nach einem Rückstand zurück und gingen mit 18:16 in Führung. Doch Schwerin antwortete mit acht Punkten in Folge und entschied auch diesen Satz mit 25:19 für sich. Besonders ärgerlich aus Münsteraner Sicht war, dass die Mannschaft ihre zwischenzeitlich erfolgreiche Spielweise in dieser entscheidenden Phase nicht fortsetzen konnte.
Auch im dritten Satz blieb die erhoffte Wende aus. Münster spielte zunächst deutlich mutiger, führte zeitweise mit drei Punkten und lag zwischenzeitlich mit 17:14 vorne. Schwerin drehte den Rückstand jedoch erneut und setzte sich schließlich mit 25:20 durch. Den entscheidenden Punkt erzielte ausgerechnet die frühere Münsteranerin Marije ten Brinke.
Für Schwerin war es der sechste Sieg im sechsten Saisonspiel. Das Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine war bereits das 123. Bundesliga-Duell.
USC-Trainer Matthias Pack sah insbesondere im ersten Durchgang Verbesserungspotenzial. „Im ersten Satz hätten wir mehr Risiko eingehen müssen. Das war danach besser“, erklärte er nach Vereinsangaben. Seine Mannschaft habe sich zwar gesteigert, letztlich aber nicht genügend Druck entwickelt. „Wir haben unter dem Strich nicht die Power gezeigt, die heute nötig gewesen wäre“, sagte Pack. Dennoch wäre aus seiner Sicht zumindest ein Satzgewinn möglich gewesen.
Auch Zuspielerin Emilia Jordan bemängelte die fehlende Konstanz. „Phasenweise hat uns einfach der Mut gefehlt“, erklärte sie nach der Partie. Gegen einen Gegner wie Schwerin müsse die Mannschaft über längere Zeit auf hohem Niveau spielen.
Beste Münsteraner Punktesammlerin war Isabel „Bel“ Zimmerman mit 13 Zählern. Sie wurde zugleich als wertvollste Spielerin ihres Teams ausgezeichnet. Leana Zuvic erzielte acht Punkte, Kapitänin Esther Spöler kam auf fünf.
Die Statistik verdeutlicht die Unterschiede zwischen beiden Mannschaften. Während Schwerin eine Angriffsquote von 50 Prozent erreichte, kam Münster lediglich auf 26 Prozent. Auch im Block waren die Gastgeberinnen mit zwölf Punkten deutlich erfolgreicher als der USC, der vier Blockpunkte verbuchte. Bei den direkten Aufschlagpunkten lag Münster dagegen mit 5:2 vorne.
Für den USC Münster endet damit eine schwierige englische Woche. Bereits am Mittwoch hatte die Mannschaft ihr Heimspiel gegen Allianz MTV Stuttgart mit 1:3 verloren. Innerhalb von vier Tagen musste sich Münster somit gleich zwei der stärksten Mannschaften der Bundesliga geschlagen geben.
Nach sechs Begegnungen stehen die Green Kalinen bei vier Siegen und zwei Niederlagen. In der Tabelle belegt der USC weiterhin den vierten Platz. Trainer Pack verwies nach der Partie darauf, dass seine Mannschaft auch gegen die Spitzenteams Möglichkeiten gehabt habe. Diese müssten allerdings konsequenter genutzt werden, um solche Begegnungen erfolgreich zu gestalten.
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht. Am kommenden Samstag, 7. November 2026, steht bereits die nächste wichtige Aufgabe an. Im Achtelfinale des DVV-Pokals trifft der USC Münster auf die Roten Raben Vilsbiburg.
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