Trockene Augen am Bildschirm: Was im Heizungsalltag helfen kann

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Grzegorz Walczak

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Am Nachmittag brennen die Augen, die Lider fühlen sich schwer an und jeder Blick auf den Monitor wird unangenehm. Trockene Augen am Bildschirm sind gerade in beheizten Räumen ein häufiges Problem. Die Lösung besteht aber nicht automatisch in irgendeinem Tropfen gegen rote Augen. Zunächst lohnt ein Blick auf Arbeitsbedingungen und Beschwerden.

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Trockene Augen am Bildschirm entstehen oft durch weniger Blinzeln

Wer konzentriert liest oder arbeitet, blinzelt häufig seltener. Der Tränenfilm wird dadurch weniger regelmäßig über die Augenoberfläche verteilt. Trockene Raumluft und direkter Luftzug können die Beschwerden verstärken. Auch Kontaktlinsen, Medikamente oder Erkrankungen kommen als zusätzliche Faktoren infrage.

Das Bundesgesundheitsportal beschreibt unter anderem Brennen, Sandkorngefühl und müde Augen. Selbst vermehrtes Tränen kann dazugehören. Diese Symptome erlauben jedoch keine sichere Selbstdiagnose. Wer dauerhaft Beschwerden hat, sollte die Ursache augenärztlich klären lassen.

Kurze Sehpausen bewusst einbauen

Die Augenklinik des Universitätsklinikums Freiburg empfiehlt regelmäßige Fernblicke und bewusstes Blinzeln. Als Merkhilfe nennt sie die 20-20-6-Regel: etwa alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas in rund sechs Metern Entfernung schauen. Es geht darum, den dauernden Nahblick zu unterbrechen.

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Eine Pause muss nicht lang sein, um sich im Arbeitsablauf verankern zu lassen. Nutzen Sie etwa das Ende eines Telefonats oder eines bearbeiteten Vorgangs als Signal. Wer den Monitor verlässt und sofort auf das Handy schaut, wechselt dagegen hauptsächlich das Gerät, nicht die Sehaufgabe.

Monitor, Licht und Sehhilfe prüfen

Der Berufsverband der Augenärzte empfiehlt einen Bildschirm ohne störende Spiegelungen und einen passenden Abstand, häufig etwa 50 bis 80 Zentimeter. Der Monitor sollte nicht zu hoch stehen. Seine Anordnung quer zur Fensterfläche kann Reflexionen verringern.

Vergrößern Sie kleine Schrift, statt sich dauerhaft nach vorne zu beugen. Prüfen Sie außerdem, ob die vorhandene Brille zur Arbeitsentfernung passt. Eine Sehkorrektur, die beim Lesen eines Buches angenehm ist, muss am weiter entfernten Bildschirm nicht optimal sein. Die passende Lösung lässt sich in der augenärztlichen Untersuchung besprechen.

Augentropfen gezielt auswählen

Benetzende Tropfen können Beschwerden lindern. Mittel, die nur die Rötung durch Gefäßverengung vermindern, sind bei trockenen Augen dagegen keine gute Standardlösung: Laut Bundesgesundheitsportal können sie die Beschwerden verstärken. Lassen Sie sich zum passenden Präparat beraten, besonders bei regelmäßiger Anwendung oder Kontaktlinsen.

Setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenständig ab, auch wenn Trockenheit als Nebenwirkung infrage kommt. Notieren Sie für den Termin lieber, seit wann die Beschwerden bestehen und welche Mittel Sie einnehmen. So lässt sich gezielter nach Zusammenhängen suchen.

Plötzliche Sehprobleme nicht als Bildschirmmüdigkeit abtun

Ein plötzlicher Sehverlust, deutliche Sehverschlechterung, starke Schmerzen oder eine Augenverletzung brauchen umgehend medizinische Abklärung. Darauf weist unter anderem die Augenklinik des Universitätsklinikums Dresden hin. In solchen Fällen ist Abwarten mit zusätzlichen Pausen nicht ausreichend. Auch anhaltende, zunehmende oder einseitige Beschwerden gehören untersucht.

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