Fast 8.000 Euro für Fridolin: Neuer Esel-Freund bereits in Sicht

Poitou-Esel Freddy aus Münster ist gestorben. Das Institut für Theologische Zoologie sucht nun einen neuen Partner für Fridolin.
Foto: nstitut für Theologische Zoologie (ITZ) am Haus Mariengrund in Münster-Gievenbeck

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Münster-Gievenbeck. Die Hilfsbereitschaft für Poitou-Esel Fridolin in Münster-Gievenbeck ist groß: Innerhalb weniger Tage sind bei einer Spendenaktion des Instituts für Theologische Zoologie (ITZ) fast 8.000 Euro zusammengekommen. Damit wurde der ursprünglich genannte Finanzierungsbedarf von 7.000 Euro bereits überschritten. Gleichzeitig gibt es offenbar einen möglichen neuen Gefährten für Fridolin.

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Spendenziel für Fridolin nach wenigen Tagen übertroffen

Die GoFundMe-Kampagne „Ein neuer Gefährte für Fridolin!“ war am 13. August gestartet worden. Bis Montagnachmittag, 17. August, wurden dort 7.960 Euro von 160 Spenderinnen und Spendern angezeigt. Ursprünglich hatte das Institut einen Bedarf von 7.000 Euro genannt. Finanziert werden sollten damit unter anderem die Anschaffung eines neuen Esels, der Transport, die tierärztliche Erstversorgung, der Hufschmied und die Eingewöhnung.

Das auf GoFundMe sichtbare Kampagnenziel wurde inzwischen auf 11.000 Euro erhöht. Das bedeutet: Der ursprüngliche Finanzierungsbedarf ist gedeckt, das aktuell angezeigte Gesamtziel der Kampagne aber noch nicht erreicht. Zusätzliche Spenden sollen nach Angaben des Instituts unter anderem in weitere Paddock-Platten, einen Lamellenvorhang und ein neues Dach für den Unterstand fließen.

Matteo könnte Fridolins neuer Gefährte werden

Besonders spannend ist, dass bereits ein möglicher neuer Partner für Fridolin gefunden wurde. Nach Angaben des ITZ handelt es sich um den vierjährigen Poitou-Wallach Matteo. Fridolin und Matteo sollen sich am Sonntag, 16. August, erstmals beschnuppert haben.

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Ob Matteo dauerhaft in Münster-Gievenbeck bleibt, ist allerdings noch offen. Zunächst muss beobachtet werden, ob die beiden Tiere miteinander harmonieren. Das Institut möchte Fridolin möglichst schnell wieder mit einem Artgenossen zusammenbringen. Esel gelten als ausgeprägt soziale Tiere und sollten nicht dauerhaft allein gehalten werden. Nach Darstellung des Instituts zeigte Fridolin nach dem Tod seines langjährigen Gefährten Freddy unter anderem eine ungewohnte Unruhe und suchte verstärkt die Nähe des Teams.

Freddy starb Anfang August völlig unerwartet

Fridolins Halbbruder Freddy war am 7. August 2026 an einer Dünndarmverschlingung gestorben. Beide Tiere hatten seit April 2017 gemeinsam am Haus Mariengrund in Münster gelebt. Zuvor waren die Poitou-Esel in der Steveraue bei Olfen untergebracht.

Mehr als neun Jahre waren Freddy und Fridolin damit gemeinsam in Münster. Beim Institut für Theologische Zoologie gehörten sie nicht nur zum Tierbestand, sondern wurden auch in Bildungs- und Begegnungsangebote eingebunden. Das ITZ bezeichnet die Esel unter anderem als „Co-Therapeuten“ und nutzt die Begegnungen mit ihnen bei Angeboten für Kinder, Erwachsene und Studierende.

Poitou-Esel gehören zu einer seltenen Rasse

Poitou-Esel fallen vor allem durch ihre Größe und ihr langes, zotteliges Fell auf. Die ursprünglich aus Frankreich stammende Rasse war zeitweise akut vom Aussterben bedroht. Nach Angaben der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen gab es Anfang der 1970er-Jahre nur noch wenige Dutzend reinrassige Tiere.

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