
Dortmund. Ein schwerer Unfall mit einem Feuerwerkskörper hat sich am Samstagnachmittag im Dortmunder Norden ereignet. Nach Polizeiangaben wurde ein zehnjähriger Junge durch eine Böllerexplosion schwer verletzt. Der Vorfall beschäftigt seitdem die Polizei Dortmund, die wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand hielten sich der zehnjährige Junge und ein neunjähriger Freund am Samstagnachmittag gemeinsam auf einem Spielplatz im Dortmunder Norden auf. Dort soll es zu einem Kontakt mit einem Jugendlichen gekommen sein. Nach Polizeiangaben erhielt der zehnjährige Junge von diesem Jugendlichen einen Feuerwerkskörper. Der Böller wurde demnach in den Händen des Kindes gezündet. Kurz darauf kam es zur Explosion.
Die Polizei macht bislang keine Angaben dazu, um welche Art von Feuerwerkskörper es sich genau gehandelt hat oder aus welchem Anlass dieser mitgeführt wurde. Fest steht nach den bisherigen Erkenntnissen, dass der Knallkörper in unmittelbarer Nähe des Kindes detonierte. Der Spielplatz wurde im Anschluss an den Vorfall von Einsatzkräften abgesichert, um den Sachverhalt aufzunehmen und mögliche Spuren zu sichern.
Die Ermittler prüfen derzeit, wie es zu der Übergabe des Böllers kommen konnte und ob der Jugendliche bewusst oder fahrlässig gehandelt hat. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Umgang mit Feuerwerkskörpern für Kinder grundsätzlich gefährlich ist und gesetzlichen Beschränkungen unterliegt. Der genaue Ablauf wird nun anhand von Zeugenaussagen rekonstruiert. .
Der zehnjährige Junge erlitt nach Angaben der Polizei schwere Verletzungen an beiden Händen, im Gesicht sowie im Bauchbereich. Er wurde nach dem Unfall umgehend in ein Krankenhaus gebracht und dort medizinisch versorgt. Über den aktuellen Gesundheitszustand des Kindes machten die Behörden zunächst keine weiteren Angaben.
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Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Erste Ermittlungen führten zu Hinweisen auf einen 14-jährigen Jugendlichen aus Dortmund. Ob gegen ihn bereits konkrete Maßnahmen ergriffen wurden, ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an, weitere Details sollen nach Abschluss der ersten Befragungen bekanntgegeben werden.