
Münsterland. Junge Forscherinnen und Forscher aus Münster und dem gesamten Münsterland haben beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht junior“ 2026 eindrucksvoll ihr Können gezeigt. Austragungsort war der Technologie-Campus Steinfurt der Fachhochschule Münster. Dort präsentierten Schülerinnen und Schüler bis 14 Jahre ihre Projekte in den Fachgebieten Chemie, Biologie, Physik, Technik, Mathematik/Informatik sowie Geo- und Raumwissenschaften.
Die Bandbreite der Themen zeigt, wie vielseitig wissenschaftliche Neugier bereits im frühen Alter sein kann. Es ging um leuchtende Materialien, nachhaltige Papieralternativen, die Auswirkungen von blauem Licht auf den Schlaf, Strömungsphänomene, piezoelektrische Stromerzeugung oder die Simulation biologischer Prozesse. Viele Arbeiten verbanden klassische Naturwissenschaft mit digitalen Methoden und Programmierung.
Den ersten Preis im Fachgebiet Chemie sicherten sich Theresa Johanna Kremer, Lil Symanowski und Franziska Clara Supe vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Münster. Ihr Projekt „Phosphoreszierender Sternenhimmel“ beschäftigte sich mit Materialien, die Licht speichern und zeitversetzt wieder abgeben können.
Einen zweiten Preis erhielten Emilia Nawrath, Anni Dömer und Esther Uepping vom Kardinal-von-Galen-Gymnasium Hiltrup für ihre Untersuchung zur natürlichen und chemischen Herstellung von Farben. Den dritten Preis holten Moritz Wilmer, Henk Diepenbrock und Vincent Averbeck vom Gymnasium Augustinianum Greven mit der Frage, warum Birkenrinde besonders gut brennt.
Im Bereich Mathematik/Informatik gewann Haiyan Sturm vom Pascal-Gymnasium Münster mit einer programmierten Simulation zur Regulation des Blutzuckerspiegels. Das Projekt verband medizinische Fragestellungen mit algorithmischer Modellierung und zeigte, wie komplexe biologische Prozesse digital abgebildet werden können.
Justus Gotthardt und Max Bünger vom Gymnasium St. Mauritz Münster überzeugten im Fach Physik mit ihrem Projekt „VorteXplorer“ und erhielten den ersten Preis. Sie untersuchten Strömungsphänomene und machten diese experimentell nachvollziehbar.
Weitere ausgezeichnete Arbeiten befassten sich unter anderem mit dem Bau einer Wasserrakete sowie mit der Frage, ob piezoelektrische Materialien künftig zur Stromerzeugung genutzt werden können.
Im Fach Biologie wurde unter anderem Emilio Meerheim Guarin vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Münster ausgezeichnet. Er untersuchte umweltfreundliche Alternativen zu herkömmlichem Papier aus Holz. Ein weiteres Projekt aus der Region analysierte die Auswirkungen von blauem Licht auf den Schlaf. Zudem wurde eine Arbeit zur Keimgeschwindigkeit von Kresse unter unterschiedlichen Bedingungen mit einem Sonderpreis gewürdigt.
Im Bereich Geo- und Raumwissenschaften beschäftigte sich Ivan Arauzo Gerovska vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Münster mit der Quantifizierung von Kunststoffen im Wasser mithilfe künstlicher Bildauswertung. Ein weiteres Team untersuchte, welcher Boden sich besonders für das Konzept der sogenannten Schwammstadt eignet.
Im Fach Technik ging der erste Preis an Titus Masthoff, Jona Zumbusch und Samuel Koenen vom Clemens-Brentano-Gymnasium Dülmen. Ihr Projekt „Power-Vape“ setzte sich mit einer technischen Konstruktion auseinander, die die Jury überzeugte. Weitere Beiträge reichten von robotischen Lösungen bis hin zu aerodynamisch optimierten Flugmodellen.
Mit ihren Regionalsiegen qualifizieren sich die Erstplatzierten für den Landeswettbewerb Nordrhein-Westfalen. Von dort aus kann der Weg bis zum Bundeswettbewerb führen, der als Höhepunkt der Wettbewerbsrunde gilt.
Der Regionalwettbewerb im Münsterland zeigte erneut, wie hoch das wissenschaftliche Niveau an den Schulen der Region ist. Die ausgezeichneten Projekte belegen nicht nur Fachwissen, sondern auch Kreativität, Ausdauer und die Fähigkeit, komplexe Fragestellungen eigenständig zu bearbeiten.
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