
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden bekommt eine neue Spitze: Die Verbandsversammlung der EUREGIO hat Patrick Welman zum neuen Präsidenten gewählt. Der Bürgermeister der niederländischen Stadt Oldenzaal übernimmt das Amt für eine Amtszeit von vier Jahren.
Die Entscheidung fiel am Freitag, 30. Januar 2026, bei der Sitzung der Verbandsversammlung in der Bürgerhalle in Gronau. Nach übereinstimmenden Berichten wurde Welman einstimmig gewählt. Er war der einzige Kandidat für das Amt und tritt damit die Nachfolge von Joris Bengevoord, dem früheren Bürgermeister von Winterswijk, an.
Als Präsident leitet Patrick Welman künftig nicht nur die Verbandsversammlung, sondern steht auch dem EUREGIO-Rat und dem Vorstand vor. Damit kommt ihm eine zentrale Rolle bei der strategischen Ausrichtung des deutsch-niederländischen Kommunalverbands zu. Welman ist innerhalb der EUREGIO kein Neuling, sondern seit mehreren Jahren in verschiedenen Funktionen in die Arbeit des Verbands eingebunden.
In seiner Antrittsrede stellte Welman die besondere Bedeutung der EUREGIO heraus. Sie sei die älteste und zugleich eine der erfolgreichsten grenzüberschreitenden Kooperationen in Europa. Entscheidend sei dabei nicht allein die Zusammenarbeit von Verwaltungen oder Institutionen, sondern vor allem die Begegnung und Kooperation der Menschen beiderseits der Grenze.
Die EUREGIO ist ein deutsch-niederländischer Zweck- und Kommunalverband mit Sitz der Geschäftsstelle am Grenzübergang Gronau/Enschede. Das Verbandsgebiet erstreckt sich über rund 13.000 Quadratkilometer und umfasst etwa 3,4 Millionen Einwohner. Auf deutscher Seite gehören unter anderem Teile des Münsterlands sowie Regionen in Niedersachsen dazu, auf niederländischer Seite Gebiete in Overijssel, Gelderland und Drenthe. Dem Verband sind offiziell 128 Kommunen sowie mehrere Waterschappen angeschlossen.
Entstanden ist die EUREGIO Ende der 1950er-Jahre und gilt vielfach als erste Europaregion überhaupt. Die Verbandsversammlung tagt mindestens einmal jährlich, während der EUREGIO-Rat mit 84 Mitgliedern paritätisch aus beiden Ländern besetzt ist und den Vorstand wählt. Mit dem neuen Präsidenten beginnt nun ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
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