
Das AfD-Treffen in Detmold hat am Sonntag nicht nur am Hermannsdenkmal, sondern auch an den Externsteinen für Proteste und einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. Rund 350 Menschen versammelten sich nach übereinstimmenden Medienberichten am Vormittag am Denkmal, um gegen den angekündigten Auftritt von Parteivertretern zu demonstrieren. Die Polizei begleitete die Versammlungen in Detmold mit zahlreichen Einsatzkräften und trennte unterschiedliche Gruppen voneinander. Nach Angaben der Behörde blieb es bei verbalen Auseinandersetzungen, körperliche Übergriffe wurden nicht registriert.
Das Treffen war ursprünglich für den späten Vormittag am Hermannsdenkmal angekündigt worden. Während sich dort früh Demonstrierende einfanden und zwei Kundgebungen angemeldet waren, erschien die angekündigte Parteiprominenz nicht am Denkmal. Stattdessen verlagerte sich das Geschehen in eine andere Region des Kreises Lippe. Für viele Teilnehmende am Hermannsdenkmal blieb damit zunächst unklar, wo das interne Treffen tatsächlich stattfand.
Nach Medienangaben wurde die Zusammenkunft kurzfristig in den Bereich der Externsteine nahe Horn-Bad Meinberg verlegt, rund zehn Kilometer entfernt. Als möglicher Auslöser gilt die Absage eines ursprünglich vorgesehenen gastronomischen Treffpunkts. Daraufhin soll ein Gasthof zwischen den Externsteinen und Steinheim als Ersatzort gewählt worden sein.
Auch an den Externsteinen war die Polizei zeitweise präsent. Einzelne Demonstrierende suchten den Bereich ebenfalls auf, um ihren Protest fortzusetzen. Laut Polizei blieb die Lage jedoch auch dort weitgehend ruhig. Die Beamten registrierten lautstarke Wortgefechte, aber keine körperlichen Auseinandersetzungen. Beide Versammlungsorte wurden bis zum Ende der Veranstaltungen begleitet.
Das Hermannsdenkmal war am Sonntag Schauplatz zweier angemeldeter Demonstrationen unter dem Motto „Der Hermann bleibt bunt“. Politische Jugendorganisationen aus der Region hatten dazu aufgerufen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten damit ein öffentlich sichtbares Zeichen gegen das geplante Treffen.
Hermannsdenkmal und Externsteine gelten seit Jahren als Orte mit hoher symbolischer Bedeutung und stehen regelmäßig im Fokus politischer Aktionen. Betreiber beider Anlagen ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit Sitz in Münster. Entsprechend werden Veranstaltungen dort in der Regel im Vorfeld sicherheitsrechtlich geprüft und begleitet.
Der Besuch in Ostwestfalen-Lippe steht im Zusammenhang mit weiteren Terminen der AfD in Nordrhein-Westfalen. Nach Informationen aus Parteikreisen dienen diese der Mobilisierung im Vorfeld eines Landesparteitags im März. Beobachter werten die Termine als Teil innerparteilicher Auseinandersetzungen um Einfluss und Ausrichtung des Landesverbands.
Am Ende blieb der Sonntag in Detmold trotz der aufgeheizten Stimmung ohne größere Zwischenfälle. Die Proteste und das verlegte Treffen zeigten jedoch, dass politische Veranstaltungen an symbolträchtigen Orten weiterhin mit Gegenkundgebungen und Polizeieinsätzen verbunden sind.
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