
Münster. Es war ein Nachmittag, der sich für Preußen Münster wie ein schlechter Traum anfühlte. Gegen den Karlsruher SC zeigte der Aufsteiger über weite Strecken eine starke, dominante Leistung, stand am Ende aber mit leeren Händen da. Das 0:2 spiegelt den Spielverlauf nur unzureichend wider, ist für die Preußen jedoch umso schmerzhafter.
Münster begann engagiert und übernahm früh die Kontrolle. Bereits nach fünf Minuten hatte Zidan Sertdemir die erste gute Möglichkeit. Kurz darauf folgten weitere hochkarätige Chancen: Marcel Benger scheiterte aus kurzer Distanz an KSC-Keeper Max Weiß, Sertdemir setzte einen starken Abschluss knapp am langen Pfosten vorbei. Hinzu kamen Distanzschüsse von Jorrit Hendrix und Paul Jaeckel, die allesamt gefährlich waren, aber keinen Ertrag brachten.
Karlsruhe agierte zunächst abwartend, kam fast ausschließlich über Standards in die Nähe des Tores. Aus dem Spiel heraus blieb der Gast in der ersten Halbzeit weitgehend ungefährlich.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel schien das Stadion explodieren zu wollen. Nach energischem Nachsetzen von Sertdemir schob Hendrix den Ball ins verwaiste Tor ein. Doch der Treffer wurde nach VAR-Überprüfung zurückgenommen. Die Entscheidung: Torhüter Weiß habe den Ball bereits sicher kontrolliert.
Besonders bitter aus Münsteraner Sicht: In derselben Szene war Oliver Batista Meier zuvor klar gefoult worden. Ein Elfmeter wurde ebenfalls nicht gegeben. Nach dieser strittigen Phase verlor das Spiel spürbar an Rhythmus, der Frust bei den Preußen war deutlich zu spüren.
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Trotzdem blieb Münster zunächst dran, machte weiter Druck und suchte die Führung. Doch in der 77. Minute folgte die nächste spielentscheidende Szene. Nach einer Kette riskanter Aktionen im eigenen Aufbau lief Karlsruhe auf das leere Tor zu. Paul Jaeckel konnte nur noch per Notbremse eingreifen und sah folgerichtig die Rote Karte.
Den anschließenden Freistoß verwandelte Marvin Wanitzek direkt und sehenswert. Aus einer schwierigen Situation wurde für Münster nun ein fast aussichtsloser Kampf in Unterzahl.
Trotz numerischer Unterlegenheit warfen die Preußen noch einmal alles nach vorne. Nach mehreren Ecken kam Hendrix per Kopf zum Abschluss, später parierte Weiß stark gegen Torge Paetow. Der Ausgleich lag mehrfach in der Luft.
Stattdessen fiel auf der anderen Seite die Entscheidung. Nach einem leichten Kontakt von ter Horst an Pinto Pedrosa zeigte Schiedsrichter Eric Weisbach auf den Punkt. Wanitzek blieb auch diesmal cool und verwandelte den Elfmeter sicher zum 0:2.
Am Ende bleibt für Preußen Münster eine der bittersten Niederlagen der Saison. Chancen im Überfluss, ein aberkanntes Tor, eine umstrittene Elfmeter-Szene und schließlich Unterzahl – vieles lief gegen den SCP. Karlsruhe zeigte sich effizient und nutzte die entscheidenden Momente konsequent.
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