USC Münster ringt Aufsteiger Borken nieder und feiert klaren Derbyerfolg

USC Münster verliert 1:3 gegen den VfB Suhl. Trotz starker Phasen fehlte die Konsequenz. Trainer Pack analysiert die Niederlage – alle Details zum Spielverlauf.
Symbolbild von Tania Van den Berghen auf Pixabay

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Münster. Der USC Münster hat das Derby gegen die Skurios Volleys Borken mit 3:0 gewonnen – ein Ergebnis, das deutlicher wirkt, als es der Spielverlauf zu Beginn vermuten ließ. Für Volleyball Münster war zunächst erkennbar, dass die Gastgeberinnen mit einer neu zusammengestellten Formation starteten und sich erst in die veränderten Abläufe hineinarbeiten mussten. Trainer Matthias Pack hatte seine Mannschaft nach übereinstimmenden Medienberichten auf mehreren Positionen umgebaut, was dazu führte, dass Münster in der Anfangsphase den Gästen hinterherlief. Borken spielte mutig, zwang den USC in lange Ballwechsel und nutzte die Unsicherheiten konsequent. Erst mit der ersten Führung beim 6:5 gewann Münster Stabilität und fand langsam den Rhythmus. Die Gastgeberinnen wehrten im Anschluss drei Satzbälle der Gäste ab und drehten den Durchgang in einer nervenstarken Schlussphase. Diese Wende markierte den Moment, in dem Münster Sicherheit entwickelte und der Abend erstmals in Richtung der Hausherrinnen kippte. Die Kombination aus Kampfgeist, Ruhe und wachsender Präzision legte die Grundlage dafür, dass aus einem heiklen Start ein souveräner Auftakt in ein später klares 3:0 wurde.

Ein Comeback als Impulsgeber – und eine Formation, die zusammenwächst

Der zweite Satz zeigte ein deutlich verändertes Bild: Münster agierte gefestigt, kontrolliert und mit wachsender Überzeugung in nahezu allen Elementen. Besonders die Rückkehr von Elena Kömmling wirkte wie ein emotionaler und spielerischer Impuls. Nach ihrer Schulteroperation stand sie erstmals wieder auf dem Feld und bot in Annahme und Block entscheidende Stabilität. Gleichzeitig veränderten weitere personelle Entscheidungen das USC-Spiel. Amelie Strothoff übernahm die Rolle der Diagonalangreiferin und setzte offensiv immer wieder Akzente, während Brianna Ford zunächst nur punktuell eingebunden wurde. Die durch die Umstellungen anfangs sichtbaren Ablaufschwächen wichen nun einer klareren Struktur. Münster erzeugte mit starken Aufschlägen mehr Druck, verkürzte die Ballwechsel und fand über den Block mit Kömmling und Esther Spöler große Wirkung. Der USC setzte sich früh ab, kontrollierte die Mitte des Satzes und ließ sich auch durch kurze Borkener Läufe nicht mehr aus dem Konzept bringen. Mit jeder gelungenen Aktion wuchs das Selbstvertrauen, und die Gastgeberinnen spielten die Durchgänge zunehmend in ihrem eigenen Tempo herunter. Der zweite Satz wurde zum Ausdruck eines Teams, das nach einem schwierigen Start seinen Kern gefunden hatte und die Partie nun dominierte.

Borken stemmt sich gegen die Entscheidung – Münster setzt die letzten Akzente

Im dritten Satz setzte der Aufsteiger aus Borken noch einmal ein deutliches Ausrufezeichen. Die Gäste wechselten auf der Diagonalposition und brachten Münster erneut in anspruchsvolle Situationen. Der USC verlor zwischenzeitlich die Präzision in Annahme und Angriff, während Borken mit mutigen Aktionen mehrfach auf Augenhöhe blieb. Der ausgeglichene Verlauf, sichtbar in Zwischenständen wie 10:10 und 19:19, verlieh der Partie noch einmal Spannung. In dieser Phase waren es die feinen Details, die den Ausschlag gaben. Die Münsteraner Libera Pippa Molenaar spielte eine zentrale Rolle, als sie einen harten Angriff spektakulär abwehrte und damit den Impuls für die erneute USC-Führung lieferte. Dieser Moment leitete den entscheidenden Lauf ein. Münster nutzte die Chancen nun konzentriert, stellte auf 23:20 und spielte die Partie anschließend kontrolliert herunter. Diane Seybering sorgte für den ersten Matchball, und ein sauberer Block von Cecilia Malm beendete das Derby. Aus einem Satz, der lange offen war, wurde damit ein konsequent zu Ende gespielter Abschluss, der den verdienten 3:0-Erfolg sicherstellte. Der Abend offenbarte ein Team, das schwierige Phasen annimmt, Lösungen findet und im richtigen Moment die Kontrolle übernimmt – eine Qualität, die dem USC Münster in den kommenden Wochen weiter zugutekommen dürfte.

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