
Münster. Der USC Münster kann seinen erfolgreichen Start in die Volleyball-Bundesliga am Sonntag, 25. Oktober 2026, weiter ausbauen. Nach drei Siegen aus den ersten drei Saisonspielen treten die Münsteranerinnen um 15.30 Uhr bei den ETV Hamburger Volksbank Volleys an. Während der USC bislang die maximal möglichen neun Punkte gesammelt hat, wartet Hamburg noch auf den ersten Saisonsieg. Für Münster ist die Partie zugleich die letzte Begegnung vor zwei Spielen gegen Stuttgart und Schwerin.
Die Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel könnte unterschiedlicher kaum sein. Der USC Münster hat seine ersten drei Bundesligapartien gewonnen und dabei keinen Punkt abgegeben. Die Hamburgerinnen konnten dagegen in ihren Begegnungen mit Flacht, Erfurt und Suhl lediglich einen Satz für sich entscheiden. Unterschätzen will der USC den kommenden Gegner dennoch nicht.
Hamburg hat seinen Kader vor der neuen Saison mit mehreren internationalen Spielerinnen verstärkt. Dazu gehören Tierney Jackson aus den USA, die Schwedin Vilma Julevik, Francesca Galuppi aus Italien und die Niederländerin Lisa Louwrink. Besonders interessant aus Münsteraner Sicht ist zudem Sina Siebert. Die Außenangreiferin wurde am Bundesstützpunkt Münster ausgebildet und sammelte bereits vor drei Jahren erste Erfahrungen in der Bundesliga beim USC. Inzwischen gehört die Tochter der früheren USC-Spielerin Judith Siebert zu den wichtigsten Angreiferinnen der Hamburgerinnen und ist nach Vereinsangaben deren bislang erfolgreichste Punktesammlerin.
Auch Hamburgs Trainer Jakub Brečka sieht seine Mannschaft trotz des schwierigen Saisonbeginns in der Pflicht. Sein Team wolle möglichst schnell Punkte sammeln und sich in der Tabelle verbessern. Für Münster bedeutet das, dass in der CU Arena ein Gegner wartet, der dringend ein Erfolgserlebnis benötigt.
USC-Trainer Matthias Pack sieht den Schlüssel zu einem weiteren Erfolg vor allem in der eigenen Leistung. Entscheidend sei, dass seine Spielerinnen ihre Fähigkeiten über die gesamte Begegnung hinweg abrufen. Gelinge das nicht, könne die Mannschaft gegen jeden Gegner Schwierigkeiten bekommen. Gleichzeitig habe sie bereits gezeigt, welches spielerische Potenzial in ihr steckt.
Eine wichtige Rolle dürfte dabei Mittelblockerin Diane Seybering übernehmen. Die 19-Jährige setzt vor allem auf druckvolle Aufschläge, um Hamburgs Spielaufbau zu erschweren. „Wenn es mir gelingt, hier zu punkten, kann ich meinem Team Sicherheit geben“, erklärte Seybering in der Vereinsmitteilung. Zusätzlich seien eine gute Abstimmung, gegenseitige Unterstützung und eine lautstarke Kommunikation auf dem Feld notwendig.
Die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel verlief für Seybering etwas anders als gewöhnlich. Wegen der Herbstferien musste die Abiturientin Schule und Leistungssport ausnahmsweise nicht parallel organisieren. Insgesamt standen in dieser Woche acht Trainingseinheiten auf dem Programm, an drei Tagen sogar jeweils zwei. Trotzdem empfand sie die Woche nach den drei vorangegangenen Spielen als vergleichsweise erholsam.
Mit einem vierten Sieg könnte der USC Münster seine Ausgangsposition in der Bundesliga weiter verbessern. Gleichzeitig beginnt unmittelbar danach eine anspruchsvolle Phase des Spielplans. Bereits am Mittwoch, 28. Oktober, empfängt die Mannschaft um 20 Uhr den Allianz MTV Stuttgart. Nur drei Tage später folgt am Samstag, 31. Oktober, um 18.30 Uhr das Auswärtsspiel beim SSC Palmberg Schwerin.
Damit stehen innerhalb einer Woche gleich drei Begegnungen auf dem Programm. Das Spiel in Hamburg bietet dem USC die Gelegenheit, seine bisherige Erfolgsserie fortzusetzen, bevor zwei etablierte Spitzenmannschaften der Bundesliga auf die Münsteranerinnen warten.
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