AfD-Kundgebung in Münster-Coerde: CDU warnt vor Eskalation bei Gegendemonstration

In Münster-Coerde soll ein Trinkwasserbrunnen entstehen. Die Bezirksvertretung Nord prüft Standort, Kosten und Fördermittel am Hamannplatz.
Symbolbild mit KI erstellt

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Am Samstag, 7. Februar, plant die Alternative für Deutschland eine Kundgebung am Hamannplatz im Stadtteil Coerde. Parallel dazu ist eine Gegendemonstration angekündigt, zu der mehrere demokratische Parteien aufgerufen haben. Vor dem Hintergrund der Mobilisierung wächst in Coerde die Sorge vor einer Eskalation der Lage.

Breites Parteienbündnis ruft zu Gegenprotest auf

Wie unter anderem Antenne Münster berichtet, unterstützen CDU, Grüne, SPD, Die Linke, Volt und FDP die Gegendemonstration gegen die AfD-Veranstaltung. Ziel sei es, ein politisches Zeichen gegen die Kundgebung zu setzen. Die Gegenveranstaltung soll zeitgleich in räumlicher Nähe stattfinden.

Bezirksbürgermeister mahnt zur Besonnenheit

Der Coerder Bezirksbürgermeister Ralf Kiewit äußerte bei Antenne Münster im Vorfeld die Befürchtung, dass neben friedlichen Teilnehmenden auch gewaltbereite Personen nach Coerde kommen könnten. Er appellierte insbesondere an auswärtige Demonstrierende, den Charakter der angemeldeten Gegenveranstaltung zu respektieren. In Coerde brauche es keinen sogenannten „Krawalltourismus“, da dieser letztlich der AfD in die Hände spiele.

CDU kritisiert Gewaltaufrufe und Sachbeschädigungen

Deutlich äußerte sich auch die CDU in Münster. Die Coerder Ratsfrau Jolanta Vogelberg verurteilte Schmierereien mit Gewaltparolen rund um den Hamannplatz, die sie dem linksextremen Spektrum zuordnet. Aufrufe zur physischen Vernichtung politischer Gegner seien ebenso inakzeptabel wie die Beschädigung öffentlicher Einrichtungen. Beides habe nichts mit demokratischem Protest zu tun.

Zugleich betonte Vogelberg, dass friedlicher Widerstand gegen Extremismus ausdrücklich willkommen sei. Der Einsatz für Vielfalt, Toleranz und die gemeinsame Abwehr jeder Form von politischem Extremismus müsse jedoch ohne Gewalt erfolgen.

Kritik an fehlender Distanzierung

Kritisch merkte die CDU-Ratsfrau zudem an, dass sich der grüne Ratsherr Carsten Peters, der als Mitorganisator der Gegendemonstration gilt, bislang nicht öffentlich von den vorangegangenen Sachbeschädigungen und Parolen distanziert habe. Dies sei aus ihrer Sicht problematisch, da gerade von den Organisatoren eine klare Haltung gegen Gewalt erwartet werde.

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