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Kinder von Alleinerziehenden haben es schwerer

Die wichtigsten Tipps für die Zahngesundheit von Kindern. Kinder von Alleinerziehenden
Bild von Colin Maynard auf Unsplash

Studie belegt Benachteiligung von Kindern aus Ein-Eltern-Familien

Kinder von Alleinerziehenden haben es im Leben schwerer. Das belegt eine neue Studie der Ökonomin Melissa Kearney. Ihre Forschung zeigt deutlich, dass Kinder aus intakten Familien mit zwei Elternteilen später bessere Chancen im Leben haben als Kinder von alleinerziehenden Müttern oder Vätern.

Im Detail vergleicht Kearney in ihrer Studie die Entwicklung von Kindern aus unterschiedlichen Familienmodellen. Dabei wird klar, dass die klassische Familie mit verheirateten Eltern immer mehr auf dem Rückzug ist in den USA. Stattdessen nehmen alternative Familienformen wie Alleinerziehende oder unverheiratete Paare stark zu. Diese Entwicklung sieht Kearney kritisch, denn sie benachteiligt die Kinder.

Kinder von Alleinerziehenden: Schlechtere Ausbildung und mehr Probleme

Die Studiendaten belegen, dass Kinder von Alleinerziehenden durchschnittlich schlechtere Chancen im Leben haben. Sie schneiden in der Schule und Ausbildung schlechter ab und bekommen seltener einen guten Job. Als Erwachsene verdienen sie weniger Geld und haben ein höheres Risiko, in die Kriminalität abzurutschen oder selbst jung Eltern zu werden.

Besonders deutlich werden die Nachteile für Kinder von alleinerziehenden Müttern ohne Hochschulabschluss. Hier lebt nur noch eine Minderheit bei verheirateten Eltern. Die Kinder haben daher oft wenig Geld, Stabilität und Zeit mit ihren Eltern. Das wirkt sich massiv auf ihre Entwicklung aus.

Ursachen der Benachteiligung von Kindern Alleinerziehender

Die Studie zeigt klar, dass nicht nur der Geldmangel Alleinerziehende benachteiligt. Auch die fehlende Zeit und Energie der einzelnen Mutter oder des Vaters schadet. Kinder brauchen die Unterstützung zweier Eltern für eine optimale Entwicklung. Der alleinerziehende Elternteil ist häufig überlastet und kann sich nicht genug kümmern.

Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung sind laut Studie auch die Männer. Viele Mütter heiraten den Vater nicht, weil er kein verlässlicher Partner ist. Wo Männer weniger verdienen, nimmt auch die Bereitschaft zur Ehe ab. Konservative feiern die Studie, weil sie traditionelle Familienmodelle bestätigt. Doch dieser Schluss greift zu kurz.

Fazit: Mehr Unterstützung für Alleinerziehende gegen Benachteiligung

Die wachsende Zahl von Kindern Alleinerziehender ist eine Herausforderung. Der Staat muss sie gezielter fördern, um die Nachteile auszugleichen. Gute und bezahlbare Kinderbetreuung sowie finanzielle Hilfen können die Situation verbessern. Gleichzeitig braucht es Maßnahmen, um Männer als stabile Familienväter zu gewinnen. So lässt sich die Benachteiligung von Kindern Alleinerziehender mittelfristig verringern.