
Münster. Das Westfälische Pferdestammbuch in Münster hat bei einem Treffen der Kreisvorsitzenden über aktuelle Zahlen, Baupläne und personelle Veränderungen informiert. Im Westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf sollen 2026 weitere Renovierungen und Baumaßnahmen erfolgen. Der Verband zählt 8.544 Mitglieder. Auch zur Entwicklung bei Zuchtstuten, Fohlen, Auktionen und neuen Projekten wurden aktuelle Daten vorgestellt.
Das 1904 gegründete Westfälische Pferdestammbuch hat nach einer seit 2025 wirksamen Beitragserhöhung einen Rückgang bei den Mitgliederzahlen verzeichnet. Die Zahl sank um 2,8 Prozent auf 8.544. Im Vorjahr waren es 8.798 Mitglieder. Auch der Bestand an Zuchtstuten ging zurück und liegt nun bei insgesamt 8.400. Davon entfallen 6.164 auf die Kategorie Reitpferd.
Bei den Deutschen Reitponys bleibt das Stammbuch nach den vorliegenden Angaben der größte Zuchtverband in Deutschland. Eingetragen sind 1.100 Zuchtstuten dieser Rasse. Die Zahl der registrierten Fohlen lag 2025 über alle Rassen hinweg bei 5.153 und damit auf dem Niveau des Vorjahres.
Bei dem Treffen am Montagabend in Münster verwies der Vorsitzende Ralf Johanshon zudem auf die Bedeutung von Pferdezucht und Reitsport in der Region. Allein im Münsterland gibt es nach diesen Angaben mehr als 100.000 Pferde. Zugleich kündigte er an, dass die Infrastruktur im Westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf mit weiteren Renovierungen und Baumaßnahmen modern gehalten werden soll.
Wirtschaftlich bezeichnet das Westfälische Pferdestammbuch seine Lage als stabil. Der Umsatz aus 38 Auktionen lag bei 15,7 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es bei 39 Auktionen noch 17 Millionen Euro. Der Durchschnittspreis pro Reitpferd lag bei knapp 33.000 Euro.
Bei den Fohlen wurden 466 Tiere verkauft. Der Durchschnittspreis betrug 11.200 Euro. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 9.700 Euro. Neu entwickelt hat sich nach Angaben des Verbands außerdem die Vermarktung von Polizeipferden nach Belgien. Verkauft wurden fünf Pferde zu einem Gesamtpreis von 80.000 Euro.
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