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Erster CSD in Haltern: Ungewöhnliche Allianz

Die katholische Pfarrgemeinde St. Sixtus und die Caritas organisieren den ersten Christopher Street Day (CSD) in Haltern am See, um für Toleranz und gegen Diskriminierung zu demonstrieren.
Bild von Boris Štromar auf Pixabay

Ein unerwartetes Bündnis für den Christopher Street Day

In einer überraschenden Zusammenarbeit haben die katholische Pfarrgemeinde St. Sixtus und die Caritas den ersten Christopher Street Day (CSD) in Haltern am See ins Leben gerufen. Dieses Event, an dem etwa 600 Menschen teilnahmen, stand im Zeichen der Feier und des Protests gegen Diskriminierung.

Die Inspiration hinter der Veranstaltung

Drei engagierte Jugendliche aus einem Firmprojekt waren die treibende Kraft hinter dieser Initiative. Ihr leidenschaftliches Plädoyer für Toleranz und Akzeptanz jeglicher Liebesformen war der Auslöser für die Veranstaltung. Ein besonderes Highlight war der ökumenische Gottesdienst, der von Mitgliedern der Initiative #OutInChurch gestaltet wurde.

Die Bedeutung von #OutInChurch

Anfang 2022 machten über 100 queere Haupt- und Ehrenamtliche ihre Sexualität und Geschlechtsidentität öffentlich, was eine landesweite Diskussion auslöste. Queere Menschen identifizieren sich oft außerhalb traditioneller Geschlechts- und Sexualitätsnormen, wobei gleichgeschlechtlich orientierte Personen die Mehrheit bilden.

Reaktionen und Entwicklungen in der Kirche

Der tragische Vorfall in Münster, bei dem eine Transperson während des CSD getötet wurde, führte zu einer klaren Verurteilung durch Bischof Felix Genn. Er betonte die Notwendigkeit, gegen Diskriminierung und Gewalt aufzustehen. Im Erzbistum Köln gab es Kontroversen um einen Pfarrer, der einen Segnungsgottesdienst für alle liebenden Paare abhielt, was zu geplanten Protesten und einem weiteren Segnungsgottesdienst führte.