Nordex-Aktie rückt nach starkem Auftragseingang wieder in den Fokus

Intel Aktie – Kursanstieg an der Nasdaq
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Die Nordex-Aktie hat Anfang Juli neue Aufmerksamkeit am Markt erhalten. Auslöser sind aktuelle Auftragszahlen für das zweite Quartal 2026, die eine deutliche Belebung gegenüber dem Vorjahreszeitraum zeigen. Am Donnerstagvormittag bewegte sich der Kurs je nach Handelsplatz im Bereich von rund 42 Euro. Börsenportale wiesen dabei leicht unterschiedliche Werte aus, unter anderem wegen verschiedener Handelsplätze und Zeitpunkte.

Nordex meldet deutlich mehr Bestellungen im zweiten Quartal

Nordex hat für das zweite Quartal 2026 einen Auftragseingang im Projektgeschäft von 3.054 Megawatt gemeldet. Das waren 32,2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, als 2.310 Megawatt erreicht worden waren. Der durchschnittliche Verkaufspreis im ersten Halbjahr 2026 liegt bei 0,95 Millionen Euro je Megawatt, nach 0,92 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das spricht für eine weiterhin stabile Preisumgebung, auch wenn Projektumfang und regionale Zusammensetzung den Durchschnittswert beeinflussen.

US-Geschäft gewinnt für Nordex an Bedeutung

Auffällig ist die stärkere Rolle des US-Markts. Nordex meldete für das zweite Quartal rund 800 Megawatt Auftragseingang aus den USA. Reuters ordnete die Entwicklung ebenfalls als wichtigen Treiber der Q2-Bestellungen ein. Für den Windturbinenhersteller ist das relevant, weil der Konzern im laufenden Jahr stärker auf internationale Nachfrage setzt und sich nicht allein auf das europäische Projektgeschäft stützen will.

Q2-Zahlen stehen Ende Juli an

Die vollständigen Finanzzahlen zum ersten Halbjahr liegen noch nicht vor. Nordex hat die Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts für den 29. Juli 2026 angekündigt. Bis dahin bleiben Umsatz, Ergebnis und Marge für das zweite Quartal offen. Im ersten Quartal hatte Nordex den Umsatz um 10,6 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro gesteigert. Das EBITDA stieg auf 130,7 Millionen Euro, die EBITDA-Marge lag bei 8,2 Prozent. Die Jahresprognose wurde damals bestätigt.

Analysten sehen mehrheitlich weiteres Potenzial

Die Analystenlage ist überwiegend positiv, aber nicht einheitlich. Auf der Investor-Relations-Seite von Nordex standen Anfang Juli unter anderem Kursziele von 58 Euro bei Jefferies, 61 Euro bei der Deutschen Bank, 52 Euro bei HSBC und 55 Euro bei Exane BNP Paribas. Gleichzeitig gab es vorsichtigere Einschätzungen: mwb research nannte 44 Euro mit Halten, RBC lag bei 38 Euro mit Verkaufen, Kepler Cheuvreux bei 42,50 Euro mit Neutral. Nordex weist selbst darauf hin, dass diese Einschätzungen die Ansichten der jeweiligen Analysten darstellen und keine Prognose des Unternehmens sind.

Erwartungen an das Quartal sind gestiegen

Bereits vor den neuen Auftragszahlen hatte Jefferies das Kursziel für Nordex von 57 auf 58 Euro angehoben und die Einstufung auf Buy belassen. In dem Ausblick wurde ein weiteres starkes Quartal erwartet. Höhere Auslieferungsvolumina könnten demnach die Marge gegenüber dem Vorquartal verbessern. Nach den Q2-Auftragsdaten bestätigte Berenberg die Einstufung Buy mit einem Kursziel von 57 Euro und verwies darauf, dass die Bestellungen über der Konsensschätzung gelegen hätten.

Aktie bleibt abhängig von Marge und Ausführung

Der starke Auftragseingang verbessert die Sichtbarkeit für die weitere Bewertung. Wichtig bleiben deshalb vor allem drei Punkte: ob Nordex die höheren Volumina profitabel abarbeiten kann, ob das Preisniveau stabil bleibt und ob die Lieferketten die operative Umsetzung zulassen. Die Halbjahreszahlen Ende Juli dürften zeigen, ob sich die positive Entwicklung aus dem ersten Quartal fortgesetzt hat.

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