
Das ZDF zeigt am Dienstag, 9. Juni 2026, um 20:15 Uhr den zweiten Teil der Dokumentationsreihe Amerika – Traum und Wirklichkeit. Die Folge trägt den Titel Spaltung. Sie ist die zweite von drei Episoden und beleuchtet das Verhältnis der USA zu sich selbst, 250 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung.
Die Reihe stammt von Jan Tenhaven und Jens Strohschnieder. Sie ordnet die aktuelle gesellschaftliche und politische Lage des Landes ein und sucht nach den Brüchen, die sich durch das Selbstverständnis der USA ziehen.
Der Film beginnt mit den Worten We, the People, mit denen die amerikanische Verfassung eingeleitet wird. Daran knüpft die Folge ihre zentrale Frage an: Wer gehörte im Einwanderungsland von Beginn an dazu, und wer nicht? War das Versprechen aus der Unabhängigkeitserklärung wirklich für alle gedacht oder war die Nation der Einwanderer zugleich immer eine Nation der Ausschlüsse?
Die Dokumentation zeigt eine Gesellschaft, die nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich tief gespalten ist. Sie verbindet historische Linien mit aktuellen Konflikten und stellt das Selbstbild der USA neben die Realität in Städten und ländlichen Regionen.
Im Zentrum steht Pamela Hemphill. Sie nahm am Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 teil und ist später unter dem Namen MAGA-Granny bekannt geworden. Heute bereut sie ihre Teilnahme. Das ZDF begleitet sie auf einer Rückkehr nach Washington, fünf Jahre nach dem Tag, der das politische System der USA erschüttert hat.
Hemphills Geschichte steht für eine Wandlung, die zugleich von Reue und Aufarbeitung geprägt ist. Sie wirft die Frage auf, wie Menschen, die sich von extremen Bewegungen mitreißen lassen, später ihren Weg zurück in die demokratische Auseinandersetzung finden können.
Neben der politischen Polarisierung zeigt die Folge auch die wachsende wirtschaftliche Kluft. Die USA stehen vor einer Spaltung zwischen Reich und Arm, die viele Lebensbereiche prägt. Der Film besucht Menschen in unterschiedlichen Einkommens- und Lebenslagen und gibt damit ein Bild jenseits der bekannten Schlagworte.
Damit verbindet Amerika – Traum und Wirklichkeit Spaltung die identitätspolitische Debatte mit harten Fragen der Verteilung. Die Folge zeigt, dass beide Achsen oft zusammenhängen und gemeinsam das politische Klima formen.
Zur Einordnung kommen mehrere Stimmen zu Wort. Dazu gehören die Historikerin Keisha N. Blain, der frühere Nationale Sicherheitsberater John Bolton, der Politikwissenschaftler Yuval Levin sowie die Analystin Rachel Tausendfreund. Auch der ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen ordnet die Ereignisse aus seiner Perspektive ein.
Diese Mischung aus Wissenschaft, Politikerfahrung und journalistischer Beobachtung gibt der Folge einen mehrdimensionalen Charakter. Sie reduziert die Lage in den USA nicht auf eine einzelne Lesart, sondern lässt unterschiedliche Erklärungsansätze nebeneinander stehen.
Amerika – Traum und Wirklichkeit Spaltung läuft am Dienstag, 9. Juni 2026, von 20:15 bis 21:00 Uhr im ZDF. Die Folge ist Teil eines dreiteiligen Schwerpunkts zu 250 Jahren USA. Die erste Folge lief am vorigen Dienstag, die dritte schließt den Block in der kommenden Woche ab.
Nach der Ausstrahlung steht die Folge in der ZDFmediathek bereit. Dort kann sie über mehrere Wochen abgerufen werden. Für Zuschauer, die den linearen Sendetermin verpassen, ist das die zentrale Möglichkeit, die Folge nachträglich zu sehen.
Mit der dreiteiligen Reihe markiert das ZDF den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. Statt einer chronologischen Geschichtsdokumentation wählt die Reihe einen thematischen Zugang. Sie fragt, was die USA als Idee zusammenhält und wo die zentralen Bruchlinien verlaufen.
Die heutige Folge Amerika – Traum und Wirklichkeit Spaltung steht damit im Mittelpunkt des Schwerpunkts. Sie verbindet historische Tiefe mit aktuellen Beobachtungen und lädt das Publikum dazu ein, die USA zwischen Versprechen und Realität, zwischen Pioniergeist und tiefen Gräben neu zu betrachten.
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