Hütter räumt den Eintracht-Kader auf: Diese sieben sollen gehen

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Die Eintracht Frankfurt Transfers 2026 gehen knapp drei Wochen vor dem Bundesligaauftakt in eine entscheidende Phase. Trainer Adi Hütter will den noch immer großen Kader deutlich verkleinern und zugleich weitere Verstärkungen verpflichten. Sieben Profis galten Anfang August als konkrete Abgangskandidaten: Junior Dina Ebimbe, Michy Batshuayi, Noel Futkeu, Jessic Ngankam, Ellyes Skhiri, Niels Nkounkou und Elye Wahi. Bei Dina Ebimbe ist inzwischen bereits eine Entscheidung gefallen. Der 25-Jährige wechselte am 7. August zum Bundesligaaufsteiger FC Schalke 04.

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Hütter will den Frankfurter Kader deutlich verkleinern

Hütter machte nach dem Vorbereitungsspiel gegen Waldhof Mannheim deutlich, weshalb er auf Abgänge drängt. Der Trainer sagte: „Ich will keinen 30-Mann-Kader, weil ich einfach keine Lust habe, dass ich mit 28, 30, 32 Spielern trainiere. Wir spielen nur in den deutschen Wettbewerben, im Pokal und der Meisterschaft. Deswegen werden wir den Kader reduzieren müssen.“ Die Situation sei für die Beteiligten nicht angenehm, gehöre aber zur Kaderplanung. Als Ziel nannte Hütter 22 oder 23 Feldspieler plus Torhüter.

Der Hintergrund ist auch der veränderte Spielkalender. Frankfurt verpasste in der vergangenen Saison die Qualifikation für den Europapokal und bestreitet 2026/27 deshalb neben der Bundesliga nur den DFB-Pokal. Ein Kader mit mehr als 30 Profis würde entsprechend weniger Einsatzmöglichkeiten bieten. Allerdings ist die vielfach verwendete Formulierung, sieben Spieler seien vollständig aus dem Trainingsbetrieb genommen worden, zu pauschal. Batshuayi, Futkeu, Ngankam und Skhiri reisten nicht mit ins Trainingslager nach Grassau. Nkounkou war dagegen dabei. Wahi kehrte nach seinem Sonderurlaub zurück und kam am 8. August beim Test gegen Hull City sogar zum Einsatz.

Diese sieben Spieler stehen auf der Frankfurter Abgangsliste

Junior Dina Ebimbe war bis zu seinem Wechsel nach Schalke noch bis 2027 an Frankfurt gebunden. Sein zuletzt taxierter Marktwert lag bei sechs Millionen Euro. Bei Michy Batshuayi läuft der Vertrag ebenfalls bis 2027, sein Marktwert wurde zuletzt auf rund zwei Millionen Euro beziffert. Für den 32 Jahre alten Angreifer gibt es Berichte über einen möglichen Wechsel zum saudischen Klub Al Shabab. Eine offizielle Vollzugsmeldung lag zunächst nicht vor.

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Noel Futkeu besitzt nach seiner Rückkehr von Greuther Fürth einen Vertrag bis 2027. Nach 19 Zweitligatoren in der vergangenen Saison wurde sein Marktwert zuletzt mit 7,5 Millionen Euro angegeben. Frankfurt hatte den Angreifer für rund 1,3 Millionen Euro zurückgeholt. Berichtet wurde über Interesse mehrerer Bundesligisten, darunter Werder Bremen. Für einen Verkauf soll Frankfurt zeitweise bis zu acht Millionen Euro aufgerufen haben. Ein konkretes Angebot war zunächst nicht bestätigt.

Jessic Ngankam steht noch bis 2028 unter Vertrag und wurde zuletzt mit einem Marktwert von etwa 700.000 Euro geführt. Seine Ausgangslage hat sich zusätzlich erschwert, weil sich der Angreifer im Training erneut eine Muskelverletzung zugezogen hat und mehrere Wochen ausfallen soll. Einen aktuell weit fortgeschrittenen Transfer gibt es damit nicht. In der vergangenen Saison war Ngankam an den Wolfsberger AC ausgeliehen.

Skhiri und Nkounkou haben Interessenten im Ausland

Bei Ellyes Skhiri läuft der Vertrag bis Sommer 2027. Der Marktwert des tunesischen Nationalspielers liegt bei rund fünf Millionen Euro. Lange deutete vieles auf eine Rückkehr zum 1. FC Köln hin. Inzwischen wird auch der FC Sevilla als Interessent genannt. Gespräche mit einem neuen Klub sind grundsätzlich plausibel, weil Frankfurt Skhiri bereits vor dem Trainingslager ausdrücklich für Transfergespräche freigestellt hatte. Welcher Verein am Ende den Zuschlag erhält, war zunächst offen.

Niels Nkounkou besitzt einen Vertrag bis 2028 und wird mit einem Marktwert von etwa 2,6 Millionen Euro geführt. Der Linksverteidiger kehrte nach seiner Leihe beim FC Turin nach Frankfurt zurück. Aus der Türkei wurde zuletzt Konyaspor als Interessent genannt. Demnach soll Frankfurt für einen festen Transfer rund vier Millionen Euro gefordert haben, gleichzeitig stand auch eine erneute Leihe im Raum. Eine Einigung war zunächst nicht bestätigt.

Wahi bleibt ein besonders kostspieliger Transferfall

Der wirtschaftlich größte offene Fall ist Elye Wahi. Frankfurt verpflichtete den Angreifer im Januar 2025 für eine fixe Ablöse von rund 26 Millionen Euro von Olympique Marseille. Sein Vertrag läuft noch bis 2030, sein Marktwert wird aktuell auf etwa 18 Millionen Euro geschätzt. Nach einer Leihe zu OGC Nizza in der Rückrunde 2025/26 kehrte Wahi im Sommer zurück. Nizza gilt weiterhin als Interessent. Auch Beşiktaş Istanbul wurde zwischenzeitlich mit dem Stürmer in Verbindung gebracht. Frankfurt strebt nach den bisherigen Berichten eher einen Verkauf als eine weitere Leihe an.

Sportlich ist Wahi vorerst allerdings wieder Teil des Kaders. Beim 2:0 im Test gegen Hull City am Samstag kam er zum Einsatz. Hütter stellte anschließend klar, dass Wahi und Verteidiger Arthur Theate aktuell Kaderspieler seien und vorerst zum Aufgebot gehörten. Damit unterscheidet sich Wahis Situation von jener mehrerer anderer Verkaufskandidaten. Ein unmittelbar bevorstehender Wechsel war am Sonntag nicht bestätigt.

Dina Ebimbe wechselt für vergleichsweise geringe Ablöse zu Schalke

Bei Junior Dina Ebimbe ist der Transfer dagegen abgeschlossen. Frankfurt und Schalke bestätigten am 7. August den sofortigen Wechsel. Ebimbe unterschrieb beim Aufsteiger einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028. Eine offizielle Ablösesumme nannten die Vereine nicht. Übereinstimmende Berichte beziffern das Gesamtvolumen auf ungefähr eine Million Euro inklusive möglicher Boni. Zuvor hatte Frankfurt offenbar noch deutlich höhere Forderungen gestellt. Im Juli waren zunächst zwei Millionen Euro genannt worden, zuvor soll die Vorstellung sogar bei rund drei Millionen Euro gelegen haben.

Für Frankfurt bedeutet der Verkauf einen erheblichen Unterschied zur ursprünglichen Investition. Die Eintracht hatte Ebimbe 2023 nach vorheriger Leihe für 6,5 Millionen Euro von Paris Saint-Germain fest verpflichtet. Sein Vertrag wäre noch bis 2027 gelaufen. In 85 Pflichtspielen für Frankfurt kam der vielseitige Mittelfeldspieler auf 15 Tore und acht Vorlagen. In der vergangenen Saison war er an Stade Brest ausgeliehen und erzielte dort fünf Treffer in 27 Einsätzen.

Batshuayi Richtung Saudi-Arabien, Futkeu noch ohne konkreten Deal

Neben Ebimbe könnte Batshuayi zu den nächsten Abgängen gehören. Aus Saudi-Arabien wurde zuletzt ein weit fortgeschrittenes Interesse von Al Shabab gemeldet. Eine Bestätigung durch Eintracht Frankfurt oder den saudischen Klub stand zunächst noch aus. Der Belgier war im Februar 2025 von Galatasaray nach Frankfurt gekommen und besitzt noch einen Vertrag bis 2027.

Bei Futkeu ist die Lage weniger weit fortgeschritten. Frankfurt nutzte im Frühjahr seine Rückkaufmöglichkeit und holte den erfolgreichsten Torschützen der vergangenen Zweitligasaison zurück, plant aber dennoch nicht dauerhaft mit ihm. Gerade deshalb ist der Fall ungewöhnlich. Die Eintracht könnte den 23-Jährigen unmittelbar nach dem Rückkauf erneut verkaufen und damit versuchen, seine starke Saison in Fürth wirtschaftlich zu nutzen. Bislang fehlte allerdings ein bestätigter Abschluss mit einem Interessenten.

Frankfurt plant trotz des großen Kaders weitere Zugänge

Die Kaderverkleinerung bedeutet nicht, dass Frankfurt seine Einkaufsaktivitäten beendet hat. Hütter sagte nach dem Test gegen Hull City ausdrücklich, dass der Kader noch nicht seinen Vorstellungen entspreche. Bedarf sieht er in der Innenverteidigung, auf den defensiven Außenpositionen und möglicherweise noch im Angriff. Bereits verpflichtet wurden in diesem Sommer unter anderem Malik Pimpong, Noel Aseko, Innenverteidiger Otávio und der nigerianische defensive Mittelfeldspieler Raphael Onyedika.

Ein konkreter weiterer Kandidat ist Louey Ben Farhat vom Karlsruher SC. Frankfurt bemüht sich seit Wochen um den offensiv flexibel einsetzbaren 20-Jährigen. Nach Berichten aus dem Umfeld der Verhandlungen liegt das Frankfurter Angebot unter den Forderungen des KSC, der ein Gesamtpaket von mehr als zehn Millionen Euro plus Boni anstreben soll. Auch Bournemouth, Southampton, Salzburg und Lille wurden zuletzt als Interessenten genannt. Ein Transfer nach Frankfurt war bis Sonntag nicht abgeschlossen.

Bis zum Bundesligaauftakt bleiben weniger als drei Wochen

Für Hütter und Sportvorstand Markus Krösche läuft damit ein komplexer Umbau gleichzeitig in zwei Richtungen. Spieler ohne klare sportliche Perspektive sollen den Verein verlassen, während bestimmte Positionen noch verstärkt werden müssen. Der Ebimbe Verkauf hat den Kader bereits verkleinert, bei Batshuayi, Futkeu, Ngankam, Skhiri und Nkounkou stehen Entscheidungen aber weiterhin aus. Auch Wahis Zukunft ist trotz seiner vorläufigen Rückkehr ins Team offen.

Zeit bleibt noch, doch der erste Pflichtspieltermin rückt näher. Am 21. August tritt Frankfurt in der ersten Runde des DFB-Pokals beim SC St. Tönis an. Der Bundesligaauftakt folgt am Samstag, 29. August, um 15.30 Uhr beim 1. FC Union Berlin. Hütters gewünschter kleinerer Kader dürfte deshalb schon vor dem Ligastart deutlichere Konturen bekommen.

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