
Bares für Rares heute läuft am Montag, 10. August 2026, wieder am Nachmittag im ZDF. Die Ausgabe beginnt um 15.05 Uhr und endet planmäßig um 16.00 Uhr. Moderator Horst Lichter empfängt dabei Menschen, die Antiquitäten, Schmuck, Kunst, Designobjekte oder ungewöhnliche Fundstücke schätzen lassen und im besten Fall direkt verkaufen möchten. Welche Gegenstände in der heutigen Ausgabe konkret zu sehen sein werden, ist vor der Ausstrahlung nicht verlässlich bestätigt. Deshalb lassen sich für diese Folge weder bestimmte Objekte noch Schätzwerte oder spätere Verkaufspreise seriös vorwegnehmen. Fest steht dagegen der seit Jahren etablierte Ablauf der Sendung, bei dem Expertise und anschließend der mögliche Verkauf im Händlerraum klar voneinander getrennt sind.
Horst Lichter ist seit dem Start von „Bares für Rares“ im Jahr 2013 das Gesicht der ZDF-Sendung. Der frühere Fernsehkoch übernimmt dabei nicht die fachliche Bewertung der mitgebrachten Gegenstände. Seine Aufgabe liegt vielmehr darin, die Verkäufer zu begrüßen, die Geschichte hinter einem Objekt aufzunehmen und gemeinsam mit den Fachleuten durch die Expertise zu führen. Dadurch verbindet er die persönliche Geschichte eines Fundstücks mit der sachlichen Einschätzung seines Alters, seiner Herkunft und seines möglichen Marktwerts. Das ZDF beschreibt das Grundprinzip entsprechend als Mischung aus seltenen Fundstücken, fachlicher Begutachtung und anschließendem Handel.
Für den Ablauf ist diese Rollenverteilung entscheidend. Lichter fragt häufig zunächst nach der Herkunft eines Stückes und danach, wie es in den Besitz der Verkäufer gelangt ist. Außerdem spielt der persönliche Wunschpreis eine Rolle. Erst danach wird interessant, wie stark dieser Wunsch von der fachlichen Bewertung abweicht. Lichter entscheidet nicht selbst über den Wert und bietet auch nicht auf die Objekte. Er bildet vielmehr die Schnittstelle zwischen den Menschen, die ihre Raritäten mitbringen, den Experten und schließlich den Händlern. Dass die Sendung seit mehr als einem Jahrzehnt auf dieses Prinzip setzt, zählt zu den wichtigsten Konstanten des Formats.
Bevor ein Gegenstand überhaupt in den Händlerraum gelangen kann, wird er von einem Mitglied des Expertenteams untersucht. Je nach Objekt kommen dabei unterschiedliche Fachgebiete zum Einsatz. Zum bekannten Expertenkreis gehören unter anderem die Kunsthistorikerin Dr. Heide Rezepa-Zabel, die Goldschmiedemeisterin Wendela Horz, Sven Deutschmanek und Detlev Kümmel. Auch Kunsthistoriker wie Colmar Schulte-Goltz sowie weitere Spezialisten werden für passende Objektgruppen eingesetzt. In ZDF-Sonderausgaben des Jahres 2026 waren beispielsweise Rezepa-Zabel, Horz, Deutschmanek und Kümmel gemeinsam für die Begutachtungen zuständig.
Bei der Expertise reicht ein auffälliges Aussehen nicht aus. Bei Schmuck spielen etwa Edelmetall, Legierung, Edelsteine, Verarbeitung, Alter, Erhaltungszustand und mögliche Hersteller eine Rolle. Bei Gemälden werden unter anderem Künstler, Signatur, Technik, Entstehungszeit, Provenienz und Zustand betrachtet. Designobjekte, Spielzeug, Möbel oder technische Geräte wiederum können wegen ihres Herstellers, ihrer Seltenheit, ihres Zustands oder einer besonderen Modellvariante interessant sein. Ziel ist eine begründete Marktwerteinschätzung. Dabei handelt es sich nicht um eine Garantie dafür, dass später genau dieser Betrag bezahlt wird. Im Händlerraum entsteht der tatsächliche Preis erst durch Angebot und Nachfrage.
Nach einer positiven Expertise kann Horst Lichter die sogenannte Händlerkarte vergeben. Sie ermöglicht den nächsten Schritt der Sendung. Der Verkäufer darf sein Objekt anschließend den anwesenden Händlern präsentieren. Dort beginnt ein völlig neuer Teil des Formats, denn die zuvor genannte Expertise bestimmt nicht automatisch das erste Gebot oder den späteren Kaufpreis. Die Händler entscheiden selbst, ob ein Stück zu ihrem Sortiment, ihrem persönlichen Interesse oder ihren geschäftlichen Vorstellungen passt. Dass Expertise und Verhandlung getrennt sind, gehört zum Kern von „Bares für Rares“. Das ZDF beschreibt die Kombination ausdrücklich als Begutachtung der Raritäten und anschließendes Verhandeln im Händlerraum.
Mehrere Interessenten können sich gegenseitig überbieten. Ebenso kann es vorkommen, dass das höchste Angebot unter dem Wunschpreis des Verkäufers bleibt. Ein Verkaufszwang besteht innerhalb dieses Fernsehprinzips nicht. Erst wenn sich beide Seiten auf einen Betrag einigen, kommt der Deal zustande. Gerade diese Differenz zwischen Expertenwert, persönlicher Preisvorstellung und tatsächlichen Händlergeboten liefert einen wesentlichen Teil der Spannung. Ein Gegenstand kann fachlich wertvoll sein, ohne bei der jeweiligen Händlerrunde großen Wettbewerb auszulösen. Umgekehrt können mehrere Interessenten den Preis nach oben treiben.
Über die Jahre hat „Bares für Rares“ neben Horst Lichter zahlreiche Händler zu bekannten Fernsehgesichtern gemacht. Zu den besonders etablierten Namen zählen Walter „Waldi“ Lehnertz, Susanne Steiger, Fabian Kahl, Wolfgang Pauritsch und Julian Schmitz-Avila. In neueren Ausgaben gehören beziehungsweise gehörten außerdem Händlerinnen und Händler wie Daniel Meyer, Sarah Schreiber, Dr. Elisabeth „Lisa“ Nüdling, David Suppes, Christian Vechtel oder Benjamin Leo zum wechselnden Ensemble. Nicht alle sitzen gleichzeitig am Tisch. Die Zusammensetzung des Händlerraums variiert zwischen den Aufzeichnungen.
Die unterschiedlichen Fachgebiete und Interessen sind für den Wettbewerb wichtig. Susanne Steiger ist besonders mit hochwertigem Schmuck und Antiquitäten verbunden, während andere Händler Schwerpunkte etwa bei Kunst, Design, Möbeln, technischen Sammlerstücken oder ausgefallenen Kuriositäten haben. Ein Objekt muss deshalb nicht für jeden gleichermaßen interessant sein. Gerade wenn zwei oder mehr Händler denselben Gegenstand unbedingt erwerben wollen, entwickeln sich jene Bieterrunden, die zu den bekanntesten Szenen des Formats gehören.
Die Bandbreite möglicher Gegenstände ist außergewöhnlich groß. In früheren ZDF-Ausgaben waren unter anderem Colliers, Broschen, Ringe, Porzellanfiguren, Gemälde, historische Gebrauchsgegenstände, Spielzeug und technische Geräte zu sehen. Das ZDF fasst das Konzept selbst sehr weit und spricht von alten Fundstücken aus Keller oder Garage ebenso wie von echten Raritäten. Auch Rückblicksformate zeigen die Spannweite zwischen historischen Gemälden, Schmuck, Möbeln und ausgesprochen ungewöhnlichen Objekten.
Entscheidend ist dabei nicht allein das Alter. Ein sehr altes Objekt kann einen vergleichsweise niedrigen Marktwert besitzen, wenn es häufig vorkommt, stark beschädigt ist oder kaum Nachfrage besteht. Ein deutlich jüngeres Designstück kann dagegen wertvoll werden, wenn Hersteller, Modell, geringe Stückzahl und guter Zustand zusammentreffen. Bei bekannten Künstlern und Marken sind zusätzlich Echtheit und nachvollziehbare Herkunft wesentlich. Originale Rechnungen, Zertifikate, Punzen, Signaturen oder andere Belege können deshalb für eine Bewertung besonders hilfreich sein.
Einige Verkäufe haben sich weit über die jeweilige Folge hinaus in der Geschichte von „Bares für Rares“ eingeprägt. Als einer der bekanntesten Spitzenwerte gilt ein 2019 angebotenes Reliquienkreuz. Das aufwendig mit Diamanten besetzte Stück wurde von Händlerin Susanne Steiger für 42.000 Euro erworben. Der Verkauf wird in Rückblicken auf die höchsten Preise der Sendung weiterhin als Rekorddeal geführt.
Auch andere Fälle zeigen, wie weit die Summen auseinanderliegen können. Eine historische Goldmünze aus dem 17. Jahrhundert erzielte 25.000 Euro. Ein russischer Kovsh, ein historisches Trinkgefäß, wurde für 29.000 Euro gekauft, nachdem er ursprünglich für nur wenige Euro auf einem Flohmarkt erworben worden war. Zu den ebenfalls viel beachteten Fällen zählt ein Gemälde, das Fabian Kahl für 30.500 Euro kaufte. Solche Summen sind jedoch klare Ausnahmen. Der Reiz der Sendung besteht gerade darin, dass neben wertvollen Kunstwerken oder Schmuckstücken auch Alltagsgegenstände und Kuriositäten mit deutlich niedrigeren Bewertungen auftreten.
Wer selbst eine Rarität besitzt, kann sich über das offizielle Bewerbungsformular für die Sendung melden. Gefragt werden zunächst persönliche Kontaktdaten und Informationen über den Gegenstand. Bewerber sollen beschreiben, welche Geschichte sie mit der Rarität verbinden, was sie bereits über deren Wert wissen und welche Angaben zu Maßen, Gewicht oder Hersteller vorhanden sind. Außerdem wird gefragt, ab welchem Betrag das Objekt verkauft werden würde.
Besonders wichtig sind Fotos. Das Bewerbungsformular verlangt scharfe und gut ausgeleuchtete Aufnahmen und erlaubt aktuell bis zu fünf Bilder je Rarität. Mehrere Gegenstände können innerhalb einer Bewerbung ergänzt werden. Bewerben können sich Erwachsene. Bei Minderjährigen muss ein Elternteil oder eine erziehungsberechtigte Person die Bewerbung übernehmen. Eine Bewerbung bedeutet allerdings noch nicht automatisch, dass der Gegenstand tatsächlich in einer Fernsehausgabe gezeigt wird. Die Produktion prüft zunächst die eingereichten Angaben und die Eignung für das Format.
Wer die heutige Ausgabe um 15.05 Uhr verpasst, findet „Bares für Rares“ auch über das Streamingangebot des ZDF. Dort besitzt die tägliche Show eine eigene Sendungsseite mit verfügbaren Folgen und weiteren Formaten rund um die Marke. Neben regulären Ausgaben gibt es unter anderem „Bares für Rares XXL“, die „Lieblingsstücke“ und „Händlerstücke“. Bei letzterem Format steht beispielsweise im Mittelpunkt, was nach einem Kauf mit ausgewählten Gegenständen passiert ist.
Damit ist „Bares für Rares“ längst mehr als nur eine klassische Nachmittags-Trödelshow. Das Grundprinzip ist dennoch seit Jahren leicht wiederzuerkennen: Ein Gegenstand kommt mit einer persönlichen Geschichte in die Sendung, Fachleute prüfen seinen tatsächlichen Hintergrund und Wert, Horst Lichter begleitet die Besitzer durch die Expertise und im Händlerraum entscheidet sich schließlich, ob aus einer vermeintlichen Rarität tatsächlich Bares wird. Heute beginnt die nächste reguläre ZDF-Ausgabe um 15.05 Uhr.






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