Sicherheitskontrolle am Hamburg Airport läuft nach Räumung wieder an

Mittendrin Flughafen Frankfurt – Terminal 3 Testbetrieb mit Komparsen
Mittendrin Flughafen Frankfurt heute um 21:00 Uhr im HR (Foto: Symbolbild)

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Unbefugter Zutritt löst Einsatz am Hamburg Airport aus

Am Hamburg Airport ist am Freitagvormittag der Sicherheitsbereich zeitweise geräumt worden. Nach Angaben der Bundespolizei kam es um 09:21 Uhr zu einem unbefugten Zutritt zum Sicherheitsbereich des Flughafens. Die betroffene Person wurde von Einsatzkräften festgestellt und in Gewahrsam genommen. Weil eine Beeinträchtigung der Luftsicherheit zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, leitete die Bundespolizei umfangreiche Maßnahmen ein. Der betroffene Bereich wurde geräumt, Reisende mussten den Sicherheitsbereich verlassen.

Mann drückte offenbar versehentlich einen Notknopf

Nach bisherigen Angaben soll ein Mann offenbar versehentlich einen Notknopf an einer Tür gedrückt haben. Dadurch öffnete sich nach NDR-Informationen eine Nottür, über die der Mann ohne Sicherheitskontrolle in einen gesicherten Bereich gelangte. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte dem NDR, man gehe davon aus, dass der Notknopf unbeabsichtigt betätigt worden sei. Eine vorsätzliche Handlung war zunächst nicht erkennbar. Dennoch musste sichergestellt werden, dass im Sicherheitsbereich keine Gefahr bestand.

Sicherheitsbereich gegen 11.30 Uhr wieder freigegeben

Die Maßnahmen im betroffenen Bereich waren nach Angaben der Bundespolizei am späten Vormittag abgeschlossen. Die zentrale Luftsicherheitskontrollstelle lief seit 11:30 Uhr wieder an. Damit dauerte die Sperrung rund zwei Stunden. Der Flugbetrieb wurde anschließend wieder aufgenommen. Der Hamburg Airport rechnete jedoch auch nach der Freigabe mit weiteren Verzögerungen im Tagesverlauf.

Starts gestoppt, Verspätungen und Streichungen erwartet

Während der Sperrung konnten von Hamburg aus keine Flugzeuge starten. Ankommende Maschinen konnten laut dpa dagegen landen. Ein Flughafensprecher erklärte demnach, es werde im Laufe des Tages weiter erhebliche Verzögerungen geben, außerdem seien etliche Flugstreichungen zu erwarten. Eine genaue Zahl lag zunächst nicht vor. Unter den sichtbar betroffenen Verbindungen war auch Swiss LX1053 von Hamburg nach Zürich. Für den Flug wies FlightStats zeitweise eine geschätzte Abflugzeit von 14:00 Uhr statt 10:50 Uhr aus.

Keine Hinweise auf weitere Gefährdung

Eine konkrete Gefährdungslage über den unbefugten Zutritt hinaus wurde zunächst nicht bekannt. Die Bundespolizei begründete die Maßnahmen damit, dass eine Beeinträchtigung der Luftsicherheit nicht ausgeschlossen werden konnte. Der Vorfall stand nach dpa-Angaben nicht im Zusammenhang mit einer Bundeswehr-Übung am Hamburger Flughafen. Dort waren in derselben Woche Tornado-Kampfflugzeuge stationiert gewesen, die den Airport am Vormittag wieder verlassen hatten.

Ähnliche Vorfälle gab es bereits früher

Sicherheitsvorfälle mit anschließenden Betriebsstörungen gab es am Hamburg Airport bereits in früheren Jahren. Im Juni 2022 wurde der zentrale Kontrollbereich geräumt, nachdem eine Person mit einem nicht vollständig überprüften Gepäckstück die Kontrolle passiert hatte. Auch damals wurden Abflüge gestoppt, später stellte sich das Gepäckstück als unbedenklich heraus. 2019 wurde der Sicherheitsbereich nach einem Fall gesperrt, bei dem ein Mann ohne Bordkarte und Ausweis in ein Flugzeug gelangt war.

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