
Oliver Rölke verlässt Hertha BSC und wechselt zur kommenden Saison zum VfB Stuttgart II. Der Transfer wurde am Freitag, 12. Juni 2026, offiziell vermeldet und betrifft die U21 des VfB, die in der 3. Liga antritt. Für den 21 Jahre alten Mittelstürmer ist es der nächste Schritt nach mehreren Jahren im Berliner Nachwuchsbereich und zuletzt starken Leistungen für Hertha BSC II in der Regionalliga Nordost. Der VfB Stuttgart bestätigte den Zugang auf seiner Vereinsseite, Hertha BSC veröffentlichte parallel den Abschied des Angreifers.
Oliver Rölke kommt von Hertha BSC zur zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart. Laut offizieller VfB-Mitteilung soll der 21-jährige Stürmer künftig für die U21 der Schwaben auflaufen. Der Klub hebt dabei seine vergangene Saison hervor, in der Rölke für Hertha BSC II zwölf Treffer in der Regionalliga Nordost erzielte. Auch Hertha bestätigte den Wechsel und erklärte, dass der Angreifer zur neuen Saison zur zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart wechselt, die in der 3. Liga spielt. Der Transfer ist deshalb nicht nur ein klassischer Nachwuchswechsel, sondern auch ein klarer sportlicher Aufstieg aus der Regionalliga in den Profibereich der 3. Liga.
Besonders macht den Wechsel, dass Oliver Rölke bei Hertha BSC lange als talentierter Angreifer aus dem eigenen Nachwuchs galt. Der gebürtige Berliner hatte 2024 einen Profivertrag bei Hertha unterschrieben, blieb im Lizenzspielerbereich aber ohne den großen Durchbruch. Bei der U23 sammelte er dagegen regelmäßig Spielpraxis und bewies vor dem Tor seine Qualität. Der VfB Stuttgart II bekommt damit keinen unerfahrenen Nachwuchsspieler, sondern einen Stürmer, der in der Regionalliga bereits belastbare Zahlen geliefert hat. Liga3-online bezeichnete ihn am Freitag als Neuzugang mit vielen echten Stürmerqualitäten. Für eine U21 in der 3. Liga kann genau dieses Profil wertvoll sein: jung, entwicklungsfähig, körperlich präsent und bereits an Männerfußball gewöhnt.
Oliver Rölke wurde am 6. Januar 2005 geboren und ist Mittelstürmer. Das Bundesliga-Profil führt ihn mit einer Größe von 1,92 Metern. Diese körperliche Präsenz erklärt, warum er in mehreren Berichten als klassischer Strafraumspieler beschrieben wird. Bei Hertha BSC durchlief er mehrere Nachwuchsstationen und entwickelte sich vor allem in der U19 zu einem auffälligen Torjäger. Als Hertha ihn im Juni 2024 mit einem Profivertrag ausstattete, verwies der Klub auf eine starke U19-Saison mit 20 Treffern in 18 Pflichtspielen. Für die U23 kam danach die nächste Entwicklungsstufe im Erwachsenenfußball. Dort erzielte er nach Angaben des VfB in der vergangenen Saison zwölf Tore in der Regionalliga Nordost.
Beim VfB Stuttgart II soll Oliver Rölke vor allem die Offensive verstärken. Die zweite Mannschaft des VfB ist für junge Spieler ein anspruchsvolles Umfeld, weil sie nicht nur ausbildet, sondern in der 3. Liga Woche für Woche gegen erfahrene Profis bestehen muss. Rölke bringt dafür mehrere Voraussetzungen mit. Er hat Größe, kann Kopfbälle spielen, im Strafraum Präsenz zeigen und jungen Offensivspielern Räume öffnen. Gleichzeitig dürfte der Wechsel für ihn persönlich eine Chance sein, sich regelmäßig auf einem höheren Niveau zu beweisen.
Aus Sicht des VfB passt der Transfer auch zur Rolle der zweiten Mannschaft. Die U21 soll Talente entwickeln, braucht aber trotzdem Spieler, die im körperlichen und taktischen Alltag der 3. Liga bestehen können. Rölke kommt nicht als fertiger Profi, sondern als Spieler mit klar erkennbarem Profil. Genau das macht den Transfer interessant. Er ist kein großer Name aus der Bundesliga, aber ein Angreifer, der in seiner Altersklasse und in der Regionalliga bereits gezeigt hat, dass er Tore erzielen kann. Für Stuttgart kann daraus ein sinnvoller Baustein im Kader entstehen.
Für die kommende Saison ist der Wechsel von Oliver Rölke ein Transfer mit Entwicklungsperspektive. Hertha BSC verliert einen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, der dort zwar gefördert wurde, im Profikader aber keinen festen Platz fand. Der VfB Stuttgart II erhält dagegen einen Stürmer, der sofort um Spielzeit kämpfen kann und zugleich noch nicht am Ende seiner Entwicklung steht. Gerade in der 3. Liga kann ein körperlich starker Mittelstürmer wichtig werden, weil viele Partien über Zweikämpfe, Standards und Effizienz im Strafraum entschieden werden.
Für Rölke selbst ist der Schritt nach Stuttgart deshalb nachvollziehbar. Er verlässt sein gewohntes Berliner Umfeld, geht aber in eine Liga, in der er sich stärker zeigen kann. Sollte er seine Trefferquote aus der Regionalliga annähernd bestätigen, könnte er für die U21 des VfB schnell zu einem wichtigen Faktor werden. Der Transfer ist damit weniger spektakulär als ein großer Bundesligawechsel, sportlich aber sehr interessant. Oliver Rölke bekommt beim VfB Stuttgart II die Bühne, die er für den nächsten Karriereschritt braucht.
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