
Mit „2012“ zeigt SAT.1 am Samstagabend einen der aufwendigsten Katastrophenfilme der 2000er-Jahre. Roland Emmerich verbindet in der US-kanadischen Produktion eine globale Untergangsgeschichte mit dem Überlebenskampf einer getrennten Familie. Der 2009 veröffentlichte Film ist prominent besetzt, kostete rund 200 Millionen US-Dollar und wurde weltweit zu einem großen Kinoerfolg.
„2012“ läuft heute, am Samstag, 25. Juli 2026, um 20:15 Uhr bei SAT.1. Der Sender hat für den Film den Zeitraum bis 23:30 Uhr vorgesehen. Die Kinofassung dauert 158 Minuten. Die längere TV-Strecke erklärt sich durch die eingeplanten Werbeunterbrechungen. Direkt im Anschluss zeigt SAT.1 ab 23:30 Uhr den Actionfilm „Skyscraper“ mit Dwayne Johnson.
Bei der heutigen Ausstrahlung handelt es sich nicht um eine Fernsehpremiere, sondern um eine Wiederholung des Kinofilms aus dem Jahr 2009. Nach dem globalen Katastrophenszenario folgt ein weiterer Film, in dem eine Familie aus einer lebensgefährlichen Lage gerettet werden muss.
Im Mittelpunkt stehen zunächst zwei Handlungsstränge. Der Geologe Adrian Helmsley stößt bei einem Besuch in Indien auf Messwerte, die auf tiefgreifende Veränderungen im Erdinneren hindeuten. Seine Warnungen erreichen die politische Führung der Vereinigten Staaten. Hinter verschlossenen Türen beginnen daraufhin die Vorbereitungen auf eine weltweite Katastrophe.
Parallel begleitet der Film Jackson Curtis, einen erfolglosen Schriftsteller und Chauffeur in Los Angeles. Er lebt getrennt von seiner früheren Frau Kate und versucht, den Kontakt zu den gemeinsamen Kindern Noah und Lilly zu halten. Während eines Ausflugs in den Yellowstone-Nationalpark begegnet Jackson dem Radiomoderator Charlie Frost. Dessen scheinbar abwegige Warnungen gewinnen an Bedeutung, als sich die ersten Anzeichen des angekündigten Zusammenbruchs zeigen.
Von diesem Punkt an folgt „2012“ Jacksons Versuch, seine Familie in Sicherheit zu bringen. Die Figuren bewegen sich durch eine Welt, in der Erdbeben, Vulkanausbrüche und Flutwellen ganze Regionen verändern. Zugleich stellt der Film die Frage, wer von geheimen Rettungsplänen erfährt und nach welchen Kriterien Menschen geschützt werden. Wie der Überlebenskampf endet, wird hier nicht vorweggenommen.
John Cusack spielt Jackson Curtis, Amanda Peet ist als dessen frühere Ehefrau Kate zu sehen. Die Kinder Noah und Lilly werden von Liam James und Morgan Lily dargestellt. Chiwetel Ejiofor übernimmt die Rolle des Wissenschaftlers Adrian Helmsley, der früh vor der drohenden Entwicklung warnt.
Zum weiteren Ensemble gehören Oliver Platt als Regierungsberater Carl Anheuser, Thandiwe Newton als Präsidententochter Laura Wilson und Danny Glover als US-Präsident Thomas Wilson. Woody Harrelson spielt Charlie Frost, der seine Theorien über eine eigene Radiosendung verbreitet. Außerdem wirken unter anderem Tom McCarthy, Zlatko Burić, Chin Han und Jimi Mistry mit.
Die Besetzung verbindet bekannte Hauptdarsteller mit zahlreichen Figuren aus Wissenschaft, Politik und Krisenmanagement. Dadurch wechselt die Perspektive regelmäßig zwischen dem privaten Überlebenskampf der Familie Curtis und den Entscheidungen auf staatlicher Ebene.
Regie führte Roland Emmerich, der das Drehbuch gemeinsam mit Harald Kloser schrieb. Als Produzenten waren Kloser, Mark Gordon und Larry Franco beteiligt. Die Kamera übernahm Dean Semler, das Szenenbild verantwortete Barry Chusid. Die Filmmusik stammt von Harald Kloser und Thomas Wander. Produziert wurde der Film von Columbia Pictures und Centropolis Entertainment, den Vertrieb übernahm Sony Pictures.
Ein großer Teil der Dreharbeiten fand in der kanadischen Provinz British Columbia statt. Für die zahlreichen digitalen Zerstörungssequenzen arbeiteten mehrere Effektstudios zusammen. Dazu gehörten Uncharted Territory, Double Negative, heute DNEG, Sony Pictures Imageworks und Scanline VFX.
Die Unternehmen teilten sich große Szenenkomplexe wie die Ereignisse im Yellowstone-Nationalpark, die Zerstörung bekannter Bauwerke und die Darstellung gewaltiger Wassermassen. Reale Kulissen und Studioaufnahmen wurden dafür mit umfangreichen computergenerierten Landschaften, Gebäuden und Naturereignissen verbunden.
Das Produktionsbudget lag bei rund 200 Millionen US-Dollar. Der Aufwand zeigt sich besonders in den großflächigen digitalen Umgebungen, den langen Fluchtsequenzen und der Kombination aus real gedrehten Elementen und vollständig am Computer erzeugten Bildern.
„2012“ spielte weltweit rund 791,2 Millionen US-Dollar ein. Davon entfielen etwa 166,1 Millionen Dollar auf die USA und Kanada. Der deutlich größere Anteil wurde auf internationalen Märkten erwirtschaftet. Der Film gehörte damit zu den fünf weltweit erfolgreichsten Kinoproduktionen des Jahres 2009.
In Roland Emmerichs Filmografie zählt „2012“ zu den kommerziell stärksten Regiearbeiten. Beim weltweiten Einspielergebnis liegt der Film nur knapp hinter „Independence Day“. Inhaltlich steht er in einer Reihe mit Emmerichs groß angelegten Katastrophen- und Science-Fiction-Filmen wie „Independence Day“, „Godzilla“ und „The Day After Tomorrow“.
Typisch für diese Phase seines Werks sind eine weltweite Bedrohung, wissenschaftliche Warnungen, politische Entscheidungsebenen und private Familiengeschichten. „2012“ treibt dieses Konzept besonders weit, weil der Film nicht nur einzelne Städte oder Länder, sondern nahezu die gesamte Erde als Schauplatz einer Kettenreaktion nutzt.
Der Kinoerfolg bestätigte, dass Emmerichs Kombination aus bekannten Stars, emotionaler Familienhandlung und aufwendiger Tricktechnik auch Ende der 2000er-Jahre ein großes internationales Publikum erreichte.
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