
Gehalt ist in Deutschland oft Privatsache. RTL macht das Thema heute Abend zur Primetime sichtbar. Um 20:15 Uhr zeigt der Sender eine neue Ausgabe von „Was verdient Deutschland? Das große Gehaltsranking“. Die Sendung vergleicht Einkommen aus unterschiedlichen Berufen und Branchen und spricht mit Menschen, die offenlegen, was sie verdienen, sowie die Frage, welche Tätigkeiten im Vergleich besonders weit oben oder weit unten landen.
Die neue Folge läuft am Mittwoch, 27. Mai 2026, von 20:15 bis 22:35 Uhr bei RTL. Es handelt sich um Folge 03.01 der Reihe. Moderiert wird das Format von Steffen Hallaschka. Als Reporter sind Stefan Uhl und Carolin von der Groeben beteiligt. Nach der TV-Ausstrahlung ist die Ausgabe auch bei RTL+ abrufbar.
Für die neue Ausgabe kündigt RTL mehrere konkrete Vergleichsfelder an. Dazu gehört die Frage, ob ein katholischer Geistlicher mehr verdient als eine evangelische Pfarrerin. Außerdem geht es um die Einkünfte einer Domina und um Gehälter in Unternehmen wie Nestlé, Oral-B und Diamant Fahrräder. Die Sendung verbindet damit klassische Berufsbilder, große Arbeitgeber und Tätigkeiten, über deren Einkommen selten öffentlich gesprochen wird.
Steffen Hallaschka begleitet die Sendung als Moderator. Gemeinsam mit Stefan Uhl und Carolin von der Groeben soll er Einblicke in Gehaltsabrechnungen und Arbeitswelten geben. RTL kündigt dabei nicht nur einzelne Lohnangaben an, sondern auch Hintergründe zu Berufen, Branchen und Unternehmen. Die Sendung setzt damit auf ein Thema, das viele Beschäftigte betrifft, aber im Alltag oft nur zurückhaltend besprochen wird.
Die Reihe läuft bereits seit 2024. Die aktuelle Ausgabe am 27. Mai 2026 wird als neue Folge der vierten Staffel geführt.
Die Sendung trifft auf ein Thema, das auch statistisch große Unterschiede zeigt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag der mittlere Bruttojahresverdienst von Vollzeitbeschäftigten in Deutschland 2025 einschließlich Sonderzahlungen bei 54.066 Euro. Am oberen Rand der Verteilung lagen die obersten zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten 2025 bei 100.719 Euro brutto oder mehr im Jahr. Die unteren zehn Prozent erzielten 33.828 Euro brutto oder weniger.
Die Bundesagentur für Arbeit bezifferte das Medianentgelt sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigter für 2024 auf 4.013 Euro im Monat. Regional lagen die höchsten Medianentgelte in Hamburg, Baden-Württemberg und Hessen. Die niedrigsten Werte wurden für Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt ausgewiesen.
Das individuelle Gehalt hängt von vielen Faktoren ab, darunter Beruf, Anforderungsniveau, Branche, Unternehmensgröße, Tarifbindung, Alter, Bildungsabschluss und Geschlecht. Beim Gender Pay Gap verdienten Frauen nach Angaben des Statistischen Bundesamts pro Stunde durchschnittlich 16 Prozent weniger als Männer. Der bereinigte Gender Pay Gap, der vergleichbare Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie berücksichtigt, lag bei sechs Prozent.
Im April 2025 zählten rund 6,3 Millionen Jobs in Deutschland zum Niedriglohnsektor. Der Anteil lag wie im Vorjahr bei 16 Prozent. Als Niedriglohn galt ein Bruttostundenverdienst von weniger als 14,32 Euro.
Die Frage, wer was verdient, ist längst nicht mehr nur ein privates Thema. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie muss bis Juni 2026 in nationales Recht umgesetzt werden. Sie soll Entgeltgleichheit stärken und sieht unter anderem Berichtspflichten für Arbeitgeber sowie Auskunftsrechte für Beschäftigte vor.
Vor diesem Hintergrund passt die RTL-Sendung in eine breitere Debatte über Lohntransparenz, Fairness und Einkommensunterschiede. „Was verdient Deutschland? Das große Gehaltsranking“ arbeitet diese Fragen nicht als politische Fachdebatte auf, sondern über konkrete Berufe und persönliche Gehaltsangaben. Genau darin liegt der Reiz des Formats: Es macht sichtbar, wie unterschiedlich Arbeit in Deutschland bezahlt wird.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu