Mit 77 noch einmal anfangen: Das zeigt 37 Grad heute im ZDF

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Wie sieht ein beruflicher Neuanfang aus, wenn andere längst an den Ruhestand denken? Dieser Frage widmet sich die neue Ausgabe der ZDF-Reportagereihe 37 Grad. Der Film Durchstarten im Alter läuft am heutigen Dienstag, 1. September 2026, um 22.15 Uhr im ZDF. Es handelt sich um eine Erstausstrahlung. Die Reportage dauert rund 29 Minuten und ist bereits seit 5 Uhr im Streamingangebot des Senders verfügbar. Dort soll sie fünf Jahre lang abrufbar bleiben.

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Im Mittelpunkt stehen Menschen, die sich auch jenseits des klassischen Rentenalters nicht vollständig aus dem Berufsleben zurückziehen wollen. Hauptschauplatz ist ein Gasthaus im Raum Essen-Borbeck, das ausdrücklich Menschen verschiedener Generationen zusammenbringen soll. Dort treffen zwei sehr unterschiedliche Formen des späten beruflichen Neustarts aufeinander.

Gunther beginnt mit 77 Jahren als Servicekraft

Gunther ist 77 Jahre alt und sucht noch einmal eine Aufgabe mit regelmäßigem Kontakt zu anderen Menschen. Gemeinsam mit seiner Frau Beate, die mit 65 Jahren weiterhin in ihrem Kosmetikstudio arbeitet, sieht er sich Stellenangebote an. Schließlich findet er eine Tätigkeit in der Gastronomie. In der sogenannten Wundertüte, einer Mischung aus Restaurant und Begegnungsort, wird Unterstützung im Service und beim Empfang der Gäste gesucht.

Die Reportage begleitet Gunther bei diesem Einstieg und zeigt damit eine Form von Erwerbsarbeit, die deutlich über das übliche Renteneintrittsalter hinausgeht. Dabei geht es nicht allein um Einkommen. Das ZDF stellt vor allem den Wunsch nach gesellschaftlicher Teilhabe, Beschäftigung und Kontakten in den Mittelpunkt.

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Auch der Umgang mit neuen Arbeitsabläufen gehört zur Geschichte. Programminformationen und veröffentlichte Szenenbilder zeigen etwa, dass der 77-Jährige sich den Umgang mit einer digitalen Kasse erklären lässt. Gleichzeitig arbeitet er mit deutlich jüngeren Beschäftigten zusammen. Damit rückt die Folge auch die praktische Zusammenarbeit verschiedener Altersgruppen in den Fokus.

Auch der Betreiber startete erst im Rentenalter neu

Der zweite zentrale Protagonist ist Jörg. Er ist inzwischen 69 Jahre alt und übernahm das Lokal nach Angaben des ZDF mit 65. Gemeinsam mit seiner Frau Gabriele, die heute 79 Jahre alt ist, entwickelte er die frühere Gastronomie zu einem Treffpunkt weiter. Beide kamen als Quereinsteiger in die Branche.

Auslöser war die Schließung einer griechischen Taverne, die sich zuvor in dem Gebäude befunden hatte. Statt den gastronomischen Betrieb vollständig aufzugeben, entstand die Idee für einen Ort, an dem Gäste nicht nur essen, sondern bewusst miteinander ins Gespräch kommen können. Das Konzept soll ältere und jüngere Menschen gleichermaßen ansprechen.

Die wirtschaftliche Seite des Vorhabens spielt ebenfalls eine Rolle. Veröffentlichtes Bildmaterial zur Sendung zeigt unter anderem einen Gastroberater, der das Projekt unterstützt, sowie eine Baustelle im Umfeld des Lokals. Nach den Programminformationen belastet der Bau einer Verkehrstrasse den Betrieb. Wie sich die Situation am Ende entwickelt, gehört zum Verlauf der Reportage.

Alternde Bevölkerung verändert den deutschen Arbeitsmarkt

Die Geschichte bekommt durch die demografische Entwicklung eine über den einzelnen Betrieb hinausgehende Bedeutung. Das ZDF verweist in der Folge darauf, dass bis 2036 rund 13 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Rentenalter überschritten haben werden. Diese Größenordnung geht auf frühere Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zurück. 2022 hatte Destatis auf Basis des Mikrozensus 2021 mitgeteilt, dass bis 2036 etwa 12,9 Millionen Erwerbspersonen das Rentenalter erreichen oder überschreiten würden.

Inzwischen liegt eine aktuellere Berechnung vor. Nach den im Juni 2026 veröffentlichten Ergebnissen des Mikrozensus 2025 werden bis 2040 rund 13,3 Millionen der derzeitigen Erwerbspersonen das gesetzliche Rentenalter von 67 Jahren überschritten haben. Das entspricht etwa 30 Prozent des heutigen Arbeitskräfteangebots. Gleichzeitig weist Destatis darauf hin, dass jüngere Altersgruppen diese Jahrgänge zahlenmäßig nicht vollständig ersetzen können.

Die unterschiedlichen Jahreszahlen sind deshalb kein unmittelbarer Widerspruch. Sie beruhen auf verschiedenen Erhebungsständen und betrachteten Zeiträumen. Gemeinsam zeigen die Berechnungen jedoch, wie stark der Übergang der Babyboomer in den Ruhestand den deutschen Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren prägen wird.

Durchstarten im Alter ist eine neue 37-Grad-Folge

Durchstarten im Alter wird am 1. September erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Externe Episodendatenbanken führen die Ausgabe als laufende Folge 1245 der seit 1994 ausgestrahlten Reihe. Innerhalb der dort verwendeten Jahresstaffel 2026 wird sie als Folge 20 eingeordnet. Das ZDF selbst veröffentlicht auf seiner aktuellen Sendungsseite keine Staffelnummer, sondern führt den Film als eigenständige 37 Grad-Reportage.

Als Filmemacherin nennt der Sender Katharina Gugel. In Programmdatenbanken wird sie zugleich für das Drehbuch geführt. Eine davon getrennt ausgewiesene Regieangabe veröffentlicht das ZDF für diese Ausgabe nicht. Klassische Schauspieler oder Gastdarsteller gibt es bei dem dokumentarischen Format nicht. Die auftretenden Personen werden als reale Protagonisten begleitet.

Gedreht wurde schwerpunktmäßig in und um das porträtierte Gasthaus in Essen-Borbeck. Auch dessen historischer Hintergrund wird aufgegriffen. Nach ZDF-Angaben gab es an diesem Standort bereits vor 1900 Gastronomie. Die heutige Nutzung knüpft damit an eine lange lokale Tradition als Treffpunkt an.

37 Grad heute um 22.15 Uhr im ZDF

Die Ausstrahlung beginnt heute um 22.15 Uhr und endet nach dem veröffentlichten Programm um 22.45 Uhr. Damit stimmt die aktuelle ZDF-Programmplanung mit der angekündigten Sendezeit überein. Das ZDF weist die Onlinefassung mit 29 Minuten Laufzeit aus. Eine Wiederholung ist für Dienstag, 8. September, um 0 Uhr bei 3sat angekündigt.

Die vorherige neue 37 Grad-Ausgabe Im Gefängnis: Das Prinzip Hoffnung lief am 25. August ebenfalls um 22.15 Uhr im ZDF. Eine belastbar veröffentlichte Reichweite samt Marktanteil für diese konkrete Folge lag zunächst nicht vor.

Durchstarten im Alter verbindet damit ein persönliches Porträt mit einer Entwicklung, die den deutschen Arbeitsmarkt zunehmend beschäftigt: Viele Menschen erreichen das Rentenalter, während zugleich Arbeitskräfte fehlen. Die neue Reportage zeigt diesen Wandel nicht anhand abstrakter Modelle, sondern anhand von Menschen, die sich bewusst dafür entschieden haben, auch im höheren Alter beruflich oder unternehmerisch aktiv zu bleiben.

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