14 Tonnen Lachs an Bord: Sattelzug legt A1 Richtung Hamburg lahm

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein mit rund 14 Tonnen Lachs beladener Sattelzug hat am Freitagmorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen auf der A1 nördlich von Hamburg gesorgt. Das Fahrzeug kam im Kreis Stormarn zwischen den Anschlussstellen Bad Oldesloe und Bargteheide von der Autobahn ab und blieb teilweise neben der Fahrbahn auf einem Acker stehen. Verletzt wurde der Fahrer nicht. Die A1 musste in Fahrtrichtung Hamburg vollständig gesperrt werden. Auch auf einer Ausweichstrecke kam es wenig später zu einem weiteren Lkw-Unfall.

Sattelzug kommt im Baustellenbereich von der A1 ab

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizeidirektion Ratzeburg gegen 7.30 Uhr. Der Sattelzug war aus Richtung Lübeck nach Hamburg unterwegs. Im Baustellenbereich zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide kam das Fahrzeug aus zunächst ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Lastwagen blieb teilweise im angrenzenden Ackerbereich stecken.

Die Polizei richtete gegen 7.45 Uhr eine Vollsperrung in Richtung Süden und damit in Richtung Hamburg ein. Der Verkehr musste die Autobahn bereits an der Anschlussstelle Bad Oldesloe verlassen. Der betroffene Abschnitt liegt bei Pölitz im Kreis Stormarn und damit einige Kilometer nördlich des Hamburger Stadtgebiets.

Der Fahrer des Sattelzugs blieb unverletzt. Angaben zu weiteren Beteiligten gibt es nicht. Die Unfallursache war auch am Nachmittag noch nicht geklärt. Einen konkreten Sachschaden veröffentlichte die Polizei zunächst ebenfalls nicht.

14 Tonnen Lachs müssen aus dem Fahrzeug umgeladen werden

Zusätzlichen Aufwand verursachte die Ladung des Lastwagens. Nach übereinstimmenden Angaben des NDR und der Deutschen Presse-Agentur transportierte der Sattelzug rund 14 Tonnen Lachs. Die Ladung selbst blieb nach Angaben einer Polizeisprecherin unbeschädigt. Der Fisch musste allerdings umgeladen werden, damit die Kühlung weiter gewährleistet werden konnte.

Neben der eigentlichen Bergung waren anschließend Reinigungsarbeiten auf der Autobahn erforderlich. Die Polizeidirektion Ratzeburg ging in einer Folgemeldung am frühen Nachmittag davon aus, dass die Arbeiten voraussichtlich bis 18 Uhr dauern würden. Bis dahin sollte die A1 zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide in Richtung Hamburg vollständig gesperrt bleiben.

Damit zog sich die Sperrung über einen großen Teil des Freitags hin. Rund um Bad Oldesloe bildeten sich lange Rückstaus. Auch dpa berichtete am Nachmittag von erheblichen Verkehrsbehinderungen im Raum Bad Oldesloe.

Zweiter Lkw blockiert zeitweise die Umleitungsstrecke

Die Verkehrssituation verschärfte sich am Vormittag zusätzlich. Auf der Pölitzer Hauptstraße, die durch die Sperrung der Autobahn stärker belastet wurde, blieb gegen 10.40 Uhr ein weiterer Lastwagen mit seinem Auflieger unter einer Brückenunterführung stecken. Nach Angaben der Polizei hatte der Fahrer offenbar die Höhe seines Fahrzeugs falsch eingeschätzt. Auch die Straße musste daraufhin vollständig gesperrt werden.

Damit waren zeitweise sowohl die A1 in Richtung Hamburg als auch eine wichtige Ausweichverbindung nicht passierbar. Der Fahrer des zweiten Lastwagens blieb ebenfalls unverletzt.

Am frühen Nachmittag entspannte sich die Lage auf der Umleitungsstrecke zumindest teilweise. Der festgefahrene Lkw wurde geborgen. Wegen des Zusammenstoßes mit der Unterführung wurde zudem ein Statiker hinzugezogen. Nach dessen Begutachtung konnte die Verbindung zwischen Pölitz und Barkhorst wieder für den Verkehr freigegeben werden.

A1-Sperrung soll bis zum Abend dauern

Auf der Autobahn dauerten die Arbeiten dagegen weiter an. Nach der Bergung des Sattelzugs musste die Fahrbahn noch gereinigt werden. Die Polizei nannte am Nachmittag 18 Uhr als voraussichtlichen Zeitpunkt für das Ende der Vollsperrung. Dabei handelte es sich um eine Prognose für den Verlauf der Arbeiten, nicht um einen garantierten Freigabezeitpunkt.

Der Unfall traf eine der wichtigsten Straßenverbindungen zwischen Lübeck und Hamburg. Die A1 führt aus Schleswig-Holstein in die Hansestadt und ist insbesondere im Berufs- und Fernverkehr stark frequentiert. Durch die Sperrung zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide musste der gesamte Verkehr in Richtung Hamburg über das umliegende Straßennetz ausweichen.

Zu den genauen Ursachen dafür, warum der Sattelzug im Baustellenbereich von der Fahrbahn abkam, lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor. Auch eine Schadenssumme wurde bis zum Nachmittag nicht veröffentlicht. Offiziell bestätigt war, dass der Fahrer unverletzt blieb und die Bergungs- und Reinigungsarbeiten noch andauerten.

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