Unfallserie auf der A7: Autobahn stundenlang gesperrt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

Teilen:

Bei einem größeren Verkehrsunfall auf der Autobahn 7 bei Staufenberg sind am frühen Freitagmorgen sieben Fahrzeuge in das Unfallgeschehen geraten. Sechs Fahrzeuge wurden nach Angaben des Polizeipräsidiums Nordhessen teilweise erheblich beschädigt. Eine Autofahrerin erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 140.000 Euro. Ein weiterer Beteiligter setzte seine Fahrt fort und wird von den Ermittlern gesucht.

Der A7 Unfall bei Staufenberg ereignete sich gegen 5.50 Uhr auf dem Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Kassel-Nord und Lutterberg. Wegen der Unfallaufnahme und der anschließenden Bergung der Fahrzeuge blieb die Autobahn bis etwa 11 Uhr vollständig gesperrt. Damit dauerten die Behinderungen auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung rund fünf Stunden an.

Auto kommt auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand begann das Unfallgeschehen mit einem Honda Civic. Ein 19 Jahre alter Fahrer aus Kassel verlor laut Polizei auf der regennassen Fahrbahn die Kontrolle über den Wagen. Das Auto prallte zunächst gegen die rechte Schutzplanke und kam anschließend auf dem linken Fahrstreifen zum Stillstand. Dabei stand der Honda entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung.

Für die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer entstand dadurch eine gefährliche Situation. Nach bisherigen Erkenntnissen näherte sich anschließend ein weiteres Fahrzeug. Dessen Fahrer versuchte offenbar, dem Honda auszuweichen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei diesem Wagen möglicherweise um einen hellen VW Caddy handelte. Bei dem Ausweichmanöver wurde ein Mercedes CLS eines 64-jährigen Autofahrers aus Kassel touchiert.

Der Fahrer des mutmaßlichen VW Caddy setzte seine Fahrt anschließend in Richtung Norden fort. Seine Identität war am Freitagnachmittag noch nicht geklärt. Auch die genaue Rolle dieses Fahrzeugs innerhalb des gesamten Unfallablaufs ist deshalb weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zu dem Wagen oder zum Fahrer machen können.

Weitere Fahrzeuge kollidieren auf der A7

Mit den ersten Zusammenstößen war das Unfallgeschehen noch nicht beendet. In der Folge kollidierten nach Angaben der Polizei weitere drei Autos und ein Transporter miteinander. Damit waren insgesamt sieben Fahrzeuge in die Ereignisse auf der Autobahn einbezogen. Sechs davon wurden teilweise erheblich beschädigt.

Eine 24 Jahre alte Autofahrerin erlitt leichte Verletzungen. Rettungskräfte brachten sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Die anderen bekannten Beteiligten blieben nach Angaben der Polizei unverletzt. Hinweise auf weitere Verletzte gab es am Freitagnachmittag nicht.

Trotz der großen Zahl beteiligter Fahrzeuge blieb es damit nach dem bislang bekannten Stand bei einer Leichtverletzten. Der materielle Schaden fällt dagegen beträchtlich aus. Das Polizeipräsidium Nordhessen beziffert ihn auf insgesamt etwa 140.000 Euro. Diese Summe umfasst die sechs beschädigten Fahrzeuge.

A7 bis gegen 11 Uhr vollständig gesperrt

Für die Unfallaufnahme sowie die Bergung der beschädigten Fahrzeuge musste die A7 vollständig gesperrt werden. Die Sperrung bestand nach Polizeiangaben bis ungefähr 11 Uhr. Der Unfall hatte sich bereits gegen 5.50 Uhr ereignet, sodass der betroffene Autobahnabschnitt über mehrere Stunden nicht regulär genutzt werden konnte.

Eine konkrete Länge des entstandenen Rückstaus veröffentlichte die Polizei zunächst nicht. Auch zur Zahl der insgesamt eingesetzten Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst wurden in der späteren offiziellen Unfallbilanz keine Angaben gemacht.

Der Unfallort liegt im Bereich Staufenberg im niedersächsischen Landkreis Göttingen, unmittelbar im Übergangsgebiet zwischen Südniedersachsen und Nordhessen. Die A7 gehört dort zu den bedeutenden überregionalen Verkehrsachsen. Sie verbindet unter anderem den Raum Kassel mit Göttingen und führt weiter in Richtung Hannover. Entsprechend können längere Sperrungen auf diesem Abschnitt auch den überregionalen Verkehr beeinträchtigen.

Polizei sucht Fahrer eines hellen VW Caddy

Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiautobahnstation Baunatal. Besonderes Interesse gilt dem bislang nicht identifizierten Fahrer des siebten beteiligten Fahrzeugs. Nach den bisherigen Erkenntnissen könnte er mit einem hellen VW Caddy unterwegs gewesen sein. Die Beschreibung des Fahrzeugs ist damit bislang nicht abschließend gesichert.

Die Polizei geht nach ihrem derzeitigen Ermittlungsstand davon aus, dass der Fahrer dem zuvor verunglückten Honda ausweichen wollte und dabei den Mercedes berührte. Anschließend fuhr das Fahrzeug weiter in Richtung Norden. Die näheren Umstände und der genaue Ablauf werden weiter untersucht.

Zeugen des Unfalls oder Personen, die Hinweise zu dem gesuchten Fahrzeug geben können, sollen sich bei der Polizeiautobahnstation Baunatal melden. Damit konzentrieren sich die Ermittlungen nach Abschluss der Bergungsarbeiten insbesondere auf die Klärung der noch offenen Beteiligung des siebten Fahrzeugs.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu