
Die A1 bei Unna und Kamen wird vom 20. bis 23. November 2026 in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna und der Anschlussstelle Kamen-Zentrum. Insgesamt dauert die geplante Sperrung 57 Stunden. Hintergrund sind Abrissarbeiten an einer Brücke der Bundesstraße 1, die über die Autobahn führt. Für den Fernverkehr hat die Autobahn GmbH großräumige Umleitungen angekündigt.
Die Sperrung beginnt am Freitag, 20. November 2026, um 20 Uhr und soll am Montag, 23. November, um 5 Uhr enden. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Kamen vom 4. November hervor. Die Stadt Unna bestätigt die vorgesehenen Zeiten und den betroffenen Autobahnabschnitt.
Während des gesamten Zeitraums ist die A1 zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna, an dem sie auf die A44 trifft, und der Anschlussstelle Kamen-Zentrum in beiden Fahrtrichtungen nicht befahrbar. Betroffen sind damit sowohl Fahrzeuge in Richtung Bremen als auch der Verkehr in Richtung Köln.
Die Vollsperrung erstreckt sich über zwei Nächte und die beiden vollständigen Wochenendtage. Die Wiederfreigabe ist für den frühen Montagmorgen vorgesehen.
Anlass der Vollsperrung ist der geplante Abriss des ersten Teilbauwerks der B1-Brücke über die A1. Die Arbeiten gehören zum umfangreichen Umbau des Autobahnkreuzes Dortmund/Unna, den die Autobahn GmbH des Bundes durch ihre Niederlassung Westfalen durchführt.
Die Bundesstraße 1 selbst soll während der Abrissarbeiten weiterhin in beiden Fahrtrichtungen befahrbar bleiben. Nach Angaben der Stadt Kamen wird dafür die bereits bestehende Baustellenverkehrsführung genutzt. Eine zusätzliche vollständige Sperrung der B1 ist für dieses Wochenende nicht angekündigt.
Der Abbruch ist Teil einer größeren Erneuerung der Brückenbauwerke im Bereich des Autobahnkreuzes. Nach dem Rückbau des ersten Teilbauwerks soll dort ein Neubau entstehen. Auch weitere Brücken und Verbindungsfahrbahnen werden im Zuge des Projekts umgestaltet.
Für den Verkehr auf der A1 hat die Autobahn Westfalen mehrere großräumige Umleitungen festgelegt. Die Verkehrsführung unterscheidet sich je nach Fahrtrichtung und Reiseziel.
In Richtung Bremen wird der Verkehr bereits am Autobahnkreuz Westhofen von der A1 abgeleitet. Die Umleitung führt über die A45 und anschließend über die A2 bis zum Autobahnkreuz Kamen. Dort erreichen Fahrzeuge wieder die A1 nördlich des gesperrten Abschnitts.
Für die Gegenrichtung nach Köln beginnt die großräumige Umleitung bereits am Autobahnkreuz Münster-Süd. Dort sollen Fahrzeuge von der A1 auf die A43 in Richtung Wuppertal wechseln. Diese Führung ist insbesondere für den Fernverkehr vorgesehen, der den gesperrten Abschnitt bei Unna umfahren muss.
Eine weitere Umleitung betrifft Fahrzeuge, die aus nördlicher Richtung auf der A1 unterwegs sind und über die A44 in Richtung Kassel weiterfahren möchten. Diese werden ab dem Autobahnkreuz Kamen zunächst über die A2 in Richtung Hannover bis zum Autobahnkreuz Bielefeld geführt. Anschließend verläuft die Umleitung über die A33 in Richtung Paderborn.
Für den örtlichen Verkehr kündigte die Autobahn Westfalen zusätzliche kleinräumige Umleitungen an. Diese sollen entsprechend ausgeschildert werden. Eine gesonderte Aufstellung mit Straßennamen oder U-Nummern für die Wochenendsperrung wurde in der Mitteilung vom 4. November nicht veröffentlicht.
Unabhängig von der bevorstehenden Vollsperrung bestehen am Autobahnkreuz Dortmund/Unna bereits längerfristige Einschränkungen. Sie gehen auf eine neue Bauphase zurück, die Anfang Oktober 2026 begonnen hat.
Die Verbindung von der A44 aus Richtung Kassel auf die A1 in Richtung Köln ist nach Angaben der Autobahn GmbH voraussichtlich bis zum 7. Dezember 2026 gesperrt. Für diese Verkehrsbeziehung führt eine ausgeschilderte Umleitung über die B1 und die B236 zur Anschlussstelle Schwerte.
An der Anschlussstelle Unna ist außerdem die Auffahrt von der B1 auf die A1 in Richtung Köln gesperrt. Auch die Verbindung von der A1 in Richtung Köln auf die B1 ist betroffen. Diese Einschränkungen sollen voraussichtlich bis Ende 2028 bestehen bleiben.
Für die gesperrte Auffahrt in Richtung Köln ist die Bedarfsumleitung U51 vorgesehen. Sie führt über die B1 und die L679 zur A44-Anschlussstelle Unna-Ost. Dabei handelt es sich um eine Umleitung für die längerfristige Anschlussstellensperrung und nicht um die großräumige Verkehrsführung für das Wochenende vom 20. bis 23. November.
Im Stadtgebiet Unna kommt die bereits seit dem 25. September 2026 bestehende Sperrung der Unnaer Straße hinzu. Auch dort wird eine Brücke über die A1 erneuert. Die Stadt nennt für diese eigenständige Baustelle unter anderem die Massener Straße, den Büddenberg, die Hochstraße und die Hansastraße als Bestandteile örtlicher Umleitungen.
Die Arbeiten an der B1-Brücke sind Teil eines mehrjährigen Infrastrukturprojekts. Das Autobahnkreuz Dortmund/Unna verbindet die A1 mit der A44 und ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Verkehr zwischen dem Ruhrgebiet, Norddeutschland und Nordhessen.
Im Zusammenhang mit dem sechsstreifigen Ausbau der A44 und dem geplanten Ausbau der B1 zur A40 wird das Kreuz neu gestaltet. Die bisherige Verkehrsführung mit mehreren engen Verflechtungsbereichen soll durch neue Verbindungen verbessert werden.
Geplant sind unter anderem zwei direkte Verbindungsrampen, sogenannte Überflieger. Eine soll künftig die A44 aus Richtung Kassel mit der A1 in Richtung Köln verbinden. Die andere ist für den Verkehr von der B1 beziehungsweise zukünftigen A40 aus Dortmund auf die A1 in Richtung Bremen vorgesehen.
Darüber hinaus werden Einfädelungs- und Ausfädelungsstreifen auf einer Länge von ungefähr drei Kilometern angepasst. Die Autobahn GmbH verbindet mit dem Umbau das Ziel, den Verkehrsfluss im stark belasteten Knotenpunkt zu verbessern.
Die vorbereitenden Arbeiten begannen bereits im April 2022. Im Frühjahr 2026 wurden wesentliche Arbeiten nördlich des Autobahnkreuzes abgeschlossen. Seither konzentriert sich ein Teil der Bautätigkeit auf das eigentliche Kreuz und die dortigen Brücken.
Die angekündigte Vollsperrung bei Unna und Kamen ist nicht mit weiteren A1-Sperrungen im November zu verwechseln.
Bereits vom 6. November um 21 Uhr bis zum 9. November um 5 Uhr ist eine Vollsperrung der A1/A61 zwischen Erftstadt und dem Autobahnkreuz Bliesheim vorgesehen. Dort stehen Arbeiten an der Ersatzbrücke Merowingerstraße an. Für diese Baustelle ist eine Umleitung mit roten Punkten ausgewiesen.
Eine weitere Sperrung betrifft die A1 bei Leverkusen. Zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen-West und Leverkusen soll die Autobahn vom 13. November um 22 Uhr bis zum 14. November um 22 Uhr in beiden Richtungen gesperrt werden. Hintergrund sind Arbeiten im Rahmen des dortigen Autobahnausbaus.
Diese Maßnahmen betreffen andere Streckenabschnitte und haben keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Teilabriss der B1-Brücke bei Unna. Für die Vollsperrung vom 20. bis 23. November gelten die von der Autobahn Westfalen bekannt gegebenen Umleitungen über die A45, A2, A43 und gegebenenfalls die A33.
Die Autobahn GmbH empfiehlt Verkehrsteilnehmern, den offiziell ausgeschilderten Umleitungsstrecken zu folgen. Für Fahrten durch den betroffenen Bereich müssen während des Sperrwochenendes alternative Routen eingeplant werden.
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