
An der Autobahn A11 in Brandenburg steht eine langfristige Verkehrseinschränkung bevor. Die Anschlussstelle Warnitz in der Uckermark soll ab Montag, 16. November 2026, in beiden Fahrtrichtungen vollständig geschlossen werden. Nach Informationen des Nordkurier ist eine Sperrung von rund zwei Jahren vorgesehen. Hintergrund sind umfangreiche Bauarbeiten an der Autobahn. Besonders betroffen wären Autofahrer aus Warnitz und den umliegenden Ortschaften, die künftig andere Anschlussstellen nutzen müssten. Für den durchgehenden Verkehr auf der A11 soll die Verbindung weiterhin bestehen bleiben.
Die geplante Sperrung betrifft die Anschlussstelle Warnitz im Landkreis Uckermark. Sie liegt zwischen den Anschlussstellen Pfingstberg und Gramzow an der Autobahn A11, die Berlin mit dem Nordosten Brandenburgs und der polnischen Grenze bei Stettin verbindet.
Nach den bislang veröffentlichten Angaben sollen sowohl die Auffahrten als auch die Abfahrten in beiden Fahrtrichtungen geschlossen werden. Autofahrer könnten damit an dieser Stelle weder in Richtung Berliner Ring noch in Richtung Kreuz Uckermark auf die Autobahn auffahren oder sie verlassen.
Die Sperrung der Anschlussstelle ist allerdings nicht mit einer vollständigen Unterbrechung der gesamten A11 gleichzusetzen. Der Verkehr auf der Autobahn soll während der Bauarbeiten grundsätzlich weitergeführt werden.
Eine gesonderte Aufstellung der einzelnen betroffenen Rampen einschließlich ihrer Kilometrierung lag zunächst nicht vor. Auch zusätzliche Sperrungen benachbarter Anschlussstellen wurden für diese Maßnahme nicht verbindlich angekündigt.
Als Beginn der langfristigen Sperrung ist Montag, der 16. November 2026, vorgesehen. Eine genaue Uhrzeit für die Schließung der Auffahrten und Abfahrten wurde bislang nicht veröffentlicht.
Nach den Angaben zur geplanten Baumaßnahme könnte die Anschlussstelle bis Ende 2028 geschlossen bleiben. Damit wäre die Verbindung zwischen Warnitz und der A11 für ungefähr zwei Jahre unterbrochen.
Ursprünglich war der Beginn der umfangreichen Arbeiten offenbar erst für März 2027 vorgesehen. Der Termin sei jedoch auf November 2026 vorgezogen worden. Eine unabhängig bestätigte Begründung für diese Terminänderung lag zunächst nicht vor.
Auch ein konkreter Tag für die spätere Wiedereröffnung war noch nicht genannt. Die Angabe Ende 2028 beschreibt deshalb lediglich den vorgesehenen zeitlichen Rahmen und keinen verbindlichen Freigabetermin.
Auf dem betroffenen Autobahnkorridor laufen bereits Bauarbeiten. Die Autobahn GmbH des Bundes hatte am 16. Oktober 2026 eine Verkehrsmitteilung für den Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Pfingstberg und Gramzow veröffentlicht.
Demnach wird dort das Bankett grundhaft ertüchtigt. Betroffen ist die Fahrtrichtung Kreuz Uckermark. Für diese Arbeiten gilt seit dem 19. Oktober um 8 Uhr eine einstreifige Verkehrsführung. Sie soll voraussichtlich bis zum 16. November 2026 um 16 Uhr bestehen bleiben.
Die Autobahn GmbH bittet Verkehrsteilnehmer wegen dieser Einschränkung um erhöhte Aufmerksamkeit.
Daneben ist in den Verkehrsdaten der Autobahn GmbH eine weitere Baumaßnahme zwischen Pfingstberg und dem Raststättenbereich Rathsburgseen-Nord verzeichnet. Für diesen Abschnitt wird vom 20. Oktober um 8 Uhr bis zum 20. November 2026 um 15 Uhr eine Einschränkung angegeben. Die erfasste Baustellenlänge liegt bei 6,66 Kilometern.
Die Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Verkehrsregelungen. Der 16. November um 16 Uhr und der 20. November um 15 Uhr sind deshalb keine bestätigten Freigabezeiten der geplanten langfristigen Sperrung in Warnitz.
Hintergrund der angekündigten Schließung ist ein umfangreicher Ausbau der Autobahn. Für die geplanten Arbeiten wird ein rund sechs Kilometer langer Abschnitt genannt.
Auf der A11 zwischen Pfingstberg und Gramzow finden bereits Ausbaumaßnahmen mit der Herstellung von Seitenstreifen und Arbeiten an Brücken statt. Für einen dort erfassten vierten Bauabschnitt werden die Autobahnkilometer 68,915 bis 73,355 angegeben. Die Verkehrsdatensätze nennen außerdem den Ersatzneubau von zwei Brücken.
Diese Kilometrierung beschreibt den bereits erfassten Bauabschnitt. Eine genaue Zuordnung sämtlicher Arbeiten zur ab November angekündigten zweijährigen Anschlussstellensperrung war zunächst nicht veröffentlicht.
Auch ein vollständiger Bauzeitenplan mit den einzelnen Arbeitsschritten und den jeweiligen Verkehrsführungen lag für die neue Sperrung zunächst nicht vor.
Für den Verkehr aus Warnitz wird nach den bisherigen Angaben eine Umleitung über Neuhof, Blankenburg und Gramzow genannt. Die Verbindung würde damit über mehrere Ortschaften im Umfeld des Oberuckersees führen.
Die benachbarten Anschlussstellen Gramzow und Pfingstberg liegen nördlich beziehungsweise südlich von Warnitz. Eine gesonderte amtliche Bestätigung, welche Anschlussstelle für welche Fahrtrichtung als Ausweichmöglichkeit ausgeschildert werden soll, lag zunächst nicht vor.
Auch die genaue Führung der Umleitung über einzelne Kreisstraßen, Landesstraßen und Ortsdurchfahrten war noch nicht durch einen veröffentlichten Verkehrszeichenplan belegt.
Die längere Sperrdauer macht die Verkehrsführung besonders für Menschen bedeutsam, die regelmäßig zwischen Warnitz, den Nachbarorten und der Autobahn unterwegs sind. Neben privaten Autofahrern betrifft die neue Streckenführung grundsätzlich auch Lieferverkehr und gewerbliche Fahrten, die bislang die Anschlussstelle Warnitz nutzen.
Verbindliche Angaben zu zusätzlichen Fahrzeiten oder zur erwarteten Verkehrsmenge auf den Umleitungsstraßen wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Die angekündigte Sperrung sorgt in der Umgebung von Warnitz für Kritik. Bei einer Einwohnerversammlung wurden insbesondere die Auswirkungen auf die umliegenden Ortschaften und ihre Straßen angesprochen.
Im Mittelpunkt stehen die Verkehrsverhältnisse in Neuhof und Blankenburg. Auf den dortigen Straßen könnte sich zusätzlicher Verkehr konzentrieren, falls die bisherige Autobahnanbindung über Warnitz entfällt.
Nach der bisherigen Darstellung wurden vor Ort unter anderem Geschwindigkeitsbegrenzungen und Einschränkungen für schwere Lastwagen diskutiert. Ob entsprechende Maßnahmen bereits verbindlich angeordnet wurden und für welche Straßenabschnitte sie gelten sollen, war zunächst nicht amtlich bestätigt.
Für den Bereich um Pfingstberg gibt es außerdem Bedenken wegen möglicher Ausweichfahrten auf kleinere Straßen. Eine konkrete behördliche Prognose zu solchen Verkehrsverlagerungen lag zunächst nicht vor.
Für den öffentlichen Nahverkehr lagen zunächst keine konkreten Änderungen vor, die ausdrücklich mit der geplanten Sperrung der Anschlussstelle Warnitz ab dem 16. November begründet wurden.
Die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft führt unter anderem die Busverbindungen 431 zwischen Prenzlau, Gramzow und Warnitz sowie 445 zwischen Prenzlau, Potzlow und Warnitz auf.
Für die Linie 445 wurden im Oktober bereits zeitweilige Fahrplanänderungen wegen Bauarbeiten am Bahnübergang Seehausen veröffentlicht. Diese betrafen jedoch den Zeitraum vom 19. bis 30. Oktober 2026 und standen nicht im Zusammenhang mit der angekündigten langfristigen Autobahnsperrung.
Warnitz verfügt außerdem über einen Bahnhof an der Bahnstrecke zwischen Berlin und Stralsund. Eine Änderung des Bahnverkehrs durch die Straßenbaumaßnahme wurde zunächst nicht angekündigt.
Bis zum geplanten Sperrbeginn am 16. November bleiben mehrere Einzelheiten der künftigen Verkehrsführung ungeklärt. Dazu gehören insbesondere die genaue Uhrzeit der Schließung, die verbindliche Umleitungsbeschilderung und mögliche zusätzliche Einschränkungen an benachbarten Anschlussstellen.
Offen sind außerdem die konkreten Bauphasen innerhalb des angekündigten zweijährigen Zeitraums sowie die Frage, ob einzelne Auf- oder Abfahrten bereits vor Abschluss sämtlicher Bauarbeiten wieder freigegeben werden können.
Fest steht, dass der Abschnitt zwischen Pfingstberg und Gramzow bereits von Bauarbeiten betroffen ist. Mit der angekündigten Schließung der Anschlussstelle Warnitz würde eine weitere und deutlich längerfristige Einschränkung hinzukommen.
Für den Verkehr zwischen Berlin, der Uckermark und der polnischen Grenze bleibt dabei entscheidend, dass die angekündigte Sperrung die örtliche Autobahnanbindung betrifft und nicht die durchgehende Nutzung der gesamten A11.
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