
Ein Unfall mit drei Lastwagen hat auf der Autobahn 3 im Westerwald am Mittwochmorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Fahrzeuge kollidierten in der Nacht zum 21. Oktober 2026 im Bereich einer Baustelle bei Dernbach in Rheinland-Pfalz. Weil die beschädigten Lastwagen sämtliche Fahrstreifen in Richtung Köln blockierten, musste die Autobahn zeitweise vollständig gesperrt werden. Nach rund drei Stunden konnte der Verkehr zunächst auf einer Spur wieder aufgenommen werden. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Die Bergungsarbeiten und der Rückstau beeinträchtigten den Berufsverkehr jedoch weiterhin.
Der Unfall auf der A3 bei Dernbach ereignete sich nach Angaben der Verkehrsdirektion Koblenz gegen 2.14 Uhr am Mittwoch. Betroffen war die Richtungsfahrbahn Köln in Höhe des Autobahnkilometers 82, unweit des Autobahndreiecks Dernbach. Dort war wegen Bauarbeiten der mittlere Fahrstreifen gesperrt. Ein unbesetzter Lastwagen mit einer fahrbaren Absperrtafel machte den herannahenden Verkehr auf die veränderte Verkehrsführung aufmerksam.
Ein aus Richtung Frankfurt kommender Sattelzug kollidierte nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen mit diesem Sicherungsfahrzeug. Die Polizei geht davon aus, dass dessen Fahrer die Absicherung aus bislang ungeklärter Ursache nicht rechtzeitig bemerkte. Durch den Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuge auf den linken Fahrstreifen geschoben. Dort näherte sich ein weiterer Sattelzug, dessen Fahrer nicht mehr rechtzeitig auf die Situation reagieren konnte. Auch dieser Lastwagen stieß mit einem der bereits beteiligten Fahrzeuge zusammen.
Die drei Lastwagen standen anschließend teilweise ineinander verkeilt auf der Fahrbahn. Da sämtliche Fahrstreifen in Richtung Köln versperrt waren, konnte der nachfolgende Verkehr die Unfallstelle zunächst nicht passieren. Warum es zu der ersten Kollision kam, war am Mittwochmorgen weiterhin nicht abschließend geklärt.
Die Polizei und die zuständigen Einsatzkräfte mussten nach dem Zusammenstoß die Bergung der beschädigten Fahrzeuge organisieren. Dafür wurde die A3 in Richtung Köln für ungefähr drei Stunden vollständig gesperrt. Die Sperrung betraf den Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Montabaur und dem Autobahndreieck Dernbach. Während der Arbeiten wurden Abfahrtsmöglichkeiten und Umleitungen eingerichtet, um den Verkehr von der blockierten Strecke abzuleiten.
Nach Abschluss eines Teils der Räumarbeiten konnte die Richtungsfahrbahn wieder einspurig freigegeben werden. Eine vollständige Freigabe war damit zunächst allerdings nicht verbunden. Die verbliebenen Bergungsarbeiten beeinträchtigten den Verkehrsfluss weiterhin. Aufgrund der eingeschränkten Fahrbahnkapazität konnten sich die während der Sperrung entstandenen Rückstaus nicht unmittelbar auflösen.
Für Autofahrer und den Güterverkehr hatte die Sperrung besondere Bedeutung, weil sich der Unfall auf einer wichtigen überregionalen Straßenverbindung ereignete. Die A3 verbindet unter anderem den Raum Frankfurt mit Köln und dem Rheinland. Am Autobahndreieck Dernbach besteht außerdem eine Verbindung zur A48 in Richtung Koblenz. Einschränkungen auf der A3 können deshalb auch Verkehrsteilnehmer betreffen, die längere Strecken durch Rheinland-Pfalz zurücklegen.
Die Auswirkungen des Unfalls waren am Mittwochmorgen deutlich spürbar. Nach Angaben des SWR3-Verkehrszentrums hatte sich auf der A3 zwischen Montabaur und dem Dreieck Dernbach ein erheblicher Rückstau gebildet. In der Verkehrsmeldung mit Stand von 8.11 Uhr wurde eine Staulänge von elf Kilometern ab Diez angegeben. Autofahrer mussten demnach mit Verzögerungen von bis zu einer Stunde rechnen.
Als Ausweichmöglichkeit wurde die ausgeschilderte Umleitung U3 empfohlen. Sie führte über die Anschlussstelle Montabaur und die Bundesstraße 255 unter anderem durch den Bereich Moschheim. Bereits während der Vollsperrung war der Verkehr an der Anschlussstelle Montabaur von der Autobahn abgeleitet worden. Ortskundige Fahrer sollten den betroffenen Abschnitt möglichst weiträumig meiden.
Die Verkehrslage blieb auch nach der teilweisen Freigabe angespannt. Anders als bei einer vollständig geräumten Unfallstelle stand für den Verkehr zunächst nur eine Fahrspur zur Verfügung. Dadurch konnten sich Fahrzeuge vor dem gesperrten Bereich weiterhin stauen. Wann die A3 wieder auf allen regulär verfügbaren Fahrstreifen befahrbar sein würde, war zunächst nicht verbindlich mitgeteilt worden. Für Verkehrsteilnehmer in Richtung Köln blieb die weitere Entwicklung der Bergungsarbeiten daher entscheidend.
Trotz der Kollision der drei schweren Fahrzeuge gab es nach Angaben der Polizei keine Verletzten. Auch das Sicherungsfahrzeug, mit dem der erste Sattelzug zusammenstieß, war zum Unfallzeitpunkt nicht besetzt. Die Folgen beschränkten sich damit nach dem bisherigen Stand auf Sachschäden und Verkehrsbehinderungen.
Die Verkehrsdirektion Koblenz geht von einem Sachschaden im zumindest hohen fünfstelligen Bereich aus. Dabei handelt es sich um eine vorläufige Einschätzung. Eine abschließende Schadenssumme stand zunächst nicht fest. Neben den beschädigten Fahrzeugen machten insbesondere deren Lage auf der Fahrbahn und die notwendige Bergung den Einsatz aufwendig.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Umstände der ersten Kollision mit dem Sicherungsfahrzeug. Die anschließende Kollision des dritten Lastwagens wird von der Polizei als Folge der plötzlich entstandenen Verkehrssituation beschrieben. Ob weitere Umstände zum Unfall beigetragen haben, war am Mittwochmorgen nicht abschließend festgestellt.
Damit steht vorerst fest, dass der Unfall im Baustellenbereich zwar ohne Personenschäden ausging, aber erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr hatte. Die zeitweise vollständige Blockade der Autobahn und die anschließende einspurige Verkehrsführung führten auf der wichtigen Verbindung Richtung Köln zu langen Wartezeiten.
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