
Ein Lkw-Unfall am Offenbacher Kreuz hat am Montag, 2. November 2026, den Verkehr auf der Autobahn 3 im Rhein-Main-Gebiet erheblich beeinträchtigt. Ein Lastwagen war gegen eine Autobahnbrücke gefahren. Die A3 musste daraufhin in Richtung Frankfurt vollständig gesperrt werden. Zwischen Hanau und dem Offenbacher Kreuz bildete sich ein kilometerlanger Rückstau. Auch am Abend bestanden wegen Brückenschäden noch Einschränkungen an mehreren Autobahnverbindungen.
Der Unfall ereignete sich am Montagmittag im Bereich des Offenbacher Kreuzes, an dem sich die Autobahnen A3 und A661 treffen. Nach Angaben des regionalen Radiosenders Primavera hatte ein zu hoch beladener Lastwagen eine Brücke gestreift. Die Fahrbahn in Richtung Frankfurt wurde anschließend vollständig gesperrt.
Die Verkehrszentrale des Hessischen Rundfunks meldete bereits gegen Mittag erhebliche Behinderungen. Betroffen war insbesondere der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Offenbach und dem Offenbacher Kreuz. Die Polizei leitete Fahrzeuge aus Richtung Würzburg über die Anschlussstelle Offenbach-Süd beziehungsweise zur A661 ab.
Die Sperrung war zunächst erforderlich, während die Auswirkungen des Zusammenstoßes untersucht wurden. Nach Angaben von Radio Primavera sollte insbesondere die Statik der betroffenen Brücke überprüft werden. Ob tragende Bauteile beschädigt wurden und welche Ergebnisse die Untersuchung brachte, war zunächst nicht abschließend bekannt.
Die Auswirkungen des Unfalls reichten weit über das Offenbacher Kreuz hinaus. Bereits am frühen Nachmittag bildeten sich auf der A3 in Richtung Frankfurt lange Fahrzeugkolonnen. Der Rückstau erstreckte sich zeitweise bis in den Bereich Hanau.
Nach den Verkehrsinformationen des Südwestrundfunks erreichte der Stau gegen 14.30 Uhr eine Länge von rund acht Kilometern. Die Sperrung des zentralen Autobahnabschnitts führte dazu, dass Fahrzeuge die Unfallstelle nicht auf dem üblichen Weg passieren konnten.
Auch in der Gegenrichtung kam es zu Beeinträchtigungen. Radio Primavera berichtete am frühen Nachmittag von einem weiteren Unfall auf der Fahrbahn in Richtung Würzburg. Nähere Angaben zu dessen Ablauf lagen zunächst nicht vor. Ob zwischen beiden Ereignissen ein Zusammenhang bestand, blieb offen.
Neben der A3 war auch die A661 von den Verkehrsbehinderungen betroffen. Die Auswirkungen zeigten sich insbesondere an den Verbindungen zum Offenbacher Kreuz, über die der Verkehr normalerweise zwischen beiden Autobahnen wechselt.
Am Montagabend hatte sich die Verkehrslage auf der A3 teilweise entspannt. In der Verkehrsliste der hessenschau vom 2. November, 18.59 Uhr, wurde die zuvor gemeldete Vollsperrung der Hauptfahrbahn in Richtung Frankfurt nicht mehr aufgeführt. Zwischen Hanau und Obertshausen bestand zu diesem Zeitpunkt noch ein Stau von rund einem Kilometer.
Allerdings blieben zwei Verbindungen am Offenbacher Kreuz gesperrt. Betroffen waren die Verbindung von der A3 aus Richtung Frankfurt zur A661 in Richtung Bad Homburg und die Verbindung von der A661 aus Richtung Egelsbach zur A3 in Richtung Frankfurt. Als Ursache nannten die Verkehrsmeldungen ausdrücklich Brückenschäden.
Wann die Hauptfahrbahn wieder freigegeben wurde und ob dort noch Fahrstreifenbeschränkungen galten, ging aus den Angaben zunächst nicht hervor. Auch ein Zeitpunkt für die Aufhebung der verbliebenen Rampensperrungen war zunächst nicht bekannt.
Die Einschränkungen betreffen wichtige Verbindungen im südöstlichen Rhein-Main-Gebiet. Autofahrer, die zwischen der A3 und der A661 wechseln wollen, müssen deshalb weiterhin mit Umwegen rechnen.
Nach einem Bericht von Radio Primavera vom Montagmittag wurde bei dem Zusammenstoß des Lastwagens mit der Brücke niemand verletzt. Eine gesonderte Bestätigung durch Polizei oder Rettungsdienst lag zunächst nicht vor.
Unklar blieben außerdem die genaue Schadenshöhe, die betroffenen Bauteile und die weiteren Ergebnisse der technischen Überprüfung. Die Verkehrsmeldungen vom Abend bestätigten zwar Einschränkungen wegen Brückenschäden, enthielten jedoch keine nähere Beschreibung des Schadens.
Auch zu möglichen Schäden am Lastwagen und zur weiteren Bergung gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Die genauen Umstände des Zusammenstoßes waren ebenfalls noch nicht abschließend geklärt.
Der Unfall ereignete sich an einem Autobahnkreuz, das derzeit umfangreich erneuert wird. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) ist mit dem Umbau des Offenbacher Kreuzes im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes befasst.
Dabei wird unter anderem das zentrale Brückenbauwerk ersetzt. Die Arbeiten sind notwendig, weil die bestehende Konstruktion ihre vorgesehene Restnutzungsdauer erreicht hat. Zugleich soll das Autobahnkreuz an die langfristig erwarteten Verkehrsmengen angepasst werden.
Nach Angaben der DEGES werden für das Jahr 2030 auf der A3 etwa 181.000 Fahrzeuge täglich prognostiziert. Für die A661 liegt die entsprechende Prognose bei rund 117.000 Fahrzeugen pro Tag. Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung des Knotenpunkts für den regionalen und überregionalen Verkehr.
Erst am Wochenende vor dem Unfall war die A3 am Offenbacher Kreuz wegen geplanter Brückenarbeiten zeitweise gesperrt worden. Von Samstag, 31. Oktober, 20 Uhr, bis Sonntag, 1. November, gegen 11 Uhr, sollten dort Schalungsarbeiten stattfinden.
Diese planmäßigen Bauarbeiten sind von der unfallbedingten Sperrung am Montag zu unterscheiden. Ob der Lastwagen ein bereits bestehendes oder ein neu errichtetes Brückenbauteil beschädigte, war zunächst nicht bestätigt.
Der Umbau des Offenbacher Kreuzes wird auch in den kommenden Monaten fortgesetzt. Für November waren bereits weitere Arbeiten an neuen Brückenteilen angekündigt. Dabei sind auch zusätzliche zeitweilige Sperrungen der A3 vorgesehen.
Bis Mitte 2027 sollen neue Teilbauwerke so weit fertiggestellt sein, dass Verkehr der A661 darauf verlegt werden kann. Anschließend sind weitere Abbruch- und Bauarbeiten geplant. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist nach bisheriger Planung für 2029 vorgesehen.
Unabhängig davon bleibt für den Unfall vom Montag entscheidend, wann die beschädigten Verbindungen wieder uneingeschränkt genutzt werden können. Eine verbindliche Aussage zur vollständigen Freigabe aller betroffenen Fahrbahnen lag am Montagabend zunächst nicht vor.
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