
Auf der A3 müssen sich Autofahrer an diesem Wochenende auf eine längere Unterbrechung einstellen. Zwischen dem Autobahnkreuz Breitscheid und dem Autobahnkreuz Oberhausen-West wird die Autobahn ab Freitagabend, 16. Oktober 2026, in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Montagmorgen. Grund ist der Abriss einer alten Autobahnbrücke im Kreuz Duisburg-Kaiserberg. Besonders zum Beginn der Herbstferien müssen Reisende mit Umwegen rechnen.
Die Sperrung startet am Freitag, 16. Oktober, um 21 Uhr. Nach Angaben der Autobahn GmbH Rheinland soll die Strecke am Montag, 19. Oktober, um 5 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Damit ist die wichtige Autobahnverbindung insgesamt 56 Stunden lang nicht durchgehend befahrbar.
Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Breitscheid im Süden und dem Autobahnkreuz Oberhausen-West im Norden. Sowohl der Verkehr in Richtung Köln als auch in Richtung Oberhausen und Arnheim muss die Baustelle umfahren.
Allerdings bleiben einzelne Auffahrten weiterhin nutzbar. Autofahrer können an der Anschlussstelle Duisburg-Wedau in Richtung Köln auf die A3 fahren. Auch die Auffahrt Oberhausen-Lirich in Richtung Arnheim steht weiterhin zur Verfügung. Der durchgehende Verkehr zwischen den beiden Autobahnkreuzen ist dagegen während der Bauarbeiten nicht möglich.
Auslöser der Vollsperrung sind Arbeiten am Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg. Dort wird eine alte Brücke der A3 in Fahrtrichtung Köln abgebrochen. Das Bauwerk gehört zu einem umfangreichen Umbau des Verkehrsknotens, an dem sich die A3 und die A40 kreuzen.
Die Brückenarbeiten stehen in engem Zusammenhang mit dem Bahnverkehr. Unterhalb der Autobahn verlaufen Gleise der Deutschen Bahn. Für den Abriss wird deshalb eine Sperrpause des Schienenverkehrs benötigt. Nach Angaben der Autobahn GmbH können die Arbeiten nur innerhalb dieses vorgesehenen Zeitfensters durchgeführt werden.
Der Umbau des Autobahnkreuzes Kaiserberg läuft bereits seit mehreren Jahren. Ziel ist es, die in die Jahre gekommene Infrastruktur zu erneuern und zusätzliche Fahrstreifen zu schaffen. Neben den Autobahnbrücken werden auch Verbindungsrampen und weitere Teile des Verkehrsknotens umgebaut.
Das Projekt begann Ende 2022 und ist auf eine Bauzeit von etwa acht Jahren angelegt. Durch die zahlreichen Kreuzungen zwischen Autobahnen, Bahnstrecken und weiteren Verkehrswegen gehören die Arbeiten zu den aufwendigeren Infrastrukturmaßnahmen im westlichen Ruhrgebiet.
Für die Dauer der Vollsperrung sind unterschiedliche Umleitungen vorgesehen. Der regionale Verkehr wird durch das Duisburger Stadtgebiet geführt. Die entsprechenden Strecken sind mit roten Punkten ausgeschildert.
Für den überregionalen Verkehr sieht die Autobahn GmbH eine großräumige Umleitung über die A42, die A524 und die A59 vor. Damit sollen Fahrzeuge möglichst außerhalb des gesperrten A3-Abschnitts geführt werden.
Die Umleitung betrifft nicht nur Fahrten mit Duisburg als Ziel. Die A3 gehört zu den wichtigen Nord-Süd-Verbindungen Deutschlands und verbindet das Ruhrgebiet unter anderem mit dem Rheinland sowie der niederländischen Grenze bei Emmerich. Deshalb müssen auch Autofahrer, die lediglich durch die Region fahren möchten, ihre Route anpassen.
Auf den Ausweichstrecken kann es während der Sperrung zu zusätzlichem Verkehrsaufkommen kommen. Wie stark die Behinderungen tatsächlich ausfallen, hängt vom Verkehrsaufkommen an den einzelnen Tagen ab. Konkrete Angaben zu erwarteten Stauzeiten liegen nicht vor.
Der Zeitpunkt der Arbeiten fällt auf den Beginn der Herbstferien in Nordrhein-Westfalen. Der erste offizielle Ferientag ist Samstag, der 17. Oktober. Die Ferien dauern bis einschließlich 31. Oktober 2026.
Damit überschneidet sich die Sperrung mit dem ersten Reisewochenende. Besonders für Urlauber, die über die A3 in Richtung Rheinland oder Niederlande unterwegs sind, ergeben sich Einschränkungen.
Zusätzlich werden am selben Wochenende zwei weitere Autobahnen im westlichen Ruhrgebiet gesperrt. Die A40 ist zwischen Mülheim-Winkhausen und Mülheim-Heißen von Freitagabend bis Montagmorgen in beiden Richtungen nicht befahrbar. Auf der A516 wird die Fahrtrichtung Oberhausen zwischen dem Autobahnkreuz Oberhausen und Oberhausen-Sterkrade gesperrt.
Die gleichzeitigen Arbeiten schränken damit auch einige mögliche Ausweichverbindungen ein. Autofahrer sollten deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass benachbarte Autobahnen uneingeschränkt als Alternative zur Verfügung stehen.
Die Brückenarbeiten am Autobahnkreuz Kaiserberg haben auch Auswirkungen auf den Schienenverkehr. Nach Angaben der Deutschen Bahn sind die Gleise unterhalb der Autobahn im Zeitraum vom 9. bis 30. Oktober 2026 gesperrt. Die Bahn nutzt diese Zeit zugleich für eigene Bauarbeiten an der Schieneninfrastruktur.
Im Fernverkehr werden Züge teilweise umgeleitet oder fallen auf einzelnen Streckenabschnitten aus. Am Duisburger Hauptbahnhof und in Oberhausen entfallen während dieser Bauphase zahlreiche Fernverkehrshalte. Einzelne Verbindungen bleiben insbesondere nachts und zu Tagesrandzeiten bestehen.
Auch im Regionalverkehr gibt es Einschränkungen. Betroffen sind unter anderem mehrere Regionalexpresslinien und die S-Bahnlinie S1. Die Verkehrsunternehmen setzen Ersatzbusse ein. Zwischen Essen und Duisburg sind tagsüber Schnellbusse im Fünf-Minuten-Takt vorgesehen, die auch in Mülheim an der Ruhr halten.
Für Bahnreisende gelten die Einschränkungen damit länger als die eigentliche A3-Vollsperrung. Die aktuellen Abfahrtszeiten und Ersatzverbindungen sind in den elektronischen Fahrplanauskünften der Bahn hinterlegt.
Die Autobahn GmbH plant, die Vollsperrung am Montag, 19. Oktober 2026, um 5 Uhr zu beenden. Bis dahin sollen die vorgesehenen Abrissarbeiten innerhalb des gesperrten Abschnitts abgeschlossen sein.
Mit dem Brückenabbruch wird ein weiterer Teil des alten Autobahnkreuzes Kaiserberg zurückgebaut. Die Erneuerung des gesamten Verkehrsknotens läuft jedoch weiter. Das Projekt umfasst neben neuen Brücken auch zusätzliche Fahrstreifen und den Umbau mehrerer Verbindungsrampen.
Für Autofahrer ist am kommenden Wochenende vor allem die großräumige Verkehrsführung entscheidend. Wer zwischen Breitscheid und Oberhausen-West auf der A3 unterwegs sein möchte, muss ab Freitagabend die ausgeschilderten Umleitungen nutzen. Die reguläre Durchfahrt soll erst ab Montagmorgen wieder möglich sein.
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