
Autofahrer müssen im westlichen Ruhrgebiet am Wochenende eine wichtige Autobahnverbindung umfahren. Die A40 wird bei Mülheim an der Ruhr von Freitag, 16. Oktober 2026, 21 Uhr, bis Montag, 19. Oktober, 5 Uhr, vollständig gesperrt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Mülheim-Winkhausen und Mülheim-Heißen. Die Sperrung gilt für beide Fahrtrichtungen. Währenddessen werden neue Bauteile für die Hardenbergbrücke eingesetzt. Für den Verkehr sind örtliche und großräumige Umleitungen vorgesehen.
Die A40-Sperrung bei Mülheim beginnt nach der Planung der Autobahn GmbH Rheinland am Freitagabend um 21 Uhr. Erst für Montagmorgen um 5 Uhr ist die Freigabe vorgesehen. Damit steht der Abschnitt insgesamt 56 Stunden nicht für den Durchgangsverkehr zur Verfügung. Wer auf der A40 zwischen Duisburg und Essen unterwegs ist, muss die Unterbrechung bereits bei der Fahrtplanung berücksichtigen. Ein Durchfahren des gesperrten Abschnitts ist in keiner der beiden Richtungen möglich.
Es handelt sich um die zweite Vollsperrung innerhalb weniger Tage. Schon vom 9. Oktober, 21 Uhr, bis zum 12. Oktober, 5 Uhr, war derselbe Abschnitt für Arbeiten an der Brücke gesperrt. Die erneute Unterbrechung fällt mit dem Beginn der Herbstferien zusammen. Gerade für längere Fahrten durch das Ruhrgebiet ist deshalb wichtig, nicht erst unmittelbar vor den gesperrten Anschlussstellen nach einer Ausweichstrecke zu suchen.
Hinter der Sperrung stehen Arbeiten an der Hardenbergbrücke. Das Bauwerk führt die A40 über Gleise der Deutschen Bahn. Während des Wochenendes lässt die Autobahn GmbH vorgefertigte Brückenelemente auflegen. Die Arbeiten sind auf eine Sperrpause des Bahnverkehrs abgestimmt. Deshalb können sie nach Angaben der Autobahn GmbH nicht einfach auf ein anderes Wochenende verlegt werden.
Der Ersatzneubau ist Teil eines größeren Infrastrukturprojekts. Neben der Hardenbergbrücke soll auch die benachbarte Autobahnbrücke über die Geitlingstraße erneuert werden. Beide Bauwerke werden wegen ihres baulichen Zustands vor dem geplanten sechsstreifigen Ausbau der A40 ersetzt. Die neuen Brücken sollen bereits auf die künftig benötigte Straßenbreite ausgelegt sein. Für den Ersatzneubau beider Brücken nennt die Autobahn GmbH eine Bauzeit von rund dreieinhalb Jahren.
Die vollständige Autobahnsperrung ist dabei nicht mit einer dauerhaften Schließung gleichzusetzen. Für die übrigen Bauphasen sieht die Planung vor, den Verkehr über jeweils verfügbare Brückenteile zu führen. Die jetzige Sperrung dient konkreten Arbeiten, die nicht bei fließendem Autobahnverkehr erledigt werden sollen.
Für Fahrten im näheren Bereich hat die Autobahn GmbH eine Umleitung durch das Essener Stadtgebiet vorgesehen. Die Strecke ist mit roten Punkten gekennzeichnet. Wer der örtlichen Umleitung folgt, sollte deshalb auf die entsprechenden Hinweise an den Ausfahrten und auf den nachfolgenden Straßen achten.
Für den Fernverkehr sieht die Autobahn GmbH eine großräumige Führung über die A52, die A524 und die A59 vor. Dabei handelt es sich um die offiziell genannten Ausweichautobahnen, nicht um eine für jede Fahrtrichtung identische Reihenfolge von Autobahnwechseln. Welche Verbindung am besten passt, hängt vom Ausgangspunkt und vom Ziel der Fahrt ab.
Eine gesonderte Aufstellung aller betroffenen Auffahrten, Abfahrten oder innerstädtischen Straßenzüge enthält die veröffentlichte Sperrmitteilung nicht. Auch konkrete Zeitverluste nennt die Autobahn GmbH nicht. Mit Behinderungen auf den Umleitungsstrecken muss allerdings gerechnet werden, weil beide Richtungsfahrbahnen der A40 gleichzeitig ausfallen.
Die Brückenarbeiten finden während einer größeren Phase von Gleissperrungen im Ruhrgebiet statt. Die Deutsche Bahn hat für die Zeit vom 9. bis zum 30. Oktober zahlreiche Änderungen im Fern- und Regionalverkehr angekündigt. Mehrere Regionalexpresslinien sowie die S-Bahnlinie S1 sind von Umleitungen oder abschnittsweisen Ausfällen betroffen. Auch Fernzüge werden teilweise anders geführt oder halten nicht wie gewohnt.
Zwischen Essen Hauptbahnhof und Duisburg Hauptbahnhof sind nach dem Ersatzkonzept der Bahn tagsüber Schnellbusse im Fünfminutentakt vorgesehen. Sie halten auch am Mülheimer Hauptbahnhof. Diese Ersatzverkehre gehören zu den parallel laufenden Bahnarbeiten und dürfen nicht allein der A40-Sperrung zugerechnet werden. Wer statt des Autos die Bahn nutzen will, muss daher ebenfalls mit geänderten Verbindungen rechnen und sollte seine konkrete Fahrtverbindung überprüfen.
Zusätzliche Einschränkungen treffen am gleichen Wochenende die A3 und die A516. Die A3 wird zwischen den Autobahnkreuzen Breitscheid und Oberhausen-West in beide Richtungen gesperrt. Auf der A516 ist der Verkehr in Richtung Oberhausen zwischen dem Kreuz Oberhausen und Oberhausen-Sterkrade betroffen. Dort finden ebenfalls Arbeiten an Brücken statt. Die parallelen Maßnahmen schränken die Möglichkeiten ein, den westlichen Teil des Ruhrgebiets über andere Hauptverkehrsachsen zu durchqueren.
Auf der A40 zwischen Mülheim-Winkhausen und Mülheim-Heißen soll der Verkehr nach bisherigem Zeitplan ab Montag, 19. Oktober, 5 Uhr, wieder rollen. Der Neubau der Hardenbergbrücke läuft unabhängig von diesem Freigabetermin weiter. Weitere konkrete Wochenendvollsperrungen für diesen Abschnitt werden in der aktuellen Ankündigung nicht genannt.
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