Drei Sattelzüge kollidieren auf A44: Polizei sucht Fahrer

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein schwerer Unfall auf der A44 bei Büren hat in der Nacht zum Mittwoch für eine stundenlange Vollsperrung in Richtung Kassel gesorgt. Drei Sattelzüge waren in das Geschehen verwickelt. Ein 62 Jahre alter Fahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei sucht nach einem bislang unbekannten Sattelzugfahrer, der nach Angaben der Ermittler seine Fahrt nach der Kollision fortsetzte.

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Der Unfall auf der A44 bei Büren ereignete sich am Dienstagabend, 8. September 2026, gegen 23:50 Uhr zwischen der Anschlussstelle Büren und dem Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren. Betroffen war die Fahrtrichtung Kassel.

Seitliche Kollision in einer Baustelle

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei war ein 57-Jähriger mit einem mit Fleisch beladenen Sattelzug auf der A44 unterwegs. In einem Baustellenbereich wurde sein Fahrzeug von einem anderen Sattelzug überholt. Dabei berührten sich die beiden Lastwagen seitlich.

Der 57-Jährige bremste daraufhin stark ab. Nach Angaben der Polizei gelang es ihm, die Kontrolle über seinen Sattelzug zu behalten. Ein dahinter fahrender 62-Jähriger konnte jedoch nicht mehr rechtzeitig reagieren und fuhr mit seinem Sattelzug auf den vorausfahrenden Lastwagen auf.

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Der 62-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Rettungskräfte brachten ihn mit einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Nach Angaben, die die Polizei gegenüber der Deutschen Presse-Agentur machte, bestand keine Lebensgefahr. Weitere Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.

A44 zwischen Büren und Wünnenberg-Haaren gesperrt

Nach dem Unfall wurde die A44 zwischen der Anschlussstelle Büren und dem Kreuz Wünnenberg-Haaren in Richtung Kassel vollständig gesperrt. Das Verkehrsunfallaufnahme-Team der Polizei Bielefeld sicherte Spuren und dokumentierte die Unfallstelle. Zusätzlich mussten die beschädigten Lastwagen geborgen und die Fahrbahn geräumt werden.

Die Arbeiten zogen sich über den gesamten Morgen hin. Die Polizei ging am Mittwochmorgen davon aus, dass die Sperrung mindestens bis 12 Uhr notwendig sein könnte. Verkehrsdaten wiesen zeitweise einen Rückstau von etwa einem Kilometer aus. Als Umleitung wurde die ausgeschilderte Strecke U65 genannt.

Spätere Verkehrsinformationen führten die unfallbedingte Vollsperrung nicht mehr auf. Ein genauer Zeitpunkt für die vollständige Freigabe wurde von der Polizei zunächst nicht veröffentlicht. Auf der A44 bestehen in diesem Bereich unabhängig vom Unfall weitere baustellenbedingte Einschränkungen.

Polizei sucht nach unbekanntem Sattelzug und Zeugen

Im Mittelpunkt der weiteren Ermittlungen steht der Sattelzug, der nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei zunächst den Lastwagen des 57-Jährigen überholt hatte. Nach der seitlichen Kollision setzte dessen Fahrer seine Fahrt fort. Seine Identität war zunächst nicht bekannt.

Die Polizei Bielefeld sucht deshalb sowohl nach dem Fahrer als auch nach Zeugen des Geschehens. Dass der Mann gesucht wird, bedeutet keine Vorverurteilung. Welche strafrechtliche Bewertung sich aus dem Unfall und dem anschließenden Verhalten ergibt, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Nähere Angaben zum gesuchten Fahrzeug, beispielsweise zu Hersteller, Farbe, Kennzeichen oder Herkunft, veröffentlichte die Polizei in ihrer ersten Mitteilung nicht. Auch zu möglichen Beschädigungen an dem weitergefahrenen Sattelzug lagen zunächst keine näheren Angaben vor.

Schadenshöhe zunächst nicht bekannt

Wie hoch der Sachschaden durch den Unfall ist, war zunächst offen. Die Polizei Bielefeld nannte in ihrer veröffentlichten Mitteilung keine Schadenssumme. Belastbare Angaben zu einem möglichen Totalschaden an einem oder mehreren Fahrzeugen lagen ebenfalls nicht vor.

Fest steht, dass mindestens zwei der beteiligten Sattelzüge nach der Kollision geborgen werden mussten. Die lange Sperrung war nicht nur wegen der Rettungsmaßnahmen notwendig. Auch die Unfallaufnahme, die Spurensicherung sowie die Bergungs- und Aufräumarbeiten nahmen mehrere Stunden in Anspruch.

Der betroffene Abschnitt zwischen Büren und Wünnenberg-Haaren gehört zur wichtigen Ost-West-Verbindung der A44 zwischen dem Ruhrgebiet, Ostwestfalen und Nordhessen. Eine vollständige Sperrung in Fahrtrichtung Kassel kann deshalb insbesondere im Fern- und Schwerlastverkehr erhebliche Auswirkungen haben.

Wie genau es zur seitlichen Berührung der beiden Sattelzüge kam und ob weitere Umstände zu dem anschließenden Auffahrunfall beitrugen, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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