
Auf der A59 hat am Freitag, 2. Oktober 2026, die nächste mehrmonatige Vollsperrung begonnen. Betroffen ist die Fahrtrichtung Düsseldorf zwischen der Anschlussstelle Monheim und dem Autobahndreieck Düsseldorf-Süd. Die Sperrung wurde nach Angaben der Autobahn GmbH ab etwa 9 Uhr schrittweise von Monheim aus eingerichtet und soll voraussichtlich rund acht Monate dauern. Die eigentlichen Sanierungsarbeiten beginnen am Montag, 5. Oktober.
Damit folgt die zweite große Bauphase auf dem Abschnitt. Von Oktober 2025 bis Juni 2026 war bereits die Gegenrichtung nach Leverkusen für rund acht Monate gesperrt. Nun wird die Fahrbahn Richtung Düsseldorf grundlegend instand gesetzt. Ein genaues Datum für die Wiederfreigabe nennt die Autobahn GmbH bislang nicht. Bei einer Bauzeit von etwa acht Monaten reicht die Sperrung voraussichtlich bis Anfang Juni 2027.
Grund für die Arbeiten ist vor allem der schlechte Zustand der Betonfahrbahn. Auf dem insgesamt rund zwölf Kilometer langen Projektabschnitt zwischen Düsseldorf-Süd und Monheim-Süd sollen die Fahrbahnen vollständig erneuert werden. Hinzu kommen Arbeiten an Brücken, die Modernisierung der Entwässerung sowie die Erneuerung weiterer Straßenausstattung. Die dringende Fahrbahnsanierung wurde wegen zahlreicher Schäden an den Betonplatten vorgezogen.
Die jetzt gesperrte Strecke beginnt für den Verkehr Richtung Düsseldorf an der Anschlussstelle Monheim. Wer von Süden auf der A59 kommt, kann den gesperrten Abschnitt nicht weiter in Richtung Düsseldorf nutzen. Das Autobahndreieck Düsseldorf-Süd bildet das nördliche Ende des gesperrten Bereichs.
Für den überregionalen Verkehr empfiehlt die Autobahn GmbH eine weiträumige Umfahrung. Die wichtigste Route führt über die A542, anschließend über die A3 und weiter über die A46. Als weitere großräumige Verbindung nennt die Autobahn GmbH eine Route über A59, A57, A1 und A46.
Zur Verkehrssteuerung stehen Stauwarnanlagen auf der A59 vor dem Autobahndreieck Monheim sowie auf der A542 vor dem Autobahndreieck Langenfeld. Zusätzlich wird auf der A3 und der A1 bereits vor den Autobahnkreuzen Leverkusen und Leverkusen-West auf die Sperrung hingewiesen.
Auch auf den lokalen Ausweichstrecken wurden zusätzliche Maßnahmen eingerichtet. Insgesamt 14 Bedarfsampeln sollen den Verkehr steuern. Elf davon stammen vom Landesbetrieb Straßen.NRW, drei weitere von der Autobahn GmbH. Hintergrund ist auch die gleichzeitig gesperrte Knipprather Straße.
Für Verkehr aus Monheim ist eine lokale Umleitung über die A59 und A542 bis zur Anschlussstelle Reusrath vorgesehen. Von dort führt die ausgeschilderte Strecke über die Kölner Straße und Düsseldorfer Straße weiter in Richtung Düsseldorf. Eine weitere Route verläuft über Berghausener Straße und Hildener Straße bis zur Anschlussstelle Düsseldorf-Eller an der A46.
Für höhere Fahrzeuge gibt es dabei eine Besonderheit: Zwei Bahnunterführungen auf der Strecke haben eine maximale Durchfahrtshöhe von 3,90 Metern. Fahrzeuge oberhalb dieser Höhe müssen über Baustraße, Berliner Straße und anschließend zur Klotzstraße beziehungsweise Ellerstraße ausweichen. Die lokalen Umleitungsstrecken sind mit roten Punkten gekennzeichnet.
Der WDR berichtet unter Berufung auf die Autobahn GmbH, dass im morgendlichen Berufsverkehr je nach Verkehrslage zusätzliche Fahrzeiten von etwa 20 bis 30 Minuten möglich sind. Besonders belastet werden dürften die lokalen Ausweichrouten durch Langenfeld und den Düsseldorfer Süden.
Für Pendler ist die Lage zusätzlich erschwert, weil die parallel verlaufende S-Bahn-Strecke derzeit ebenfalls unterbrochen ist. Die S6 fährt noch bis 4. Dezember 2026 nicht zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Köln-Mülheim. Nach Angaben des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr verkehren Ersatzbusse zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Langenfeld sowie zwischen Langenfeld und Köln-Mülheim. In der Hauptverkehrszeit gibt es zusätzliche Schnellbusse zwischen Langenfeld und Köln-Mülheim.
Auch der RE-Verkehr ist zeitweise betroffen. Beim RE1 entfällt in Richtung Aachen der Halt Düsseldorf-Benrath. Beim RE5 entfällt in Richtung Koblenz der Halt Köln-Mülheim. Vom 9. bis 30. Oktober hält der RE5 außerdem in beiden Richtungen nicht in Düsseldorf-Benrath. Für diesen Zeitraum ist ein Ersatzverkehr zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof, Düsseldorf-Benrath und Leverkusen Mitte vorgesehen.
Eine Alternative bietet unter anderem die Schnellbuslinie SB59. Sie wurde bereits im August über Düsseldorf-Benrath hinaus bis zum Südpark verlängert. Montags bis freitags fährt sie tagsüber im 20-Minuten-Takt. Auch die Betriebszeiten am Abend und am Wochenende wurden ausgeweitet. Vom Südpark bestehen weitere Verbindungen mit dem Düsseldorfer Nahverkehr.
Wegen der A59-Sperrung selbst fährt die SB59 Richtung Düsseldorf zudem eine geänderte Route. Nach Angaben der Bahnen der Stadt Monheim werden die Haltestellen Merkur-Spielbank und Schlegelstraße während der Sperrung zur Haltestelle Griesstraße verlegt. In Gegenrichtung nach Monheim bleibt der reguläre Linienweg bestehen.
Die Stadt Düsseldorf und die beteiligten Verkehrsunternehmen haben außerdem mehrere Busangebote ausgeweitet. Dazu gehört die Schnellbuslinie SB57 zwischen Langenfeld und Düsseldorf-Südpark. Auch die Linien 778 und 779 zwischen den Stadtteilen Garath und dem Bahnhof Benrath fahren während der Herbstferien im Zehn-Minuten-Takt.






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