Brückenschaden legt A643 Richtung Wiesbaden lahm

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Eine kurzfristige Vollsperrung auf der A643 zwischen Mainz und Wiesbaden hat am Mittwoch erhebliche Verkehrsbehinderungen ausgelöst. Betroffen ist die Fahrtrichtung Wiesbaden und Frankfurt zwischen der Anschlussstelle Wiesbaden-Äppelallee und dem Schiersteiner Kreuz. Grund sind Schäden an einer Behelfsbrücke im Baustellenbereich. Wann der Abschnitt wieder freigegeben werden kann, war am Mittwochnachmittag noch offen.

Der gesamte Verkehr aus Richtung Mainz und Bingen wird nach der Fahrt über den Rhein an der Anschlussstelle Wiesbaden-Äppelallee von der A643 abgeleitet. In der Gegenrichtung nach Mainz und Bingen besteht nach Angaben der Autobahn GmbH keine entsprechende Sperrung.

Schaden an Behelfsbrücke führt zu sofortiger Sperrung

Nach Angaben der Autobahn GmbH West wurden kurzfristig Schäden an einer Behelfsbrücke festgestellt. Der betroffene Autobahnabschnitt liegt im Bereich des Schiersteiner Kreuzes, das seit Jahren umfangreich umgebaut wird. Die Behelfsbauwerke sollen während der Bauarbeiten den Verkehr aufnehmen, während bestehende Bauwerke ersetzt oder neue Verkehrsführungen hergestellt werden.

Die A643 wurde daraufhin in Richtung Wiesbaden und Frankfurt gesperrt. Fachkräfte untersuchten den Schaden und arbeiteten an dessen Beseitigung. Ein Zeitpunkt für die Wiederfreigabe wurde zunächst nicht genannt. Damit war am Mittwochnachmittag auch noch nicht absehbar, ob die Sperrung bis in den Berufsverkehr am Abend hinein bestehen bleiben würde.

Eine einzelne Verkehrsmeldung führte technisch ein Gültigkeitsdatum bis zum 26. September auf. Daraus lässt sich jedoch keine angekündigte Sperrdauer ableiten. Die Autobahn GmbH selbst hatte bis zum Nachmittag keinen verbindlichen Termin für eine Freigabe genannt.

Stau reicht auf der A643 bis in Richtung Mainz zurück

Die Folgen waren bereits kurz nach Beginn der Sperrung deutlich zu spüren. Der Verkehr staute sich auf der A643 in Richtung Wiesbaden mehrere Kilometer zurück. Der SWR-Verkehrsdienst meldete am frühen Nachmittag rund drei Kilometer Stau zwischen Mainz-Gonsenheim und Wiesbaden-Äppelallee.

Auch die Polizei verwies nach übereinstimmenden Angaben auf eine mehrkilometrige Staulage vor der Sperrung. Die Verbindung gehört zu den wichtigen Straßenachsen zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen und verbindet den Raum Mainz über die Schiersteiner Rheinbrücke mit Wiesbaden sowie weiterführend mit der A66 Richtung Frankfurt.

Durch die Ableitung an der Äppelallee gelangt zusätzlicher Verkehr in das Wiesbadener Straßennetz. Besonders die Bereiche rund um Schierstein und Biebrich waren von der veränderten Verkehrsführung betroffen. Über das genaue Ausmaß der Verzögerungen auf einzelnen innerstädtischen Straßen lagen zunächst keine einheitlichen behördlichen Angaben vor.

Fernverkehr soll A60 und A671 nutzen

Für Autofahrer, die aus Richtung Mainz oder Bingen nach Wiesbaden und weiter Richtung Frankfurt fahren wollen, gilt eine weiträumige Umleitung. Der Fernverkehr soll bereits am Dreieck Mainz auf die A60 wechseln, über die Weisenauer Rheinbrücke und das Mainspitz-Dreieck fahren und anschließend die A671 Richtung Wiesbaden nutzen.

Damit wird die gesperrte Schiersteiner Rheinquerung großräumig umfahren. Auch ortskundigen Autofahrern wurde empfohlen, den Bereich möglichst zu meiden. Wer dennoch auf der A643 in Richtung Wiesbaden unterwegs ist, muss die Autobahn spätestens an der Anschlussstelle Wiesbaden-Äppelallee verlassen.

Die Gegenrichtung bleibt von der aktuellen Sperrung grundsätzlich unberührt. Fahrzeuge aus Wiesbaden und von der A66 können die A643 weiter in Richtung Mainz und Bingen nutzen.

Baustellenbereich am Schiersteiner Kreuz wird derzeit umgebaut

Die Sperrung trifft einen Autobahnabschnitt, auf dem ohnehin umfangreiche Bauarbeiten laufen. Die Autobahn GmbH baut die A643 zwischen der Rheinbrücke Schierstein und dem Schiersteiner Kreuz aus. Erst am Montag hatte das Unternehmen über eine Änderung der Verkehrsführung informiert. Zwischen dem 22. und 26. September sollte der Verkehr in Fahrtrichtung Mainz und Bingen auf eine neu errichtete Behelfsbrücke verlegt werden.

In den Nächten waren dafür bereits Einschränkungen vorgesehen. Tagsüber sollten nach der ursprünglichen Planung dagegen keine zusätzlichen Behinderungen entstehen. Die Arbeiten hängen mit dem sechsstreifigen Ausbau der A643 und dem geplanten Ersatz des Unterführungsbauwerks an der Hagenauer Straße und Alten Schmelze zusammen.

Der am Mittwoch festgestellte Schaden führte nun unabhängig von diesen planmäßigen nächtlichen Arbeiten zu der kurzfristigen Vollsperrung in der Gegenrichtung nach Wiesbaden.

Dauer der A643-Sperrung bleibt offen

Eine verlässliche Prognose zur Dauer der Sperrung gab es am Mittwochnachmittag zunächst nicht. Die Autobahn GmbH kündigte eine Freigabe erst nach Prüfung und Beseitigung des Schadens an. Welche Art von Schaden konkret an der Behelfsbrücke festgestellt wurde und welche Reparaturen erforderlich sind, war zunächst nicht näher bekannt.

Bis zur Wiederöffnung müssen Autofahrer zwischen Mainz und Wiesbaden deshalb mit längeren Fahrzeiten rechnen. Besonders für den Verkehr aus Rheinland-Pfalz in Richtung Wiesbaden, A66 und Frankfurt bleibt die großräumige Umfahrung über A60 und A671 die vorgesehene Ausweichroute.

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