
Auf der Autobahn A81 bei Leonberg stehen Autofahrern Ende Oktober mehrere Sperrungen bevor. Der Engelbergtunnel wird zunächst in zwei aufeinanderfolgenden Nächten teilweise geschlossen. Am Wochenende folgt eine vollständige Sperrung in beiden Fahrtrichtungen. Wie die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest am Dienstag, 27. Oktober 2026, mitteilte, sind Arbeiten an der Tunneltechnik erforderlich. Während der Sperrungen wird der Verkehr über Stuttgart-Feuerbach beziehungsweise Leonberg und Ditzingen umgeleitet.
Die ersten Einschränkungen betreffen die Weströhre des Engelbergtunnels. Sie führt den Verkehr auf der A81 in Richtung Karlsruhe und München. In dieser Fahrtrichtung wird die Tunnelröhre an zwei aufeinanderfolgenden Nächten vollständig gesperrt.
Die erste Sperrung beginnt am Mittwoch, 28. Oktober 2026, gegen 22 Uhr. Die Freigabe ist für Donnerstag, 29. Oktober, gegen 5 Uhr vorgesehen.
Bereits am Donnerstagabend folgt die zweite Sperrung. Sie beginnt am 29. Oktober gegen 22 Uhr und soll am Freitag, 30. Oktober, gegen 5 Uhr enden.
Für beide Nächte sind damit jeweils rund sieben Stunden Sperrzeit vorgesehen. Der Verkehr in Richtung Karlsruhe und München wird währenddessen über die Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach umgeleitet.
Die Sperrungen betreffen zunächst ausschließlich die Weströhre. Eine vollständige Schließung beider Tunnelröhren ist erst für das folgende Wochenende angekündigt.
Die umfangreichste Verkehrseinschränkung folgt in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Dann wird der gesamte Engelbergtunnel für den Verkehr geschlossen.
Die Vollsperrung beginnt am Samstag, 31. Oktober 2026, gegen 21 Uhr. Die Wiederfreigabe ist für Sonntag, 1. November, gegen 12 Uhr geplant.
Während dieser rund 15 Stunden können Fahrzeuge den Tunnel weder in Richtung Karlsruhe und München noch in der Gegenrichtung nach Würzburg passieren. Damit ist auch die Oströhre betroffen, die normalerweise den Verkehr in Richtung Heilbronn aufnimmt.
Die Autobahn GmbH sieht für diesen Zeitraum eine ausgeschilderte Umleitung über Leonberg und Ditzingen vor. Die vollständige Sperrung betrifft somit beide Fahrtrichtungen der A81 im Bereich des Engelbergtunnels.
Mit der vorgesehenen Freigabe am Sonntagmittag endet die angekündigte Vollsperrung. Die Uhrzeiten bezeichnet die Autobahn GmbH ausdrücklich als ungefähre Angaben.
Für die beiden nächtlichen Sperrungen am Mittwoch und Donnerstag nennt die Autobahn GmbH die Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach als Umleitungspunkt.
Am Wochenende gilt dagegen eine andere Verkehrsführung. Während der vollständigen Tunnelsperrung wird der Verkehr über die ausgeschilderte Strecke durch Leonberg und Ditzingen geleitet.
Der Engelbergtunnel liegt auf einer wichtigen Verbindung zwischen dem Raum Heilbronn und dem Autobahndreieck Leonberg. Dort besteht Anschluss an die A8 in Richtung Karlsruhe und München.
Die Sperrungen sind deshalb auch für Autofahrer relevant, die über die A81 zum Autobahndreieck Leonberg fahren oder von der A8 in Richtung Heilbronn weiterreisen möchten.
Die Anschlussstelle Stuttgart-Zuffenhausen liegt auf der nördlichen Zufahrt zum Engelbergtunnel. Sie wird in der aktuellen Mitteilung nicht als gesondert gesperrte Anschlussstelle genannt. Auch konkrete Nummern der ausgeschilderten Umleitungsstrecken enthält die Ankündigung nicht. Maßgeblich ist die für die jeweilige Sperrphase eingerichtete Beschilderung.
Hinter den erneuten Sperrungen stehen zwei unterschiedliche Arbeiten an der Betriebstechnik.
In der Weströhre setzt die Autobahn GmbH die Reparaturen nach einem Lkw-Brand vom 3. März 2026 fort. Damals war ein mit Kühlschränken beladener Lastwagenanhänger im Tunnel in Brand geraten und hatte erhebliche Schäden verursacht.
Nach Angaben der Autobahn GmbH vom 4. März wurden auf den ersten rund 300 Metern der Weströhre die Sicherheitseinrichtungen vollständig zerstört. Unter anderem waren Kabel und Lüfter beschädigt worden. Auch Beleuchtung und Beschilderung mussten in dem betroffenen Bereich ersetzt werden.
Die Schäden machten umfangreiche Arbeiten an den technischen Anlagen erforderlich, die über die unmittelbare Wiederherstellung der Befahrbarkeit hinausgehen.
In der Oströhre finden gleichzeitig reguläre Arbeiten statt. Dort ist nach Angaben der Autobahn GmbH ein planmäßiges Software-Update der Betriebstechnik vorgesehen. Die bevorstehenden Sperrungen dienen somit sowohl der weiteren Beseitigung von Brandschäden als auch der technischen Erneuerung des Tunnels.
Im Zuge der Arbeiten werden auch Sicherheitseinrichtungen des Engelbergtunnels überprüft. Die Autobahn GmbH weist darauf hin, dass die erforderlichen Funktionstests akustische Signale auslösen können.
Außerdem sei eine Staubentwicklung möglich. Diese Hinweise beziehen sich auf die technischen Prüfungen während der angekündigten Arbeiten.
Verkehrsteilnehmer müssen zudem berücksichtigen, dass die eigentlichen Sperrzeiten nicht sämtliche Eingriffe in den Straßenverkehr abdecken.
Für das Einrichten und anschließende Entfernen der Verkehrssicherung sind nach Behördenangaben auch vor Beginn und nach Ende der angegebenen Zeiträume Einschränkungen erforderlich.
Damit können bereits vor der eigentlichen Tunnelsperrung Fahrstreifen betroffen sein. Auch nach dem geplanten Ende der Arbeiten sind vorübergehende Eingriffe in den Verkehr möglich, während die Sicherungseinrichtungen zurückgebaut werden.
Konkrete zusätzliche Uhrzeiten für diese Maßnahmen nennt die Autobahn GmbH nicht.
Der Engelbergbasistunnel zählt zu den bedeutendsten Autobahntunneln in Baden-Württemberg. Nach Angaben der Autobahn GmbH ist das Bauwerk rund 2.530 Meter lang. Die beiden Röhren verfügen jeweils über drei Fahrstreifen.
Die Autobahn GmbH beziffert die tägliche Verkehrsbelastung auf rund 120.000 Fahrzeuge. Entsprechend bedeutend ist die Verbindung für den Verkehr zwischen Stuttgart, Heilbronn und dem Autobahndreieck Leonberg.
Der Tunnel wird bereits seit mehreren Jahren umfangreich ertüchtigt. Hintergrund sind unter anderem Schäden an der Tunnelkonstruktion durch quellendes Anhydritgestein. Parallel dazu werden die Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen erneuert.
Das Sanierungskonzept sieht vor, den Verkehr während eines großen Teils der Bauarbeiten aufrechtzuerhalten. Die jetzt angekündigten Nachtsperrungen und die Vollsperrung am Wochenende bilden zeitlich begrenzte Ausnahmen von dieser Verkehrsführung.
Für Autofahrer auf der A81 sind insbesondere drei Zeitfenster entscheidend: die beiden Nächte vom 28. auf den 29. Oktober und vom 29. auf den 30. Oktober sowie die Vollsperrung vom 31. Oktober bis zum 1. November.
Eine konkrete Prognose zur Länge möglicher Staus oder zu zusätzlichen Fahrzeiten hat die Autobahn GmbH in ihrer Mitteilung vom 27. Oktober nicht veröffentlicht.
Auch zu möglichen Fahrplanänderungen im Busverkehr oder Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs wurden im Zusammenhang mit diesen Sperrungen keine gesonderten Angaben gemacht.
Für den Straßenverkehr gelten die angekündigten Umleitungen über Stuttgart-Feuerbach beziehungsweise Leonberg und Ditzingen. Besonders zu beachten sind die zusätzlichen Verkehrseingriffe vor und nach den eigentlichen Sperrzeiten.
Nach der derzeitigen Planung soll der Engelbergtunnel am Sonntag, 1. November 2026, gegen 12 Uhr wieder in beiden Richtungen für den Verkehr freigegeben werden.
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