A9 bei Ingolstadt wird nach langer Sanierung erneut gesperrt

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Auf der A9 bei Ingolstadt stehen nach fast zwei Jahren umfangreicher Bauarbeiten die letzten größeren Änderungen der Verkehrsführung bevor. Ab Montag, 2. November 2026, beginnt der Rückbau der bisherigen Baustelleneinrichtung zwischen Stammham und Ingolstadt-Nord. Für Autofahrer bedeutet das zunächst weitere Einschränkungen. Am 11. November folgt eine nächtliche Vollsperrung in Richtung Nürnberg. Betroffen ist dann ein deutlich längerer Abschnitt zwischen Ingolstadt-Süd und Lenting. Die Autobahn GmbH hat die Termine am 29. Oktober bekannt gegeben.

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Ab Montag wird die Verkehrsführung auf der A9 umgebaut

Die Sanierung des rund zehn Kilometer langen Autobahnabschnitts zwischen Stammham und der Anschlussstelle Ingolstadt-Nord erreicht ihre abschließende Phase. Nachdem die wesentlichen Bauarbeiten an Fahrbahnen und Brücken beendet sind, soll die bisherige Verkehrsführung zurückgebaut werden.

Damit beginnt am Montag, 2. November, die abschließende Verkehrsumlegung. Nach Angaben der Autobahn GmbH können dabei zeitweise einzelne Fahrstreifen wegfallen. Die Einschränkungen sollen insbesondere außerhalb der Hauptverkehrszeiten auftreten.

Eine vollständige Sperrung der Autobahn ist für diesen ersten Abschnitt der Arbeiten nicht angekündigt. Allerdings müssen Verkehrsteilnehmer während des Umbaus weiterhin mit Behinderungen rechnen. Einen genauen Zeitpunkt, zu dem sämtliche Änderungen an der Verkehrsführung abgeschlossen sein sollen, nennt die Mitteilung vom 29. Oktober nicht.

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Die Arbeiten betreffen einen Abschnitt der Autobahn, der seit Januar 2025 umfassend modernisiert wurde. Während der Sanierung musste der Verkehr über eine provisorische Fahrbahnaufteilung geführt werden. Mit dem Rückbau dieser Verkehrsführung nähert sich das Großprojekt seinem Abschluss.

Neun Stunden Vollsperrung in Richtung Nürnberg geplant

Deutlich größere Auswirkungen sind für die Nacht von Mittwoch, 11. November, auf Donnerstag, 12. November 2026, vorgesehen.

Die A9 soll dann in Fahrtrichtung Nürnberg zwischen den Anschlussstellen Ingolstadt-Süd und Lenting vollständig gesperrt werden. Die Sperrung beginnt voraussichtlich am Mittwoch gegen 21 Uhr und endet nach derzeitiger Planung am Donnerstag gegen 6 Uhr.

Damit ist eine Unterbrechung des Verkehrs von ungefähr neun Stunden vorgesehen. Die Sperrung betrifft ausschließlich die Fahrtrichtung Nürnberg. Eine entsprechende Vollsperrung in Richtung München ist für diese Nacht nicht angekündigt.

Von der Maßnahme sind auch die Anschlussstellen Ingolstadt-Ost und Ingolstadt-Nord betroffen. Wer dort in Richtung Nürnberg auf die Autobahn fahren möchte, muss während der Sperrung ebenfalls auf die ausgeschilderte Umleitung ausweichen.

Die vollständige Sperrung reicht somit über den eigentlichen zehn Kilometer langen Sanierungsabschnitt hinaus. Für Autofahrer ist deshalb insbesondere die Anschlussstelle Ingolstadt-Süd relevant, an der der Verkehr von der Autobahn abgeleitet wird.

Umleitung führt über Großmehring und Kösching

Für die nächtliche Vollsperrung hat die Autobahn GmbH eine Umleitungsstrecke festgelegt. Fahrzeuge in Richtung Nürnberg müssen die A9 an der Anschlussstelle Ingolstadt-Süd verlassen.

Von dort führt die ausgeschilderte Strecke über die Manchinger Straße in Richtung Großmehring und anschließend über Kösching zur Anschlussstelle Lenting. Dort kann der Verkehr wieder auf die A9 in Richtung Nürnberg auffahren.

Auch an den Anschlussstellen Ingolstadt-Ost und Ingolstadt-Nord soll die Umleitung zur Anschlussstelle Lenting ausgeschildert sein. Konkrete U-Nummern nennt die Autobahn GmbH in ihrer Ankündigung nicht.

Für den überregionalen Verkehr empfiehlt die Behörde eine weiträumigere Ausweichroute. Autofahrer, die von Süden kommend in Richtung Nürnberg unterwegs sind, sollen den Großraum Ingolstadt während der Vollsperrung möglichst meiden. Als Alternative nennt die Autobahn GmbH eine Umfahrung bereits ab dem Autobahndreieck Holledau über die A93.

Grundsätzlich empfiehlt die Behörde, zusätzliche Fahrzeit einzuplanen. Eine konkrete Prognose zu möglichen Staukilometern oder Zeitverlusten wurde nicht veröffentlicht.

Elf Brücken und die Fahrbahnen wurden erneuert

Hinter den Verkehrseinschränkungen steht eines der größeren Autobahn-Erhaltungsprojekte in der Region Ingolstadt. Auf etwa zehn Kilometern wurde die A9 grundlegend saniert.

Die Arbeiten waren wegen des Alters und des baulichen Zustands der Strecke notwendig geworden. Nach Angaben der Autobahn GmbH waren insbesondere die Fahrbahnen durch die starke Verkehrsbelastung sanierungsbedürftig. Hinzu kamen Schäden an mehreren Brückenbauwerken, deren Tragfähigkeit nicht mehr den erforderlichen Anforderungen entsprach.

Insgesamt wurden elf Brücken abgebrochen und neu errichtet. Einzelne Bauwerke stammten in wesentlichen Teilen noch aus der Zeit des ursprünglichen Autobahnbaus um 1938.

Neben den Brücken erneuerte die Autobahn GmbH die Fahrbahnen und modernisierte die Entwässerungsanlagen. Zusätzlich wurden Maßnahmen zum Lärmschutz umgesetzt. Dazu gehören lärmmindernde Fahrbahnbeläge sowie erneuerte oder erhöhte Lärmschutzwände unter anderem bei Hepberg und Lenting.

Für das Gesamtprojekt sind in der Projektübersicht der Autobahn GmbH rund 165,6 Millionen Euro angegeben. Diese Kostenangabe stammt aus dem Planungsstand von 2023. Nach den Ende Oktober veröffentlichten Angaben liegt das Projekt weiterhin innerhalb des vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmens.

Auch nach dem Rückbau stehen noch Restarbeiten an

Während der beiden großen Bauphasen wurde der Verkehr auf der A9 zeitweise über eine provisorische Verkehrsführung mit insgesamt fünf Fahrstreifen geleitet. Abhängig von der jeweiligen Bauphase standen in einer Richtung drei und in der Gegenrichtung zwei Fahrstreifen zur Verfügung.

Diese Lösung war erforderlich, weil die vorhandene Fahrbahnbreite eine Aufrechterhaltung aller sechs regulären Fahrstreifen während der Sanierung nicht zuließ.

Mit dem Abschluss der Hauptbauphasen entfällt die Grundlage für die bisherige Baustellenverkehrsführung. Dennoch bedeutet die bevorstehende Verkehrsumlegung nicht, dass sämtliche Arbeiten bereits erledigt sind.

Zu den verbleibenden Maßnahmen gehören der Rückbau provisorischer Nothaltebuchten, Baustellenzufahrten und Baulager sowie Arbeiten an den Seitenbereichen und am Mittelstreifen. Darüber hinaus soll die endgültige Asphaltdeckschicht auf der Fahrbahn in Richtung Nürnberg voraussichtlich im Frühjahr 2027 eingebaut werden, sofern die Witterung dies zulässt.

Bis zum vollständigen Abschluss können deshalb vereinzelt weitere Fahrstreifenreduzierungen erforderlich werden.

Wetter kann den Termin der Vollsperrung noch verändern

Ob die A9 tatsächlich in der Nacht vom 11. auf den 12. November gesperrt werden kann, hängt auch von den Wetterbedingungen ab. Die Autobahn GmbH weist darauf hin, dass die vorgesehenen Arbeiten stark witterungsabhängig sind.

Für den Fall einer Verschiebung wurden bereits zwei Ersatztermine vorgesehen. Die Vollsperrung könnte dann entweder in der Nacht vom 12. auf den 13. November oder vom 13. auf den 14. November stattfinden.

Über eine notwendige Terminänderung will die Autobahn GmbH kurzfristig informieren.

Für Verkehrsteilnehmer bleibt damit entscheidend, dass bereits ab dem 2. November zeitweise weniger Fahrstreifen zur Verfügung stehen können. Die größere Einschränkung folgt nach derzeitiger Planung am 11. November mit der nächtlichen Vollsperrung zwischen Ingolstadt-Süd und Lenting in Richtung Nürnberg.

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