A99 bei München wird 57 Stunden gesperrt

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Auf dem Münchner Autobahnring steht im November 2026 eine mehrtägige Vollsperrung bevor. Die Autobahn A99 wird vom 20. bis 23. November zwischen den Autobahnkreuzen München-Ost und München-Süd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Grund ist der Abriss einer beschädigten Brücke der Bundesstraße 304 an der Anschlussstelle Haar. Die Autobahn GmbH erwartet erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der gesamten Region München. Auch Reisende, die die bayerische Landeshauptstadt lediglich passieren wollen, müssen mit Behinderungen rechnen.

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A99-Sperrung beginnt am 20. November um 20 Uhr

Die A99-Sperrung im November soll am Freitag, 20. November 2026, um 20 Uhr beginnen. Als geplantes Ende nennt die Gemeinde Grasbrunn Montag, 23. November, um 5 Uhr. Damit bleibt der betroffene Autobahnabschnitt nach derzeitigem Zeitplan insgesamt 57 Stunden vollständig geschlossen.

Die Autobahn GmbH hat die Arbeiten bewusst auf ein Wochenende gelegt. Dadurch soll insbesondere der werktägliche Berufsverkehr möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Freigabe ist für den frühen Montagmorgen vorgesehen, bevor der Pendlerverkehr wieder einsetzt.

Während des gesamten Sperrzeitraums sollen die Abbrucharbeiten und die damit verbundenen Vorbereitungs- und Sicherungsmaßnahmen ohne längere Unterbrechungen stattfinden. Eine zwischenzeitliche Öffnung einzelner Fahrstreifen ist nicht geplant.

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Die genannten Uhrzeiten entsprechen dem veröffentlichten Zeitplan. Ob die Autobahn tatsächlich am Montag um 5 Uhr wieder freigegeben werden kann, hängt vom planmäßigen Abschluss der Arbeiten ab.

Diese Anschlussstellen und Autobahnkreuze sind betroffen

Die Vollsperrung umfasst den östlichen Autobahnring zwischen dem Autobahnkreuz München-Ost und dem Autobahnkreuz München-Süd. Sie gilt sowohl in Richtung München-Süd als auch in der Gegenrichtung nach München-Nord.

Nach Angaben der Autobahn GmbH sind innerhalb des gesperrten Abschnitts insbesondere die Anschlussstellen Haar, Hohenbrunn und Ottobrunn betroffen.

Die Anschlussstelle Haar kann während der Sperrung nicht regulär genutzt werden. Auch an den übrigen Anschlussstellen bestehen Einschränkungen. Soweit einzelne Auffahrten verfügbar bleiben, führen sie ausschließlich aus dem gesperrten Bereich heraus.

Die Bundesstraße 304 soll während des Brückenabbruchs weiterhin über die bereits errichtete Behelfsbrücke befahrbar bleiben. Unabhängig davon bestehen im Bereich Haar baustellenbedingte Verkehrsregelungen.

Die abschließende Verkehrsführung an den einzelnen Anschlussstellen sowie die genaue Beschilderung sollen im Zuge der weiteren Umleitungsplanung bekannt gegeben werden.

Beschädigte Brücke aus dem Jahr 1973 wird abgerissen

Ursache der Vollsperrung ist der Zustand der Straßenbrücke, über die die B304 bei Haar die Autobahn A99 überquert.

Das Bauwerk wurde 1973 errichtet. Bei Untersuchungen wurden erhebliche Schäden festgestellt, die eine vollständige Erneuerung erforderlich machen. Nach Angaben der Autobahn GmbH haben insbesondere die intensive Verkehrsbelastung und Chlorideinwirkungen zur Verschlechterung des Zustands beigetragen.

Eine dauerhafte Sanierung wurde geprüft, aber wegen des baulichen Zustands als nicht ausreichend wirtschaftlich und technisch sinnvoll bewertet.

Der Abriss kann nicht abschnittsweise bei laufendem Autobahnverkehr erfolgen. Die Autobahn GmbH begründet dies mit der Gefahr, dass verbleibende Brückenteile während des Rückbaus ihre Standsicherheit verlieren könnten.

Für die Arbeiten muss deshalb die gesamte Fahrbahn unterhalb des Bauwerks freigeräumt werden. Schwere Baumaschinen werden die Betonkonstruktion schrittweise abtragen. Anschließend müssen die Trümmer zerkleinert und abtransportiert werden.

Bereits im August 2026 wurde der Verkehr auf eine Behelfsbrücke verlegt. Das gesamte Ersatzneubauprojekt soll bis Ende 2028 abgeschlossen werden. Die Autobahn GmbH beziffert die Gesamtkosten einschließlich Planung und Bau auf etwa 30 Millionen Euro.

Umleitungen über die A94 und den Mittleren Ring vorgesehen

Eine einzige leistungsfähige Umleitungsstrecke für den gesperrten Abschnitt existiert nach Angaben der Autobahn GmbH nicht.

Der Verkehr soll deshalb an den Autobahnkreuzen München-Ost und München-Süd auf verschiedene Straßenverbindungen verteilt werden. Dazu gehören die Autobahn A94, Bundesstraßen im Münchner Umland und der Mittlere Ring, der als B2R durch das Stadtgebiet führt.

Zusätzlichen Verkehr erwartet die Autobahn GmbH unter anderem auf der B471, auf dem westlichen Abschnitt der A99 sowie auf der B15 zwischen Rosenheim und Landshut.

Auch für den überregionalen Fernverkehr werden Hinweise vorbereitet. Im Raum Nürnberg sollen Verkehrsteilnehmer mit passenden Fahrtzielen auf eine großräumige Alternative über die A3 in Richtung Regensburg und Passau hingewiesen werden. Weitere Informationen sind unter anderem an den Zulaufstrecken zum Inntaldreieck vorgesehen.

Die genannten Straßen sind allerdings keine uneingeschränkt leistungsfähigen Ersatzstrecken. Nach Einschätzung der Autobahn GmbH können auch die vorgesehenen Ausweichverbindungen die zusätzliche Verkehrsmenge nicht vollständig aufnehmen.

Erhebliche Behinderungen im Großraum München erwartet

Die Folgen der Sperrung dürften sich nicht auf den unmittelbaren Baustellenbereich beschränken. Die Autobahn GmbH rechnet mit erheblichen Verkehrsverlagerungen im gesamten Großraum München.

Besonders betroffen sein könnten neben dem Stadtgebiet München auch die Landkreise München, Erding und Ebersberg. Zusätzlicher Verkehr wird auf wichtigen Bundes-, Staats- und Gemeindestraßen erwartet.

Auch Fahrten zum Flughafen München, zur Messe München oder zur Allianz Arena könnten durch Rückstaus und Ausweichverkehr länger dauern. Das gilt ausdrücklich auch für Verkehrsteilnehmer, deren reguläre Fahrtstrecke nicht über den gesperrten Autobahnabschnitt führt.

Nach Angaben der Autobahn GmbH passieren täglich etwa 96.000 Fahrzeuge die A99 im betroffenen Bereich. Auf der B304 werden rund 38.000 Fahrzeuge pro Tag gezählt.

Zur Entlastung des Straßennetzes ist nach Angaben der Gemeinde Grasbrunn außerdem vorgesehen, Lkw- und Dieselfahrverbote vorübergehend aufzuheben. Die entsprechenden Maßnahmen werden mit der Polizei und der Stadt München abgestimmt. Eine bereits abschließend beschlossene Regelung ergibt sich daraus nicht.

Auswirkungen auf Busse und Bahn

Die Vollsperrung betrifft zunächst den Straßenverkehr auf der A99. Konkrete, unmittelbar mit dem Brückenabriss verbundene Änderungen einzelner Bus- oder Bahnlinien waren zunächst nicht benannt.

Die Autobahn GmbH empfiehlt, während des Sperrwochenendes nach Möglichkeit auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Für unvermeidbare Autofahrten sollen deutlich größere Zeitreserven eingeplant werden.

Vor allem bei Fahrten durch München und die umliegenden Gemeinden kann sich die Verkehrslage auch abseits der Autobahn verändern. Verbindliche Angaben zu Verspätungen einzelner Buslinien oder Einschränkungen bestimmter Bahnverbindungen liegen im Zusammenhang mit dieser Sperrung zunächst nicht vor.

Autobahn GmbH empfiehlt weiträumige Reiseplanung

Die Autobahn GmbH rät Verkehrsteilnehmern, den Münchner Autobahnring während der Vollsperrung möglichst zu meiden und nicht notwendige Fahrten im Großraum München zu verschieben.

Wer unterwegs sein muss, sollte sich frühzeitig über die aktuellen Umleitungen informieren. Ausweichfahrten durch kleinere Ortschaften und Wohngebiete werden ausdrücklich nicht empfohlen, weil auch dort zusätzliche Verkehrsbelastungen erwartet werden.

Zur Vorbereitung der Sperrung stimmt sich die Autobahn GmbH mit den betroffenen Kommunen, der Polizei, den Rettungsdiensten und weiteren zuständigen Stellen ab. Bereits weit vor München sollen Hinweise auf die bevorstehende Vollsperrung aufmerksam machen.

Der geplante Termin vom 20. bis 23. November wurde nach Angaben der Autobahn GmbH unter Berücksichtigung der erwarteten Verkehrsmengen ausgewählt. In diesem Zeitraum wird weniger Urlaubsreiseverkehr als während der Sommermonate oder der Wintersportsaison erwartet.

Mit der vorgesehenen Freigabe am Montagmorgen soll der Autobahnring wieder für den regulären Berufsverkehr zur Verfügung stehen.

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