Aktenzeichen XY heute: Rudi Cerne stellt diese Fälle vor

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Das ZDF zeigt am heutigen Mittwoch, 9. September 2026, eine neue Ausgabe von Aktenzeichen XY ungelöst. Beginn ist um 20.15 Uhr, Moderator ist erneut Rudi Cerne. Die Sendung ist als neue Ausgabe angekündigt und keine Wiederholung. Für die rund 88 Minuten lange Live-Fahndungssendung hat das ZDF vier ausführlich rekonstruierte Fälle sowie einen Beitrag zum XY-Preis 2026 angekündigt. Hinzu kommt ein internationaler Fall, bei dem seit mehr als drei Jahrzehnten die Identität eines unbekannten Toten geklärt werden soll.

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Bei der Sendung handelt es sich um die 630. reguläre Ausgabe der seit 1967 ausgestrahlten Reihe. Einen eigenen Episodentitel neben Aktenzeichen XY… Ungelöst vom 09.09.2026 nennt das ZDF nicht. Regie führt Julia Möller. Eine klassische Staffelzählung sowie Angaben zu einem Drehbuch oder eine vollständige Besetzungsliste der nachgestellten Filmfälle sind für die heutige Ausgabe nicht veröffentlicht.

Fall aus Oberdürenbach: Ermittler suchen weiter nach Hinweisen

Einer der Fälle führt nach Oberdürenbach im Landkreis Ahrweiler. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Koblenz befand sich dort am 21. Juni 2025 ein damals siebenjähriges Mädchen auf einer Geburtstagsfeier am Sportplatz. Als das Kind die Feier kurzzeitig verlassen hatte, traf es auf einem Feldweg auf einen bislang unbekannten Mann. Nach Darstellung der Ermittler brachte dieser das Mädchen zu einem nahegelegenen Pferdeunterstand und zwang es dort unter Drohungen zu sexuellen Handlungen.

Die Kriminalpolizei Mayen konnte den Mann trotz umfangreicher Ermittlungen bislang nicht identifizieren. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und zur Ermittlung des Verantwortlichen führen, wurden 7.500 Euro Belohnung ausgelobt. Gesucht wird außerdem ein Jogger, der sich nach Angaben der Polizei in der Umgebung aufgehalten haben soll. Die Ermittler betrachten ihn nicht als Beschuldigten, sondern als möglichen wichtigen Zeugen.

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Das ZDF führt die Rekonstruktion unter dem Titel Traumatische Feier. Zum Schutz des Kindes veröffentlicht der Sender in seiner Programmankündigung nur wenige persönliche Einzelheiten.

Brückensturz eines 15-Jährigen in Karlsruhe-Durlach

Ein weiterer Filmfall beschäftigt sich mit einem Vorfall vom 2. Februar 2025 in Karlsruhe-Durlach. Ein damals 15 Jahre alter Jugendlicher wurde nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei lebensgefährlich verletzt unter einer Brücke nahe der Raiherwiesenstraße gefunden. Die Ermittlungsbehörden suchen weiterhin nach Zeugen und Hinweisgebern.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand besteht der Verdacht, dass dem Sturz eine körperliche Auseinandersetzung vorausging und der Jugendliche von mindestens einer Person von der Brücke gestoßen worden sein könnte. Die Ermittlungen richten sich wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung gegen bislang unbekannte Personen. Für Hinweise, die zur Identifizierung und Festnahme der Verantwortlichen führen, sind bis zu 5.000 Euro ausgelobt.

Das ZDF kündigt den Beitrag unter dem Titel Von Brücke gestoßen an. Die Fahndung richtet sich dabei nicht gegen eine öffentlich namentlich genannte Person.

Zwei falsche Paketboten und ein 82-jähriger Mann

Der dritte angekündigte Filmfall trägt beim ZDF den Titel Als Paketboten getarnt. Nach Angaben des Senders verschafften sich zwei Männer, die sich als Paketboten ausgaben, Zugang zu einem Mietshaus. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein 82 Jahre alter Bewohner, an dessen Geld die Männer gelangen wollten.

Weitere Einzelheiten zu diesem Fall veröffentlicht das ZDF in seiner Programmvorschau nur eingeschränkt. Die Sendung soll deshalb vor allem dazu dienen, mögliche Zeugen zu erreichen und neue Hinweise für die zuständige Kriminalpolizei zu erhalten. Angaben, die über die offiziell veröffentlichten Fahndungsinformationen hinausgehen, sind vor der Ausstrahlung nicht gesichert.

Tötungsdelikt an Joggerin erneut bei Aktenzeichen XY

Besonders ausführlich haben Polizei und Staatsanwaltschaft bereits zum Fall einer 36-jährigen Frau aus Lampertheim informiert. Die Frau wurde nach Angaben des Polizeipräsidiums Südhessen am 16. September 2024 während eines Laufs im Lampertheimer Wald getötet. Rund 30 Beamtinnen und Beamte arbeiteten anschließend in einer eigens eingerichteten Mordkommission an dem Fall.

An der Frau wurde nach Angaben der Polizei eine DNA-Spur eines bislang unbekannten Mannes gesichert. Im Zuge der Ermittlungen wurden bei etwa 1.300 Zeugen freiwillig DNA-Proben genommen. Die Identität des gesuchten Mannes konnte bislang dennoch nicht geklärt werden. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zu seiner Ergreifung führen.

Der Fall war bereits Gegenstand früherer Ermittlungsaufrufe und wird nun erneut bei Aktenzeichen XY ungelöst heute aufgegriffen. Die Polizei will dabei auch aktuelle Erkenntnisse aus den DNA-Untersuchungen vorstellen. Das ZDF führt den Filmfall unter der Bezeichnung Beim Joggen ermordet.

Internationaler Fall: Wer war der Tote aus der Maas?

Einen internationalen Schwerpunkt setzt die Sendung mit einem mehr als 30 Jahre alten Identifizierungsfall. Am 20. März 1994 wurde in der Maas nahe Bergen in den Niederlanden die Leiche eines Mannes entdeckt. Seine Identität ist nach Angaben des ZDF und des Bundeskriminalamtes bis heute unbekannt.

Der Mann wurde auf etwa 40 bis 60 Jahre geschätzt und war ungefähr 1,74 Meter groß. Ermittlungen ergaben Hinweise auf Verbindungen nach Deutschland. Unter anderem sollen seine Armbanduhr und vermutlich Teile seiner Kleidung hier gekauft worden sein. Mit einer Phantomzeichnung hoffen die Behörden nun auf Menschen, die den Mann erkennen oder Angaben zu seiner Identität machen können. Zuständig ist das Bundeskriminalamt in Wiesbaden.

Der Fall unterstreicht den internationalen Ansatz der Sendung. Das ZDF nimmt regelmäßig Ermittlungsverfahren aus dem Ausland auf, wenn eine Verbindung nach Deutschland oder in das deutschsprachige Sendegebiet besteht.

Zwei Verkäuferinnen für den XY-Preis 2026 vorgeschlagen

Neben den ungeklärten Fällen wird die Sendung erneut Menschen vorstellen, die für den XY-Preis 2026 vorgeschlagen wurden. Im heutigen Beitrag geht es um zwei Verkäuferinnen, denen auffiel, dass eine Kundin über längere Zeit Geld an einen vermeintlichen Partner schickte. Nach Darstellung des ZDF griffen die beiden Frauen ein und verhinderten weitere Zahlungen.

Der XY-Preis ist ein wiederkehrender Bestandteil der Sendung und würdigt Menschen, die durch Zivilcourage anderen geholfen haben.

Rudi Cerne moderiert die 630. Ausgabe

Moderator der heutigen Sendung ist Rudi Cerne. Das ZDF führt ihn auch für die zwölf regulären Ausgaben des Jahres 2026 als Moderator der Live-Fahndungssendung. Produziert wird das Format von der Securitel Film + Fernsehproduktions- und Verlagsgesellschaft. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der Deutschen Kriminalfachredaktion und dem ZDF. Regie bei der Ausgabe vom 9. September führt Julia Möller.

Die Rekonstruktionen werden mit Schauspielerinnen und Schauspielern umgesetzt. Eine vollständige Liste der Darstellerinnen und Darsteller sowie konkrete Drehorte der Spielszenen hat das ZDF für die Ausgabe vom 9. September bislang nicht veröffentlicht. Ein Drehbuchautor wird ebenfalls nicht genannt, was bei dem als Magazin und Live-Fahndungssendung geführten Format nicht mit den üblichen Angaben zu fiktionalen Serien vergleichbar ist.

Aktenzeichen XY anschließend 30 Tage im ZDF-Streaming

Die lineare Ausstrahlung beginnt am 9. September um 20.15 Uhr im ZDF. Das Programm ist bis etwa 21.45 Uhr angesetzt, das ZDF nennt eine redaktionelle Länge von ungefähr 88 Minuten. Nach der Fernsehausstrahlung soll die Ausgabe ab 21.45 Uhr im ZDF-Streaming verfügbar sein. Der Sender nennt als Abrufzeitraum den 9. September bis zum 8. Oktober 2026, entsprechend 30 Tagen.

Die vorherige reguläre Ausgabe vom 19. August 2026 erreichte im linearen Fernsehen durchschnittlich 3,97 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 19,8 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden rund 670.000 Zuschauer und ein Marktanteil von 20,6 Prozent gemessen. Damit lag die Sendung an diesem Abend in der Primetime beim Gesamtpublikum vorn.

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