
Der US-amerikanische Chiphersteller AMD hat im dritten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von rund 13,4 Milliarden US-Dollar erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Wachstum von 45 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit Prozessoren und KI-Beschleunigern für Rechenzentren. Auch beim Gewinn legte das Unternehmen deutlich zu. Für das vierte Quartal stellt AMD einen weiteren Umsatzanstieg in Aussicht.
Der Rekordumsatz von AMD geht vor allem auf die steigende Nachfrage nach leistungsfähigen Chips für Rechenzentren zurück. In diesem Geschäftsbereich erwirtschaftete das Unternehmen rund 8,55 Milliarden Dollar. Das waren 97 Prozent mehr als im dritten Quartal 2025. Damit entfielen inzwischen knapp zwei Drittel des gesamten Konzernumsatzes auf das Rechenzentrumsgeschäft.
Zu den Wachstumstreibern zählen nach Unternehmensangaben die Serverprozessoren der EPYC-Familie sowie die Grafikbeschleuniger der Instinct-Reihe. Letztere werden unter anderem für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle eingesetzt. AMD profitiert damit vom Ausbau der weltweiten Rechenkapazitäten durch Technologieunternehmen und Cloud-Anbieter.
Neben dem Umsatz entwickelte sich auch das Ergebnis positiv. AMD erzielte im dritten Quartal einen Nettogewinn von rund 2,43 Milliarden Dollar. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch 1,24 Milliarden Dollar gewesen. Damit stieg der Überschuss um 95 Prozent.
Das operative Ergebnis erhöhte sich nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften auf 2,83 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,09 Dollar nach 1,20 Dollar im Vorjahr. Diese bereinigte Kennzahl berücksichtigt bestimmte Aufwendungen nicht und unterscheidet sich deshalb vom offiziell bilanzierten Gewinn je Aktie von 1,46 Dollar.
Nach dem starken dritten Quartal rechnet AMD mit einer weiteren Beschleunigung des Wachstums. Für die letzten drei Monate des Jahres 2026 prognostiziert der Konzern einen Umsatz von rund 17 Milliarden Dollar. Die angegebene Schwankungsbreite beträgt drei Prozent. Daraus ergibt sich eine erwartete Spanne von etwa 16,5 bis 17,5 Milliarden Dollar.
Der Mittelwert der Prognose würde einem Umsatzanstieg von rund 27 Prozent gegenüber dem dritten Quartal und etwa 66 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entsprechen.
Zudem erwartet AMD eine bereinigte Bruttomarge von ungefähr 55 Prozent. Im dritten Quartal lag diese Kennzahl bei 56 Prozent. Konzernchefin Lisa Su führte den positiven Ausblick insbesondere auf die Nachfrage nach Rechenzentrumsprodukten und den Ausbau der Produktion neuer Chipgenerationen zurück.
Während die Nachfrage nach Rechenzentrumstechnik stark zunahm, verlief die Entwicklung in anderen Geschäftsbereichen uneinheitlich. Die zusammengefasste Sparte für PC-Prozessoren und Gaming erzielte einen Umsatz von rund 3,72 Milliarden Dollar. Das entsprach einem Rückgang von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders deutlich fiel das Minus im Gaming-Geschäft aus. Hier sank der Umsatz um 40 Prozent auf 773 Millionen Dollar. Das Geschäft mit PC-Prozessoren entwickelte sich dagegen besser und wuchs um sieben Prozent auf knapp 2,95 Milliarden Dollar. Im Bereich der eingebetteten Systeme stiegen die Erlöse um 29 Prozent auf rund 1,11 Milliarden Dollar.
Mit den neuen Geschäftszahlen unterstreicht AMD seine wachsende Bedeutung als Anbieter von Rechenzentrumstechnik. Der Konzern konkurriert insbesondere bei KI-Beschleunigern mit dem US-Chiphersteller Nvidia, der bei leistungsfähigen Grafikprozessoren für künstliche Intelligenz eine führende Stellung einnimmt.
AMD setzt neben einzelnen Prozessoren zunehmend auf komplette Rechenzentrumssysteme. Dazu gehört die Helios-Plattform, die Grafikbeschleuniger und Serverprozessoren miteinander kombiniert. Das Unternehmen will die Fertigung dieser Systeme im vierten Quartal ausweiten.
Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt zugleich, wie unterschiedlich die Nachfrage innerhalb der Halbleiterbranche ausfällt. Während Investitionen in KI-Infrastruktur das Wachstum antreiben, entwickelt sich das Geschäft mit Gaming-Hardware deutlich schwächer. Für AMD ist das Rechenzentrumsgeschäft inzwischen der mit Abstand wichtigste Umsatzbereich.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu