Asllani spricht über schwierige Wochen nach Leipzig-Absage

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Fisnik Asllani hat sich nach seinem gescheiterten Wechsel zu RB Leipzig erstmals ausführlicher zu den vergangenen Monaten geäußert. Der 24 Jahre alte Stürmer der TSG Hoffenheim beschrieb die Zeit nach der Transferabsage als schwierig, betonte aber seine Freude über die Rückkehr auf den Fußballplatz. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, 21. Oktober 2026, vor dem Europa-League-Spiel gegen Olympique Lyon sprach der kosovarische Nationalspieler über seine körperliche Verfassung und den Weg zurück in die Mannschaft. Die konkreten Hintergründe der Leipziger Entscheidung ließ er weitgehend offen.

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Fisnik Asllani spricht über gescheiterten Leipzig-Wechsel

Der geplatzte Wechsel von Fisnik Asllani zu RB Leipzig hatte Anfang August für Aufmerksamkeit in der Fußball-Bundesliga gesorgt. Beide Vereine hatten über einen Transfer gesprochen, ehe die Sachsen von einer Verpflichtung Abstand nahmen. Für den Angreifer folgte eine Phase, in der er nicht nur seine sportliche Zukunft neu einordnen musste, sondern auch den Saisonstart verpasste.

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Olympique Lyon blickte Asllani auf diese Zeit zurück. Die vergangenen Wochen seien nicht einfach gewesen. Dennoch habe er versucht, im Training und bei individuellen Einheiten konsequent weiterzuarbeiten. Besonders wichtig sei für ihn inzwischen, wieder regelmäßig auf dem Rasen zu stehen.

Eine ausführliche Bewertung des gescheiterten Transfers oder der Entscheidung von RB Leipzig gab Asllani nicht ab. Stattdessen konzentrierte er sich auf seine gegenwärtige Situation in Hoffenheim. Er schilderte, dass er die verpassten Trainingseinheiten inzwischen aufgearbeitet habe und sich körperlich wieder gut fühle.

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Der Stürmer machte außerdem deutlich, dass ihn die Unterstützung innerhalb des Vereins während seiner Rückkehr begleitet habe. Nach mehreren Wochen außerhalb der gewohnten Spielpraxis gehört er inzwischen wieder zu den regelmäßigen Startelfoptionen von Trainer Christian Ilzer.

Medizinische Bedenken verhinderten den Wechsel

Die TSG Hoffenheim hatte am 7. August 2026 offiziell bestätigt, dass der geplante Transfer zu RB Leipzig nicht zustande kommt. Als Grund nannte der Bundesligist medizinische Bedenken, die Leipzig angemeldet hatte.

Welche konkreten Untersuchungsergebnisse zu dieser Entscheidung führten, wurde damals nicht öffentlich erläutert. Auch RB Leipzig veröffentlichte zunächst keine detaillierte Begründung. Der genaue medizinische Hintergrund der Transferabsage blieb damit offen.

Hoffenheims Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker stellte sich unmittelbar nach dem gescheiterten Wechsel hinter Asllani. Er hob dessen sportliche Entwicklung hervor und betonte, dass die TSG weiterhin von der Leistungsfähigkeit ihres Angreifers überzeugt sei.

Schicker machte damals deutlich, dass der Verbleib des Stürmers für Hoffenheim aus sportlicher Sicht keineswegs nachteilig sei. Asllani habe einen wichtigen Anteil an der erfolgreichen vergangenen Saison gehabt und die Vorbereitung zunächst auf hohem Niveau absolviert.

Trainer Christian Ilzer erklärte Ende August, dass Asllani wegen einer Entzündung am Knie noch nicht für den Bundesliga-Auftakt zur Verfügung stehe. Der Angreifer werde schrittweise wieder an das Mannschaftstraining herangeführt.

Ein öffentlich bestätigter Zusammenhang zwischen dieser Entzündung und sämtlichen medizinischen Bedenken der Leipziger lag damit allerdings nicht vor.

Leipzig-Transfer sollte angeblich 25 Millionen Euro kosten

Auch finanziell wäre der Wechsel von Fisnik Asllani zu RB Leipzig ein bedeutendes Geschäft gewesen. Nach Informationen von Sky Sport hatten sich die Beteiligten weitgehend über die Bedingungen verständigt.

Demnach wollte Leipzig eine Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen Euro nutzen. Zudem sollte Asllani bei den Sachsen einen Vertrag bis 2031 unterschreiben. Beide Angaben wurden von Sky Sport am 7. August veröffentlicht.

Hoffenheim bestätigte seinerseits die Transfergespräche und das Bestehen einer Ausstiegsklausel, nannte jedoch weder einen konkreten Ablösebetrag noch die vorgesehenen Vertragsbedingungen in Leipzig.

Am 10. August berichtete Sky Sport außerdem, dass die betreffende Ausstiegsklausel inzwischen abgelaufen sei. Damit habe Hoffenheim bei einem möglichen späteren Verkauf wieder größeren Einfluss auf die Ablöseverhandlungen erhalten.

Die TSG hielt nach der Absage zunächst an Asllani fest. Nach den damaligen Sky-Informationen hätte nur ein außergewöhnlich hohes Angebot die Hoffenheimer Verantwortlichen zu einem erneuten Nachdenken über einen Verkauf bewegen können.

Asllani spielte sich nach Saisonstart zurück in die Mannschaft

Sportlich hatte die geplatzte Transferentscheidung zunächst Folgen. Asllani verpasste Teile der Sommervorbereitung und musste sich anschließend wieder an die Belastungen des Mannschaftstrainings gewöhnen.

Im September kehrte er in den Bundesligakader zurück. Beim 2:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart am 12. September wurde er in der Schlussphase eingewechselt. Sport-Geschäftsführer Schicker begrüßte damals die Rückkehr und verwies auf die Bedeutung zusätzlicher Angriffsoptionen angesichts des dichten Spielplans.

Inzwischen hat Asllani wieder eine größere Rolle in der Offensive übernommen. Nach Angaben des kicker stand er zuletzt dreimal innerhalb einer Woche in der Anfangsformation. Dabei gelangen ihm ein Treffer und zwei Torvorlagen.

Sein Tor erzielte er in der Europa League gegen Beşiktaş Istanbul. Der Treffer war ein weiterer Schritt auf seinem Weg zurück zu regelmäßigen Einsätzen. Asllani selbst betonte vor dem Lyon-Spiel, dass er die körperlichen Belastungen inzwischen wieder gut verkrafte.

Seine Leistungen machten Asllani zum Transferkandidaten

Dass RB Leipzig im Sommer Interesse an dem Mittelstürmer zeigte, hing auch mit dessen sportlicher Entwicklung zusammen.

Der am 8. August 2002 in Berlin geborene Asllani spielte in seiner Jugend beim BFC Dynamo und beim 1. FC Union Berlin, bevor er nach Hoffenheim wechselte. Seine ersten Erfahrungen auf höherem Niveau sammelte er anschließend auch während zweier Leihstationen.

In der Saison 2023/24 spielte er für Austria Wien. Ein Jahr später wurde er an die SV Elversberg ausgeliehen und entwickelte sich dort zu einem der auffälligsten Angreifer der 2. Bundesliga. Mit 18 Ligatoren und neun Vorlagen hatte er wesentlichen Anteil daran, dass Elversberg die Aufstiegsrelegation erreichte.

Nach seiner Rückkehr zur TSG Hoffenheim verlängerte Asllani im Juli 2025 seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2029. Die Vereinbarung bildet weiterhin die vertragliche Grundlage seines Engagements im Kraichgau.

In der Bundesliga-Saison 2025/26 absolvierte der Nationalspieler des Kosovo 33 Ligaspiele und erzielte dabei zehn Tore. Insgesamt kam er nach Hoffenheimer Vereinsangaben in 35 Pflichtspielen auf elf Treffer und zehn Vorlagen. Die Leistungen trugen dazu bei, dass Hoffenheim die Saison auf dem fünften Tabellenplatz beendete und sich für die Europa League qualifizierte.

Beide Bundesligisten planten ihre Offensive neu

Für Hoffenheim bedeutete der gescheiterte Transfer, dass ein bereits bewährter Angreifer im Kader blieb. Gerade angesichts der zusätzlichen Spiele im Europapokal hat die TSG damit eine weitere erfahrene Option für die Offensive.

Schicker hatte Asllanis sportlichen Wert unmittelbar nach der Transferabsage unterstrichen. Auch Trainer Ilzer setzte nach dessen Rückkehr wieder verstärkt auf den 24-Jährigen.

RB Leipzig musste seine Angriffsplanung dagegen ohne den ursprünglich umworbenen Spieler fortsetzen. Ende August verpflichteten die Sachsen Christopher Nkunku zunächst auf Leihbasis von der AC Mailand. Am 1. September folgte der spanische Mittelstürmer Marc Guiu vom FC Chelsea, der in Leipzig einen Vertrag bis 2031 unterschrieb.

Gleichzeitig verlieh Leipzig den dänischen Angreifer Conrad Harder für die Saison 2026/27 an Racing Straßburg. Diese Personalentscheidungen veränderten die Zusammensetzung des Leipziger Angriffs. Dass eine der Verpflichtungen ausdrücklich als unmittelbarer Ersatz für Asllani vorgesehen war, wurde vom Verein nicht bestätigt.

Leipzigs Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer erklärte nach Abschluss der Transferperiode, dass der Verein mit der Zusammenstellung seines Kaders insgesamt zufrieden sei. Die Mannschaft verfüge seiner Einschätzung nach über eine gute Mischung aus entwicklungsfähigen Spielern und Erfahrung.

Der sportliche Alltag steht wieder im Mittelpunkt

Für Asllani ist die Zukunft zunächst weiter mit der TSG Hoffenheim verbunden. Sein Vertrag läuft bis 2029, und mit den jüngsten Einsätzen hat er sich wieder als feste Option im Angriff etabliert.

Die nächste sportliche Aufgabe steht bereits am Donnerstagabend, 22. Oktober, an. Hoffenheim empfängt um 21 Uhr Olympique Lyon in der Europa League. Für die Mannschaft von Christian Ilzer geht es dabei nach den beiden bisherigen Niederlagen im Wettbewerb um die ersten Punkte.

Asllani blickt dem europäischen Duell mit Vorfreude entgegen. Auf der Pressekonferenz betonte er, wie besonders es für ihn sei, inzwischen selbst in internationalen Partien auf dem Platz zu stehen.

Damit hat sich seine unmittelbare Situation seit der gescheiterten Transferentscheidung deutlich verändert. Während im August die ungeklärte sportliche Zukunft und die anschließende Trainingspause im Vordergrund standen, konzentriert sich Asllani inzwischen wieder auf seine Einsätze für Hoffenheim.

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