
In Hannover müssen sich Autofahrer auf längerfristige Verkehrseinschränkungen einstellen. Ab Montag, 26. Oktober 2026, werden am Südschnellweg mehrere Verbindungen zur Bornumer Straße gesperrt. Hintergrund ist der Umbau eines Verkehrsknotenpunkts im Südwesten der niedersächsischen Landeshauptstadt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Juli 2027 dauern. Für den betroffenen Anschluss richtet die Stadt Umleitungen ein.
Die Sperrung am Südschnellweg in Hannover betrifft den Verkehrsknotenpunkt Bornumer Straße, Beckstraße und Bundesstraße 65. Wie die Landeshauptstadt in ihrer Mitteilung vom 21. Oktober 2026 bekannt gab, werden die Auf- und Abfahrten am Anschluss Bornumer Straße in Fahrtrichtung Innenstadt vollständig geschlossen.
Die Einschränkungen beginnen am Montag, 26. Oktober. Nach der bisherigen Planung bleiben die betroffenen Verbindungen während der gesamten Bauzeit nicht befahrbar. Das bedeutet, dass Autofahrer ihre gewohnten Wege zwischen der Bundesstraße und der Bornumer Straße über mehrere Monate nicht nutzen können.
Eine vollständige Sperrung der Bornumer Straße ist dagegen nicht vorgesehen. Die Stadt hat ausdrücklich angekündigt, dass die Straße während der Bauarbeiten grundsätzlich für den Verkehr geöffnet bleibt. Allerdings können weitere Einschränkungen hinzukommen, wenn einzelne Bauabschnitte dies erforderlich machen.
Der genaue Zeitpunkt, zu dem die Sperrungen am 26. Oktober beginnen, wurde zunächst nicht genannt. Auch eine verbindliche Uhrzeit für die spätere Wiedereröffnung liegt bislang nicht vor.
Für den Verkehr von und nach Bornum hat die Stadt eine Ausweichmöglichkeit vorgesehen. Der Stadtteil soll über den Tönniesbergkreisel und die Hamelner Chaussee erreichbar bleiben. Die entsprechenden Umleitungen werden ausgeschildert.
Damit steht während der Bauarbeiten weiterhin eine Verbindung zum betroffenen Stadtteil zur Verfügung. Wer bislang die gesperrten Auf- oder Abfahrten an der Bornumer Straße genutzt hat, muss sich jedoch auf eine andere Streckenführung einstellen.
Die Stadt weist außerdem darauf hin, dass es abhängig vom Baufortschritt zu zusätzlichen örtlichen Einschränkungen kommen kann. Dabei können einzelne Fahrspuren oder Straßenabschnitte vorübergehend gesperrt werden. Auch für solche Situationen sollen ausgeschilderte Umleitungen eingerichtet werden.
Welche Abschnitte zu welchem Zeitpunkt zusätzlich betroffen sein werden, geht aus der bisherigen Ankündigung nicht hervor. Ebenso hat die Verwaltung keine konkreten Angaben zu erwarteten Stauzeiten oder zusätzlichen Fahrminuten veröffentlicht.
Autofahrer müssen deshalb zwischen der langfristig angekündigten Sperrung der Anschlussrampen und möglichen kurzfristigen Einschränkungen innerhalb des Baustellenbereichs unterscheiden.
Hinter den geplanten Verkehrseinschränkungen steht eine umfangreichere Modernisierung des Knotenpunkts. Die Landeshauptstadt Hannover will die Verkehrsanlagen im Bereich Bornumer Straße, Beckstraße und B65 anpassen und bereits begonnene Ausbaumaßnahmen an der Bornumer Straße fortsetzen.
Ein wesentlicher Bestandteil sind die Geh- und Radwege. Sie sollen teilweise neu gebaut und an anderen Stellen umgestaltet werden. Nach Angaben der Stadt soll die Maßnahme insbesondere die Verkehrssicherheit verbessern.
Darüber hinaus werden Entwässerungsanlagen erneuert. Auch Arbeiten an Bordsteinen und Fahrbahnbereichen sind vorgesehen. Hinzu kommt die Modernisierung der Ampelanlagen im Bereich des Verkehrsknotenpunkts.
Die Maßnahmen betreffen damit nicht nur die Verkehrsführung für Autos. Auch die Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer wird verändert. Welche einzelnen Wege während welcher Bauphasen nicht genutzt werden können, wurde zunächst nicht näher erläutert.
Der Umbau ist auf mehrere Monate angelegt. Als voraussichtlichen Fertigstellungstermin nennt die Stadt Ende Juli 2027. Ein genauer Tag für den Abschluss der Arbeiten steht bislang nicht fest.
Der Südschnellweg gehört zu den wichtigen Straßenverbindungen im Süden Hannovers. Über die Bundesstraßen B3, B6 und B65 ist er in das überregionale Straßennetz eingebunden und verbindet mehrere Stadtteile mit weiteren Verkehrsachsen.
Unabhängig vom jetzt angekündigten Umbau an der Bornumer Straße laufen seit längerer Zeit umfangreiche Arbeiten an anderen Abschnitten des Südschnellwegs. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr modernisiert unter anderem den Bereich zwischen dem Landwehrkreisel und dem Seelhorster Kreuz.
Auf der rund 3,8 Kilometer langen Sanierungsstrecke werden bestehende Bauwerke erneuert und Straßenabschnitte umgestaltet. Auch die Errichtung eines Straßentunnels gehört zu diesem Großprojekt.
Bereits im September und Oktober 2026 waren deshalb zeitweise Vollsperrungen erforderlich. So wurde der Südschnellweg zwischen dem Landwehrkreisel und dem Seelhorster Kreuz vom 5. bis 7. Oktober jeweils tagsüber für Arbeiten im Baustellenbereich gesperrt.
Diese früheren Sperrungen betrafen einen anderen Abschnitt und sind von der ab dem 26. Oktober angekündigten längerfristigen Maßnahme am Anschluss Bornumer Straße zu unterscheiden.
Ob die Sperrungen an der Bornumer Straße auch Änderungen im öffentlichen Nahverkehr nach sich ziehen, war zunächst nicht geklärt. Konkrete Umleitungen einzelner Buslinien oder Haltestellenausfälle infolge dieser Baumaßnahme waren in der städtischen Ankündigung nicht aufgeführt.
Auch für den Stadtbahnverkehr wurden im Zusammenhang mit dem Umbau des Knotenpunkts zunächst keine zusätzlichen Einschränkungen konkret benannt. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass sämtliche Verbindungen während der Bauzeit unverändert bleiben.
In Hannover bestehen außerdem andere, zeitlich unabhängige Einschränkungen im Nahverkehr. So führt die Üstra vom 19. bis 26. Oktober umfangreiche Arbeiten in einem Stadtbahntunnel durch. Mehrere Linien werden deshalb umgeleitet oder verkehren abschnittsweise eingeschränkt. Diese Arbeiten sind nicht Teil der angekündigten Sperrung an der Bornumer Straße.
Mit dem Beginn der Bauarbeiten am 26. Oktober verändert sich die Verkehrsführung am Anschluss Bornumer Straße für voraussichtlich rund neun Monate. Bis Ende Juli 2027 sollen die Arbeiten am Knotenpunkt abgeschlossen werden.
Die langfristige Sperrung betrifft die angekündigten Auf- und Abfahrten in Fahrtrichtung Innenstadt. Die Bornumer Straße selbst soll grundsätzlich befahrbar bleiben. Zusätzliche Einschränkungen hängen vom jeweiligen Baufortschritt ab.
Die Stadt sieht für die Erreichbarkeit des Stadtteils eine ausgeschilderte Verkehrsführung über den Tönniesbergkreisel und die Hamelner Chaussee vor. Ein verbindlicher Termin für die vollständige Freigabe der betroffenen Anschlüsse wurde zunächst nicht veröffentlicht.
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