Atubolu unmittelbar vor Wechsel zu Eintracht Frankfurt

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Der Wechsel von Torwart Noah Atubolu vom SC Freiburg zu Eintracht Frankfurt steht offenbar unmittelbar bevor. Nach Informationen von Sky Sport absolvierte der 24-Jährige am Donnerstag, 27. August 2026, seinen Medizincheck bei den Hessen. Der Sender berichtete am Vormittag zudem von einer Einigung auf eine Leihe mit anschließender Kaufpflicht. Eine offizielle Bestätigung des Transfers durch Eintracht Frankfurt oder den SC Freiburg lag zunächst jedoch nicht vor.

Anzeige

Sky berichtet zuerst über Medizincheck in Frankfurt

Sky Sport veröffentlichte die Meldung über Atubolus Medizincheck am Donnerstagvormittag. Die entsprechende Transfermeldung war zunächst mit 10:39 Uhr ausgewiesen und wurde auf der geöffneten Artikelseite mit 10:54 Uhr geführt. Demnach befindet sich der Freiburger Torhüter bereits in Frankfurt und soll zunächst ausgeliehen werden. Anschließend soll eine Kaufpflicht greifen, die Sky mit 13 Millionen Euro beziffert.

BILD veröffentlichte seinen Bericht über den Medizincheck später am Donnerstag um 12:29 Uhr. Auch dort wird von einer Einigung zwischen den beiden Bundesligisten ausgegangen. BILD nennt allerdings andere finanzielle Details. Demnach soll neben einer Leihgebühr später eine Ablösesumme von rund zwölf Millionen Euro fällig werden. Das gesamte Paket soll sich auf ungefähr 15 Millionen Euro belaufen. Diese Zahlen sind bislang nicht von den Vereinen bestätigt worden und unterscheiden sich in der Darstellung von den Angaben bei Sky.

Damit ist Sky Sport nach den bislang nachvollziehbaren Veröffentlichungszeiten das erste Medium, das am Donnerstag konkret über den laufenden Medizincheck in Frankfurt berichtete. Eine vorherige offizielle Mitteilung eines der beiden Klubs gab es nicht.

Anzeige

Transfer noch nicht offiziell bestätigt

Trotz der weit fortgeschrittenen Entwicklung war Atubolu zum Zeitpunkt der Recherche weiterhin auf der offiziellen Internetseite des SC Freiburg als Spieler geführt. Auch im offiziellen Profikader von Eintracht Frankfurt tauchte er zunächst nicht auf. Dort wurden Michael Zetterer, Jens Grahl, Amil Siljevic und Kaua Santos als Torhüter geführt.

Damit fehlte zunächst der formelle Abschluss des Geschäfts. Medizinchecks gehören bei Profifußball-Transfers zu den letzten Schritten vor der Vertragsunterzeichnung, stellen für sich genommen aber noch keine offizielle Verpflichtung dar.

Auch die angebliche Vertragsverlängerung Atubolus beim SC Freiburg war vom Verein zunächst nicht offiziell verkündet worden. Sky hatte am Mittwoch berichtet, der bisher bis 2027 gebundene Torwart habe seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Der Schritt würde eine Leihe ermöglichen, ohne dass Freiburg anschließend Gefahr liefe, den Spieler nach Ablauf seines bisherigen Vertrags ablösefrei zu verlieren. Sky selbst wies am Donnerstag darauf hin, dass diese Verlängerung noch nicht offiziell bekanntgegeben worden sei.

Freiburg hatte die Tür für Frankfurt bereits geöffnet

Dass Eintracht Frankfurt eine realistische Option für Atubolu ist, hatte Freiburgs Trainer Julian Schuster bereits mehrere Tage zuvor öffentlich erkennen lassen. Nach dem DFB-Pokalspiel bei Fortuna Düsseldorf bezeichnete er Frankfurt als einen sehr, sehr großen Verein in Deutschland. Ein Wechsel könne deshalb eine Möglichkeit sein, erklärte der Trainer.

Noch konkreter wurde Schuster auf der Pressekonferenz vor Freiburgs Europapokalspiel gegen Motherwell. Dort bezeichnete er eine Leihe als ein Modell für eine Lösung und erklärte mit Blick auf das Ende der Transferperiode, in den kommenden Tagen werde es voraussichtlich etwas zu bestätigen geben. Einen vollzogenen Transfer verkündete Schuster damit allerdings nicht.

Die Aussagen passen zur sportlichen Situation beim SC Freiburg. Schuster hatte bereits deutlich gemacht, dass Atubolu zwar weiter in das Training eingebunden werde, sportlich derzeit aber nicht mehr für die bisherige Rolle vorgesehen sei. Freiburg verpflichtete mit Mio Backhaus bereits einen neuen Torhüter.

Atubolu war in der vergangenen Saison unumstrittener Stammkeeper

Atubolu wurde am 25. Mai 2002 in Freiburg geboren und ist 24 Jahre alt. Seine Position ist Torwart. Der SC Freiburg führt ihn als deutsch-nigerianischen Spieler und Eigengewächs des Vereins.

In der Bundesligasaison 2025/26 bestritt Atubolu sämtliche 34 Ligaspiele des SC Freiburg und stand dabei über die kompletten 3.060 Minuten auf dem Platz. Nach den Daten des DFB kam er außerdem einmal im DFB-Pokal zum Einsatz. Hinzu kamen 15 Einsätze in der Europa League. Damit absolvierte er in der vergangenen Spielzeit 50 Pflichtspiele in diesen drei Wettbewerben.

Seine Rolle in Freiburg war damit bis zum Ende der vergangenen Saison eindeutig. In der Bundesliga stand er in allen 34 Begegnungen in der Startelf. Insgesamt kommt Atubolu laut Sky auf bislang 125 Profispiele für den SC Freiburg.

Frankfurt könnte seine Torwartposition neu ordnen

Ein Wechsel hätte auch unmittelbare Folgen für die Kaderplanung von Eintracht Frankfurt. Im derzeit veröffentlichten Kader stehen vier Torhüter. Neben Kaua Santos gehören Michael Zetterer, Jens Grahl und Nachwuchskeeper Amil Siljevic zum Aufgebot. Siljevic verlängerte seinen Vertrag erst im Juni bis 2029 und soll nach Angaben von Sportdirektor Timmo Hardung langfristig weiterentwickelt werden.

Besonders die Zukunft von Zetterer spielt in der laufenden Personalplanung eine Rolle. Zuletzt wurde der 31-Jährige mit Leeds United in Verbindung gebracht. Sein Berater widersprach einem unmittelbar bevorstehenden Wechsel allerdings am 21. August und erklärte, ein Abschied komme zu diesem Zeitpunkt nicht infrage.

Atubolu würde dennoch mit dem Profil eines Torhüters nach Frankfurt kommen, der trotz seines Alters bereits erhebliche Bundesliga- und Europapokalerfahrung besitzt. Nach drei Jahren als Freiburger Nummer eins wäre die Verpflichtung deshalb mehr als eine Ergänzung für die Torwartgruppe.

Angaben zu Ablöse und Vertrag bleiben vorläufig

Bei den finanziellen Bedingungen muss zwischen den bisher veröffentlichten Angaben unterschieden werden. Sky nennt eine Leihe mit einer später greifenden Kaufpflicht über 13 Millionen Euro. BILD berichtet dagegen von einer späteren Ablöse von rund zwölf Millionen Euro sowie einer zusätzlichen Leihgebühr und beziffert das Gesamtvolumen auf etwa 15 Millionen Euro.

Offizielle Zahlen von Eintracht Frankfurt oder dem SC Freiburg lagen zunächst nicht vor. Gleiches gilt für die genaue Laufzeit eines möglichen Frankfurter Vertrags. BILD berichtet lediglich von einem langfristigen Vertrag nach dem endgültigen Erwerb des Spielers. Eine belastbar bestätigte konkrete Vertragsdauer gab es zunächst nicht.

Der entscheidende Schritt scheint dennoch unmittelbar bevorzustehen. Der gemeldete Medizincheck zeigt, wie weit die Gespräche inzwischen fortgeschritten sind. Bis zu einer offiziellen Vereinsmitteilung bleibt Noah Atubolu jedoch Spieler des SC Freiburg.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu