Eintracht Frankfurt: Neue Details zur Kaufpflicht bei Torhüter Noah Atubolu

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Eintracht Frankfurt könnte Torhüter Noah Atubolu im Sommer 2027 dauerhaft vom SC Freiburg übernehmen. Der 24-Jährige spielt seit Ende August auf Leihbasis für die Hessen. Schon bei seiner Verpflichtung hatten beide Bundesligisten eine bedingte Kaufpflicht vereinbart. Nun gibt es neue Informationen zu den Voraussetzungen: Nach einem Bericht der Bild-Zeitung vom Freitag, 30. Oktober 2026, soll bereits der Klassenerhalt der Frankfurter ausreichen, um den festen Transfer auszulösen. Eine offizielle Bestätigung dieser konkreten Bedingung lag zunächst nicht vor.

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Klassenerhalt soll Kaufpflicht bei Noah Atubolu auslösen

Die Vereinbarung zwischen Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg enthält eine besondere Regelung. Frankfurt besitzt eine Kaufoption, die bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen zu einer verbindlichen Kaufpflicht wird. Das bestätigte der Verein bereits bei der Vorstellung Atubolus am 28. August 2026.

Der SC Freiburg erklärte am selben Tag, dass der Torhüter zunächst für ein Jahr ausgeliehen werde. Anschließend könne die bedingte Kaufpflicht greifen. Welche sportlichen oder wirtschaftlichen Kriterien dafür erfüllt werden müssen, teilten die Vereine damals nicht mit.

Nach Informationen der Bild-Zeitung soll die entscheidende Voraussetzung nun der Verbleib der Eintracht in der Bundesliga sein. Erreicht Frankfurt den Klassenerhalt, müsste der Klub den Torhüter demnach im kommenden Sommer fest verpflichten.

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Die Ausgangslage ist allerdings weniger komfortabel, als es die langfristigen sportlichen Ansprüche der Eintracht vermuten lassen. Nach sieben Bundesligaspieltagen liegt Frankfurt mit acht Punkten auf Tabellenplatz 14. Der Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz beträgt zwei Punkte.

Unterschiedliche Angaben zur Ablösesumme

Auch über die finanziellen Einzelheiten des Transfers gibt es neue Informationen. Dem Bild-Bericht zufolge soll Frankfurt beim Eintreten der Kaufpflicht weitere zwölf Millionen Euro an den SC Freiburg zahlen müssen.

Bei der bereits vereinbarten Leihgebühr unterscheiden sich allerdings die veröffentlichten Angaben. Während mehrere Berichte von einer Million Euro ausgehen, nennt Fussballeuropa unter Berufung auf die Bild-Zeitung eine Leihgebühr von drei Millionen Euro. Daraus würde sich einschließlich der späteren Zahlung ein Gesamtvolumen von rund 15 Millionen Euro ergeben.

Sky Sport hatte bereits am 28. August eine mögliche Kaufpflicht in Höhe von 13 Millionen Euro genannt. Eine verbindliche Aufschlüsselung der vereinbarten Zahlungen haben weder Eintracht Frankfurt noch der SC Freiburg veröffentlicht.

Nach den aktuellen Informationen soll zudem bereits ein Anschlussvertrag für Atubolu bis zum 30. Juni 2031 ausgehandelt worden sein. Auch diese Laufzeit ist bislang nicht offiziell bestätigt.

SC Freiburg verlängerte Atubolus Vertrag vor der Leihe

Der Wechsel nach Frankfurt wurde erst möglich, nachdem Atubolu seine vertragliche Situation beim SC Freiburg geklärt hatte.

Ursprünglich war der Torhüter nach übereinstimmenden Angaben von Sky Sport und weiteren Fachmedien bis zum Sommer 2027 an den SC Freiburg gebunden. Ende August verlängerte er die Vereinbarung nach diesen Informationen um ein weiteres Jahr bis 2028.

Der SC Freiburg bestätigte die Vertragsverlängerung am 28. August, nannte allerdings selbst kein konkretes neues Vertragsende.

Freiburgs Vorstand Jochen Saier sprach damals von schwierigen zurückliegenden Wochen und Monaten. Die Vertragsverlängerung habe dem Verein wieder Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Mit dem anschließend vereinbarten Transfermodell nach Frankfurt sei eine aus Freiburger Sicht zufriedenstellende Lösung gefunden worden.

Damit blieb Atubolu zunächst vertraglich an seinen Ausbildungsverein gebunden, obwohl er die Saison 2026/27 bei einem direkten Bundesligakonkurrenten bestreitet.

Atubolu absolvierte 34 Bundesligaspiele in der vergangenen Saison

Noah Atubolu wurde am 25. Mai 2002 in Freiburg geboren. Seine fußballerische Ausbildung begann er bei den Sportfreunden Eintracht Freiburg und dem Freiburger FC. Im Jahr 2015 wechselte er in die Nachwuchsabteilung des SC Freiburg.

Dort durchlief er die Jugendmannschaften und etablierte sich anschließend in der zweiten Mannschaft. Mit Freiburgs U23 gelang ihm der Aufstieg aus der Regionalliga Südwest in die 3. Liga. In der Saison 2022/23 wurde die zweite Mannschaft Vizemeister der 3. Liga.

Seit der Spielzeit 2023/24 gehörte Atubolu als Stammtorhüter zur Bundesligamannschaft. Insgesamt absolvierte er 125 Pflichtspiele für die Profis des SC Freiburg.

In der vergangenen Saison 2025/26 stand er laut DFB-Datencenter in allen 34 Bundesligapartien im Tor. Hinzu kamen 15 Einsätze in der Europa League und ein Spiel im DFB-Pokal. Insgesamt kam er damit auf 50 Pflichtspiele. Mit Freiburg erreichte er das Finale der Europa League.

Auch auf internationaler Ebene sammelte der Torhüter Erfahrung. Für die deutsche U21-Nationalmannschaft bestritt er 22 Spiele und erreichte 2025 das Finale der Europameisterschaft.

Eintracht Frankfurt setzt auf Atubolu als Nummer eins

Bei Eintracht Frankfurt übernahm Atubolu unmittelbar nach seinem Wechsel eine zentrale sportliche Rolle. Bereits am 29. August stand er beim Bundesligaauftakt gegen den 1. FC Union Berlin in der Startelf.

Bis zum 30. Oktober absolvierte er laut DFB-Datencenter sieben Bundesligapartien und ein Spiel im DFB-Pokal für Frankfurt. Damit kommt er in der laufenden Saison auf acht Pflichtspiele.

Seine Verpflichtung war Teil einer Neuordnung auf der Torhüterposition. Zuvor hatten sich Michael Zetterer und Kauã Santos um den Stammplatz bemüht. Der aktuelle Frankfurter Kader führt neben Atubolu weiterhin Santos sowie Jens Grahl und Amil Siljevic.

Trainer Adi Hütter hatte bereits unmittelbar vor der Verpflichtung deutlich gemacht, welche Rolle der Neuzugang übernehmen sollte. Der Österreicher erklärte am 27. August, man habe Atubolu als neue Nummer eins geholt.

Hütter hob insbesondere dessen Dynamik, seine Fähigkeiten auf der Torlinie und den Umgang mit dem Ball hervor. Der Trainer sieht in dem 24-Jährigen einen entwicklungsfähigen Torhüter, der bereits über umfangreiche Bundesligaerfahrung verfügt.

Eine dauerhafte Verpflichtung würde Frankfurt die Möglichkeit eröffnen, die Position langfristig mit einem Spieler zu besetzen, der trotz seines vergleichsweise jungen Alters bereits mehrere Bundesligaspielzeiten und internationale Wettbewerbe absolviert hat.

Markus Krösche hatte Transfer noch als Sportvorstand begleitet

Ausgehandelt wurde der Wechsel im August noch unter der Verantwortung des damaligen Frankfurter Sportvorstands Markus Krösche.

Bei der Verpflichtung erklärte Krösche, dass die Eintracht mit Atubolu einen ambitionierten und bereits erfahrenen Torhüter gewonnen habe. Besonders dessen Potenzial, Mentalität und sportliche Qualität stellte der damalige Verantwortliche heraus.

Inzwischen haben sich die personellen Zuständigkeiten bei der Eintracht verändert. Am 18. Oktober entsprach der Aufsichtsrat dem Wunsch Krösches, ihn mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als Sportvorstand freizustellen.

Gleichzeitig wurde Axel Hellmann zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Er übernahm bis auf Weiteres auch die Aufgaben des Sportvorstands. Adi Hütter ist weiterhin Cheftrainer der Frankfurter.

Die möglicherweise bevorstehende dauerhafte Verpflichtung Atubolus wäre damit ein Transfer, dessen grundlegende Konditionen noch unter der früheren sportlichen Führung vereinbart wurden, während die spätere Umsetzung in eine neue Verantwortungsstruktur fallen könnte.

Dauerhafter Verbleib weiterhin an Bedingungen geknüpft

Für Noah Atubolu und Eintracht Frankfurt ist die vertragliche Ausgangslage damit bereits weitgehend vorgezeichnet. Die Leihe läuft bis zum Ende der Saison 2026/27. Anschließend kann aus der vereinbarten Kaufoption eine verpflichtende Übernahme werden.

Sollte der Klassenerhalt tatsächlich die einzige entscheidende Voraussetzung sein, könnte der Transfer unabhängig von individuellen Einsatzstatistiken des Torhüters verbindlich werden. Dass diese Regelung so im Vertrag steht, ist bislang allerdings nur Gegenstand des Bild-Berichts.

Offen bleibt außerdem die endgültige Höhe der Ablöse einschließlich der bereits vereinbarten Leihgebühr. Ebenso fehlt eine offizielle Bestätigung des angeblich bis 2031 ausgehandelten Anschlussvertrags.

Sportlich hat Atubolu den Platz als Stammtorhüter bereits übernommen. Ob daraus im Sommer 2027 auch eine dauerhafte vertragliche Bindung wird, hängt von den vereinbarten Bedingungen und deren Erfüllung ab.

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